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Asiatischer Drogenboss Tse Chi Lop in Niederlanden geschnappt

Drogenboss Tse Chi Lop  

Asiens "El Chapo" in Amsterdam geschnappt

24.01.2021, 11:09 Uhr | dpa

Asiatischer Drogenboss Tse Chi Lop in Niederlanden geschnappt. Polizisten in den Niederlanden: Die Festnahme erfolgte in Europa, auf Drängen Australiens.  (Quelle: imago images/Deutzmann/Eibner-Pressefoto EP_CDN)

Polizisten in den Niederlanden: Die Festnahme erfolgte in Europa, auf Drängen Australiens. (Quelle: Deutzmann/Eibner-Pressefoto EP_CDN/imago images)

Der Chinese Tse Chi Lop gilt als der asiatische "El Chapo". Australien wirft dem Kartellchef vor, das Land mit Heroin und Methamphetamin überschwemmt zu haben. Jetzt wurde Tse Chi Lop in den Niederlanden gefasst.  

Der mutmaßliche Chef des größten Drogenkartells Asiens ist in den Niederlanden festgenommen worden. Der Zugriff auf den weltweit gesuchten Tse Chi Lop erfolgte auf ein Ersuchen der australischen Bundespolizei, wie die australischen Behörden am Sonntag mitteilten. Der australische Generalstaatsanwalt bereitet demnach ein Auslieferungsersuchen für Tse vor. Laut dem australischen Nachrichtenportal "ABC" wurde der 57-Jährige am Amsterdamer Flughafen Schiphol festgenommen. 

Kopf des asiatischen Drogenkartells Sam Gor

Der gebürtige Chinese Tse, der die kanadische Staatsbürgerschaft besitzt, wird vielfach mit dem berüchtigten mexikanischen Drogenboss Joaquín "El Chapo" Guzmán verglichen. Laut dem Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) führt er mutmaßlich das asiatische Drogenkartell Sam Gor an, das weltweit mit illegalen Methamphetamin-Produkten handelt.

Sam Gor steht im Verdacht, seine Einnahmen durch den illegalen Drogenhandel durch Investitionen in Immobilien, Hotels und Kasinos in Südostasien zu waschen. Australien wirft dem Kartell vor, "substanzielle Mengen an Heroin und Methamphetamin" in das Land geschmuggelt zu haben.

Australiens Drogen kommen aus Südostasien

In den Jahren 2012 und 2013 stellte die australische Polizei bei gegen das Kartell gerichteten Razzien in Melbourne Vermögenswerte im Wert von rund neun Millionen australischen Dollar (5,7 Millionen Euro) sicher. Die Festnahme Tses rund acht Jahre später gilt als wichtiger Durchbruch in den australischen Ermittlungen gegen die Drogenbande.

Nach Schätzungen von UNODC setzen kriminelle Banden aus Südostasien jährlich mehr als 60 Milliarden Dollar (knapp 50 Milliarden Euro) um. Produziert werden Rauschmittel auf Methamphetamin-Basis in Asien vor allem im Bundesstaat Shan im Osten Myanmars. Die benötigten chemischen Inhaltsstoffe gelangen in der Regel über die chinesische Grenze ins Land.

Verwendete Quellen:

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