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Vergiftung: Erste Hilfe bei schweren und leichten Symptomen

Erste Rettungsmaßnahmen  

Was Sie bei Vergiftungen sofort tun sollten

24.08.2021, 11:09 Uhr | t-online, lk, sms

Vergiftung: Erste Hilfe bei schweren und leichten Symptomen. Bauchschmerzen und Unwohlsein: Eine Vergiftung geht mit unterschiedlichen Symptomen einher. (Quelle: imago images/Panthermedia)

Bauchschmerzen und Unwohlsein: Eine Vergiftung geht mit unterschiedlichen Symptomen einher. (Quelle: Panthermedia/imago images)

Übelkeit, Erbrechen oder auch Verhaltensauffälligkeiten: Eine Vergiftung zeigt nicht immer typische Symptome. Schnelle erste Hilfe kann dann jedoch Leben retten. 

Wer etwas Giftiges gegessen, geschluckt oder berührt hat, dem drohen häufig schwere Symptome. Dann gilt schnelles Handeln, um Schlimmeres zu verhindern. Besteht der Verdacht auf eine Vergiftung, sollten Sie umgehend den Giftnotruf und bei Lebensgefahr den Notarzt (112) anrufen. In der Zwischenzeit gilt es, Erste Hilfe zu leisten und wichtige Hinweise zur Art der Vergiftung zu sammeln. Die Giftnotrufzentralen leiten Sie am Telefon bei den ersten Schritten an. Das kann Leben retten.

Vergiftung erkennen: Symptome und Warnhinweise

Vergiftungen sind nicht immer unmittelbar zu erkennen. Wie das Deutsche Rote Kreuz informiert, kann eine Summierung verschiedener Symptome den Verdacht erhärten. Hierzu gehören:

  • Übelkeit, Erbrechen und Durchfall
  • Erregungszustände
  • Schock
  • Bewusstseinsstörungen
  • in schlimmen Fällen Atemstörungen oder sogar ein Atemstillstand

Eindeutige Hinweise können zusätzlich aufgefundene Medikamente oder offensichtliche Reste von Gift sein.

Erste Hilfe bei einer Vergiftung

Grundsätzlich gelten folgende Erste Hilfe Maßnahmen:

  • Kontrolle der Lebenszeichen
  • Bei Bewusstseinsverlust: Notruf
  • Bei vorhandener Atmung: stabile Seitenlage
  • Sicherstellung von Giftresten und Erbrochenem

Wurde die Vergiftung durch Einatmen beispielsweise von Kohlenmonoxid oder anderen Gasen verursacht, sollten Sie zunächst an Ihre eigene Sicherheit denken, bevor Sie Erste Hilfe leisten. Wenn es Ihnen gefahrlos möglich ist, sollten Sie das Opfer in Sicherheit bringen. Ist dieses bewusstlos, überprüfen Sie seine Vitalzeichen. Können Sie keine Atmung oder Puls vernehmen, beginnen Sie umgehend mit den Wiederbelebungsmaßnahmen. 

Fordern Sie andere Personen auf, währenddessen den Notruf zu informieren. Können Sie hingegen Vitalzeichen feststellen, bringen Sie das Opfer in die stabile Seitenlage, um einem Ersticken durch Erbrochenes vorzubeugen. Anschließend sollten Sie zunächst den Rettungsdienst alarmieren und dann die Giftnotrufzentrale informieren.

Giftnotruf: Wichtige Informationen für Rettungsmaßnahmen

Auch in dem Fall, dass die vergiftete Person bei Bewusstsein ist, sollte der erste Anruf beim Giftnotruf erfolgen. Die Zentralen sind rund um die Uhr erreichbar. Je mehr Informationen Sie zum Fall geben können, desto besser können Ihnen die Experten dabei helfen, Erste Hilfe zu leisten. Die wichtigsten Fragen sind:

  • Wer ist betroffen? Kind? Erwachsener?
  • Wie alt ist der Betroffene?
  • Wie viel wiegt er (ungefähr)?
  • Wann wurde das Gift vermutlich eingenommen?
  • Was wurde eingenommen? Gefragt wird zum Beispiel nach der Bezeichnung des Mittels, Hersteller, Dosis, Name der Pflanze.
  • Wie viel wurde eingenommen?
  • Wie geht es dem Patienten? (Muss er beispielsweise husten oder erbrechen, ist er benommen?)
  • Ihre Telefonnummer für einen eventuellen Rückruf.

Hier finden Sie die Liste der Giftnotrufzentralen im gesamten Bundesgebiet.


Welche Erste-Hilfe-Maßnahmen gefährlich sein können

Grundsätzlich vermeiden sollten Sie es, eigenständig Maßnahmen zu ergreifen wie beispielsweise das Herbeiführen von Erbrechen. Handelt es sich bei dem Gift um eine ätzende Substanz, könnten Sie auf diese Weise eine weitere Verätzung der Speiseröhre verursachen.

Auch Präparate wie Kohletabletten sollten Sie nicht ohne Weiteres verabreichen. Ist unter Umständen eine endoskopische Untersuchung notwendig, würden Sie diese so unnötig erschweren. Sinnvoll ist es hingegen, bei Vergiftungen Flüssigkeit zu verabreichen, wenn es sich dabei um Wasser, Tee oder Saft handelt. Verzichten sollten Sie unbedingt auf Milch.

Falls Sie der Giftnotruf auffordert, den Patienten in ein Krankenhaus zu bringen, empfiehlt es sich, das vermeintliche Gift samt Verpackung mitzunehmen. Erbricht das Vergiftungsopfer von allein, versuchen Sie das Erbrochene mit einer Schüssel oder einem Eimer aufzufangen. Dieses könnte ebenfalls hilfreiche Aufschlüsse über Art und Schwere der Vergiftung geben.

Verwendete Quellen:

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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