Menü Icont-online - Nachrichten für Deutschland
HomePanoramaKriminalität

Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Mordversuchs an TU Darmstadt


Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild für einen TextRWE: Lage bei Gasversorgung schwierigSymbolbild für einen TextBidens Mehrheit wieder geschrumpftSymbolbild für einen TextHier soll es heute schneienSymbolbild für einen TextEx-Wolfsburger schießt kurioses WM-TorSymbolbild für einen TextAus für deutschen Discounter im NordenSymbolbild für einen TextPopstar trauert um seinen Sohn Symbolbild für ein VideoDrohne verfolgt Panzer – fatale FolgenSymbolbild für einen TextNeuer Moderator im "Frühstücksfernsehen"Symbolbild für einen TextErzieherinnen rächen sich mit DrohungSymbolbild für einen TextDönerladen: Frau wirft Dackel über ThekeSymbolbild für einen TextLegendäres Gasthaus folgt auf SchuhbeckSymbolbild für einen Watson TeaserSupermarkt führt neuen Service ein Symbolbild für einen TextAnzeige: Jahres-LOS kaufen und Einzel-LOS gratis dazu sichern
Anzeige
Loading...
Loading...
Loading...

Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Mordversuchs an TU Darmstadt

Von dpa
Aktualisiert am 24.08.2021Lesedauer: 3 Min.
Darmstadt: An der Technischen Universität wurden mindestens sieben Menschen mit Getränken vergiftet. (Quelle: Reuters)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

An der Technischen Universität Darmstadt wird wegen versuchten Mordes ermittelt: Mehrere Menschen sind offenbar gezielt vergiftet worden. Sie werden im Krankenhaus behandelt.

Die Gift-Attacke trifft die Universitätsmitarbeiter und Studenten wohl völlig arglos: Nach dem mutmaßlichen Anschlag mit toxischen Stoffen an der Technischen Universität Darmstadt wird nun wegen versuchten Mordes ermittelt. Das Hessische Landeskriminalamt habe in den auf einem Uni-Campus sichergestellten Lebensmitteln Stoffe festgestellt, die zu den Vergiftungserscheinungen bei sieben Menschen geführt haben könnten, teilten die Ermittler am Dienstag mit.

Um welche Stoffe es sich handelt, geben sie nicht preis. "Manche Dinge können und wollen wir nicht veröffentlichen", hieß es bei den Ermittlern über mögliches Täterwissen. Eine 40-köpfige Mordkommission mit dem Namen "Licht" will nun möglichst rasch den oder die Verursacher finden. "Das kann je nach Stand der Ermittlungen noch aufgestockt werden, je nach Lage", sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Robert Hartmann.

Aktuell gebe es noch keine Hinweise auf einen möglichen Täter oder die Motive. Auch werde noch ermittel, wer möglicherweise am Wochenende Zugang zu dem Gebäude hatte.

Als Reaktion auf die Vergiftungserscheinungen bei mindestens sieben Menschen war am Montag ein Großaufgebot von Einsatzkräften am Gebäude L201 des Campus. Sechs Menschen mussten mit Symptomen wie Unwohlsein und Verfärbungen in Kliniken gebracht worden. Ein 30 Jahre alter Student befand sich zunächst in einem kritischen Zustand, der sich nach Polizeiangaben aber stabilisierte. Laut Hartmann bestand vorübergehend akute Lebensgefahr.

"Wir sind trotzdem vorsichtig"

Am Dienstagvormittag erinnert an dem Gebäude L201 nichts mehr an das Großaufgebot. Ingenieur Falk Münch arbeitete in einem Nachbargebäude, als er am Montag durch Freunde und soziale Medien von den Vergiftungen hörte. Plötzlich seien überall Polizeifahrzeuge und Krankenwagen gewesen, schilderte Münch, der ein Opfer kennt. Es sei nur das eine Gebäude betroffen gewesen. "Wir sind trotzdem vorsichtig."

Bei der weiteren Suche in Gebäuden auf dem Campus, auf dem unter anderem Maschinenbauer, Bau-Ingenieure und Naturwissenschaftler ausgebildet werden, seien aber keine weiteren verdächtigen Gegenstände gefunden worden, teilten die Ermittler mit. Bis Dienstagmorgen hätten sich auch keine weiteren Menschen mit Vergiftungserscheinungen gemeldet.

Die Ermittler hatten am Montag mitgeteilt, dass mehrere Milchpackungen und Wasserbehälter mit dem gesundheitsschädlichen Stoff versetzt worden sind. Die Polizei riet dringend dazu, auf dem Campus nur Lebensmittel zu verzehren, die jederzeit unter Aufsicht aufbewahrt wurden. Es gebe aber keine akute Gefährdung mehr.

"Wir sind erschüttert"

"Wir sind erschüttert angesichts der offensichtlichen Straftat, die sich an unserer Universität ereignet hat", teilte die Präsidentin der Hochschule, Tanja Brühl, am Dienstag mit. "Ich werde so schnell wie möglich mit ihnen persönlichen Kontakt aufnehmen, sofern es ihr Zustand erlaubt." Nach Angaben des TU-Kanzlers Manfred Efinger soll auch psychologische Hilfe angeboten werden. "Natürlich sind die Beschäftigten besorgt, beunruhigt."

Giftattacken am Arbeitsplatz gibt es immer wieder. Im hessischen Bad Nauheim backt eine Krankenschwester Kekse für die Kollegen. Was wie eine nette Geste klingt, sorgt bei einigen Kollegen für Schwindel und Bewusstlosigkeit. Die Frau mixt nach Auffassung des Landgerichts Gießen Beruhigungs- und Schlafmittel in ihre Naschereien und wird Mai vergangenen Jahres wegen gefährlicher Körperverletzung zu drei Jahren Haft verurteilt. In der Gemeinde Schloß Holte-Stukenbrock in Nordrhein-Westfalen vergiftete ein Mann nach Auffassung des Landgerichts Bielefeld die Pausenbrote seiner Kollegen. Gegen ihn wird wegen Mordversuchs eine lebenslange Haft verhängt.

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingAnzeigen

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Terror-Beschuldigter sollte Rechtsextremismus aufklären
  • Lars Wienand
  • Jonas Mueller-Töwe
Von L. Wienand, J. Mueller-Töwe, M. Hollstein
  • Lars Wienand
Von Lars Wienand
DarmstadtLebensmittelMord
Justiz & Kriminalität




t-online - Nachrichten für Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagramYouTubeSpotify

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlängerung FestnetzVertragsverlängerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website