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Corona in Bayern: Falscher Arzt verabreichte Impfungen in Altenheimen

Einsatz in Seniorenheimen  

Falscher Arzt impfte Hunderte gegen Corona

23.11.2021, 09:24 Uhr
Corona in Bayern: Falscher Arzt verabreichte Impfungen in Altenheimen. Schaufensteraushang eines Geschäfts in Rosenheim: In der Stadt soll ein falscher Arzt geimpft haben. (Quelle: imago images/ZUMA Wire/Sachelle Babbar)

Schaufensteraushang eines Geschäfts in Rosenheim: In der Stadt soll ein falscher Arzt geimpft haben. (Quelle: ZUMA Wire/Sachelle Babbar/imago images)

Ein Theologe soll in Impfzentren Hunderte Menschen geimpft und weitere Tausend Impfungen angeordnet haben. Die Staatsanwaltschaft ist überzeugt: Arzt war er nie. Er hatte demnach die Urkunde gefälscht.

Die Staatsanwaltschaft Traunstein erhebt Anklage gegen einen Mann, der sich in Impfzentren als Arzt ausgegeben haben soll. Der 50-jährige Theologe soll als Arzt in Rosenheim und Karlsfeld im Landkreis Dachau Corona-Impfungen vorgenommen haben, Für seine Bewerbung habe er eine gefälschte Approbationsurkunde vorgelegt. Anschließend habe er in den Impfzentren gegen Bezahlung gearbeitet. Dabei habe er auch Impfungen in Alten- und Pflegeheimen vorgenommen.

Insgesamt rechnen die Ermittler ihm zwischen Februar und März 2021 306 direkte Impfungen zu, hinzu kommen 1.144 Impfungen, die er anordnete und die die Fachkräfte daraufhin durchführten. Hinweise auf gesundheitliche Komplikationen durch seine Tätigkeit ergaben sich laut Angaben der Staatsanwaltschaft vom Dienstag allerdings bislang nicht.  

Die Anklagebehörde wirft dem 50-Jährigen nun gefährliche Körperverletzung, vorsätzliche Körperverletzung, Verstöße gegen das Heilpraktikergesetz, Urkundenfälschung, gewerbsmäßigen Betrug und den Titelmissbrauch vor und stützt sich dabei auf Zeugenaussagen und sichergestellte Dateien. Der Angeklagte habe sich bislang nicht dazu geäußert. Gegenüber einer Sachverständigen habe er allerdings die Fälschung der Approbationsurkunde eingeräumt.

Verwendete Quellen:
  • Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Traunstein vom 23.11.2021

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