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Robert Kennedy | Attentat in 1968: Mörder kommt nicht auf Bewährung frei

Mehr als fünf Jahrzehnte in Haft  

Robert Kennedys Mörder kommt nicht auf Bewährung frei

14.01.2022, 08:00 Uhr | dpa

Robert Kennedy | Attentat in 1968: Mörder kommt nicht auf Bewährung frei. Ein Film, in dem Robert F. Kennedy zu sehen ist (Archivbild): Sein Mörder kommt auch nach 53 Jahren Haft nicht auf freien Fuß. (Quelle: Reuters/Brian Snyder)

Ein Film, in dem Robert F. Kennedy zu sehen ist (Archivbild): Sein Mörder kommt auch nach 53 Jahren Haft nicht auf freien Fuß. (Quelle: Brian Snyder/Reuters)

Seit 53 Jahren sitzt Sirhan Sirhan für den Mord an dem US-Politikers Robert F. Kennedy im Gefängnis. Ein Bewährungsausschuss hatte seine Freilassung empfohlen. Der kalifornische Gouverneur lehnte das nun ab.

 Der seit mehr als fünf Jahrzehnten inhaftierte Mörder des US-Politikers Robert F. Kennedy kommt nicht auf Bewährung frei. Der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom sprach sich am Donnerstag (Ortszeit) gegen die Freilassung des 77-jährigen Palästinensers Sirhan Sirhan aus. Der Mord an Kennedy im Jahr 1968 zähle mit zu den berüchtigsten Verbrechen der amerikanischen Geschichte, schrieb Newsom in einer Erklärung. Nach Jahrzehnten im Gefängnis habe Sirhan nicht die nötige Einsicht gezeigt, die ihn von weiteren gefährlichen Entscheidungen abhalten würde.

Ein Bewährungsausschuss in Kalifornien hatte sich im August für die Freilassung Sirhans ausgesprochen. Sirhan sitzt seit 53 Jahren im Gefängnis und hatte sein mittlerweile 16. Gnadengesuch gestellt. Die Entscheidung der Kommission wurden dem kalifornischen Gouverneur vorgelegt, der sie nun ablehnte.

Witwe zeigt sich "zutiefst erleichtert"

Ethel Kennedy, die 93-jährige Witwe von Robert F. Kennedy, und sechs ihrer insgesamt elf Kinder zeigten sich am Donnerstag in einer gemeinsamen Mitteilung "zutiefst erleichtert" über Newsoms Entscheidung. Zwei Kennedy-Söhne hatten sich dagegen für Sirhans Freilassung ausgesprochen.

Robert F. Kennedy Jr. schrieb im August in einem Brief an das Bewährungsgremium, dass er glaube, sein Vater hätte Sirhans beeindruckende Rehabilitation anerkannt, wie die "Los Angeles Times" berichtete. Douglas Kennedy erklärte demnach, Häftlinge sollten freigelassen werden, wenn sie nicht länger eine Bedrohung für sich oder andere darstellten.

Sirhan, ein in Jerusalem geborener Palästinenser, hatte Kennedy am 5. Juni 1968 in Los Angeles erschossen – nur wenige Stunden, nachdem dieser die Vorwahlen in Kalifornien zur Kür des demokratischen US-Präsidentschaftskandidaten gewonnen hatte. Die US-Justiz ging von Kennedys pro-israelischer Haltung als Motiv des damals 24 Jahre alten Täters aus. Fünf Jahre zuvor war Kennedys Bruder, US-Präsident John F. Kennedy, in Dallas in Texas erschossen worden.

Sirhan wurde 1969 zum Tode verurteilt. Nach Aussetzung der Todesstrafe in Kalifornien im Jahr 1972 wurde die Strafe in lebenslange Haft umgewandelt.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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