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Mutmaßlicher Polizistenmörder gab Waffen offiziell weiter

Von afp, dpa, pdi

Aktualisiert am 09.02.2022Lesedauer: 3 Min.
Ermittler, Staatsanwälte und Polizisten tief betroffen: Zwei Beamte in Rheinland-Pfalz sind erschossen worden – das sind die Hintergründe der Tat. (Quelle: t-online)
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Nach der Tötung von zwei Polizisten bei Kusel laufen die Ermittlungen gegen zwei Mordverdächtige weiter. Bei Durchsuchungen fand die Polizei zahlreiche Waffen – diese hätte ein Verdächtiger aber nicht besitzen dürfen.

Einer der beiden mutmaßlichen Polizistenmörder von Kusel hat seine Waffen offiziell bis Januar 2020 an berechtigte Personen abgegeben. Das teilte der Landkreistag Saarland am Dienstag in Saarbrücken mit. Wem die Waffen überlassen wurden, werde im Rahmen des Verwaltungsverfahrens überprüft, schrieb Geschäftsführerin Susanne Schwarz. Die Eintragung erfolge in der Waffenbesitzkarte der betreffenden Person. Ein Abgleich mit den nun aufgefundenen Waffen sei noch nicht möglich gewesen.


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Der 38-Jährige habe seit März 2020 keinen Jagdschein mehr besessen. Mehrere Waffen seien im Jahr 2019 an Erwerbsberechtigte überlassen worden, die letzte Schusswaffe folgte im Januar 2020. Nach diesem Zeitpunkt sei er nur noch in Besitz von Schalldämpfern inklusive Waffenbesitzkarten gewesen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Kaiserslautern hatte er zum Zeitpunkt der Tat keine Erlaubnis zum Besitz von Waffen gehabt und keinen Jagdschein besessen.

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Legal im Saarland gejagt

Der mutmaßliche Polizistenmörder hatte bis Ende März 2020 legal im saarländischen Staatswald gejagt. Er habe in verschiedenen Revieren seit 2017 Jagderlaubnisscheine für zunächst drei Pirschbezirke gehabt, teilte zuvor das Umweltministerium in Saarbrücken mit.

Zwei Pirschbezirke seien im Juni 2019 vorzeitig gekündigt worden, da es wiederholt zu Verstößen gegen die Kirr-Ordnung gekommen sei. Statt mit Getreide und heimischen Früchten sei Wild dort mit Backwaren angelockt ("angekirrt") worden.

Nach einer weiteren ähnlichen Feststellung wurde dem 38-Jährigen der dritte Jagdbezirk zum 31. März 2020 gekündigt, teilte eine Sprecherin mit. Beim Ministerium ist die Oberste Jagdbehörde angedockt. Die Pirschbezirke lagen in den Forstrevieren Furpach und St. Ingbert Nord. Wegen des Verdachts der Jagdwilderei, auch im Revier Ingbert Nord, habe der Saar-Forst mehrfach Anzeige gegen Unbekannt gestellt.

Waffen beschlagnahmt

Ermittler hatten am Dienstag zahlreiche Waffen beschlagnahmt. In einem Anwesen im saarländischen Sulzbach wurden eine Schrotflinte und ein Jagdgewehr gefunden, wie die Staatsanwaltschaft Kaiserslautern mitteilte. In dem Haus des zweiten Tatverdächtigen entdeckten die Ermittler 17 weitere Waffen. Laut Ermittlern besaß auch er weder einen Jagdschein noch eine Waffenerlaubnis.

Derzeit werde ermittelt, wem die Waffen gehören. Für die Vorwürfe des gemeinschaftlichen Mordes in zwei Fällen und der Wilderei gebe es derzeit keine weiteren Tatverdächtigen. Die Ergebnisse der Untersuchungen von Blutproben standen am Dienstag noch aus.

Offenbar Taschenlampe bei Durchsuchung gefunden

Aber das waren nicht die einzigen wichtigen Beweismittel, die den Ermittlern ins Netz gingen. Bei den Durchsuchungen wurde offenbar eine Taschenlampe entdeckt, die vom Tatort stammt und einem der getöteten Polizisten gehörte. Das berichtete die "Saarbrücker Zeitung" unter Berufung auf Ermittlungskreise.

Demnach gehe die Polizei davon aus, dass die Tatverdächtigen mit der Taschenlampe noch nach einem Ausweisdokument und nach einem Führerschein gesucht hätten, die am Tatort vergessen wurden. Der Polizei gelang es mithilfe der Dokumente, die Identität des Tatverdächtigen Andreas S. festzustellen, woraufhin eine Großfahndung eingeleitet wurde.

Zu den Abläufen am Tag der Tat hat Jürgen Schmitt, Inspekteur der rheinland-pfälzischen Polizei, im Innenausschuss des Landtags neue Details zu dem Einsatz erklärt. Er berichtete am Dienstag unter anderem, warum es zwölf Minuten dauerte, bis andere Streifen am Tatort waren, obwohl die später getöteten Beamten gemeinsam mit den Besatzungen zwei weiterer Fahrzeuge unterwegs waren.

Zwölf Minuten brauchten andere Streifen zum Tatort

Schmitt sagte, wenn Streifen an einen Tatort geschickt würden und bekannt sei, dass dort geschossen worden sei, seien sie angehalten, zunächst zu stoppen und Schutzausrüstung anzulegen. Dazu gehörten schwere Schutzhelme und Westen sowie eine Maschinenpistole. "Das führt zu einer gewissen Zeitverzögerung", erklärte der Inspekteur.

Die beiden am frühen Morgen des 31. Januar getöteten Polizisten hatten um 4.20 Uhr an einer Kreisstraße bei Kusel ein Fahrzeug kontrolliert, zunächst über Funk von "dubiosen Personen" berichtet, die zahlreiche tote Wildtiere dabei hätten. Sie forderten Verstärkung an und riefen schließlich um Hilfe mit den Worten "Komm schnell, die schießen, die schießen". Noch am selben Tag wurden zwei Tatverdächtige festgenommen, ein 38- und ein 32-Jähriger aus dem Saarland. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Zwei die Tat gemeinschaftlich begangen haben, um ihre Jagdwilderei zu verdecken.

Inspekteur Schmitt zufolge waren an dem Morgen nach der Kontrolle mit tödlichem Ausgang andere Streifen um 4.32 Uhr am Tatort. Beide Opfer, ein 29-jähriger Oberkommissar und seine 24 Jahre alte Kollegin, seien zu dem Zeitpunkt bereits tot gewesen, hätten massive Verletzungen am Kopf aufgewiesen. Die zwei Beamten waren demnach uniformiert in einem zivilen Polizeiauto unterwegs, Schmitt zufolge observierten sie mit den Besatzungen zwei weiterer Polizeiwagen eine Person. Nach früheren Angaben der Polizei ging es darum, eine Serie von Eigentumsdelikten aufzuklären.

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