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30 Jahre nach Mord in Trier erhalten Ermittler drei neue Hinweise

Durch "Aktenzeichen XY... ungelöst"  

30 Jahre nach Mord in Trier erhalten Ermittler drei neue Hinweise

13.08.2020, 11:38 Uhr | dpa

30 Jahre nach Mord in Trier erhalten Ermittler drei neue Hinweise. ZDF-Moderator Rudi Cerne: Durch die Sendung sind drei neue Hinweise zu einem Mord vor 30 Jahren bei den Ermittlern eingegangen.  (Quelle: dpa/Sina Schuldt)

ZDF-Moderator Rudi Cerne: Durch die Sendung sind drei neue Hinweise zu einem Mord vor 30 Jahren bei den Ermittlern eingegangen. (Quelle: Sina Schuldt/dpa)

Immer wieder können Ermittler durch neue DNA-Tests alte Fälle erneut untersuchen. So auch bei einem Mordfall von 1989, bei dem die ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY... ungelöst" nun offenbar zusätzlich Hinweise einbrachte.

Zum Mord an einer Frau in Trier vor mehr als 30 Jahren sind nach einem Aufruf in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY... ungelöst" am Mittwochabend drei Hinweise eingegangen. Ermittler der Kriminalpolizei werden diese nun überprüfen und auswerten, wie ein Sprecher der Polizei in Trier am Donnerstag sagte.

Beatrix Hemmerle ist in eigener Wohnung erstochen worden

Man sei sich im Klaren darüber, dass es "recht schwierig" sei, darauf zu hoffen, dass sich jemand noch konkret an Beobachtungen vom August 1989 erinnere. Damals war die 32-jährige Beatrix Hemmerle in ihrer Wohnung von einem Unbekannten erstochen worden.

Um den Fall noch aufzuklären, hat die Polizei den Fall neu aufgerollt und aufgrund von neuen Spuren jetzt einen DNA-Reihentest gestartet. In einem ersten Schritt wurden in dieser Woche gut 100 Männer angeschrieben, um eine Speichelprobe abzugeben. "Die Resonanz auf die verschickten Einladungsschreiben ist recht hoch", sagte der Polizeisprecher. Erste DNA-Proben seien bereits entnommen worden, weitere Termine wurden vereinbart.

Die gut 100 Angeschriebenen sind laut Polizei der erste Teil von insgesamt 450 Männern, die im Zuge der Ermittlungen zum Mord am Hemmerle personalisiert worden waren. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Täter aus dem persönlichen oder räumlichen Umfeld des Opfers stammt. Er war über eine offen stehende Balkontür in die Wohnung eingedrungen. Ihr damals zwölfjähriger Sohn, der durch Schreie und Kampfgeräusche wach wurde, fand die Mutter im Sterben.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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