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USA: Sanitäterin überlebt "innere Enthauptung" nach Motorrad-Unfall


Folgenschwerer Unfall
Frau überlebt "innere Enthauptung"


03.04.2024Lesedauer: 2 Min.
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Christy Bullock nach ihrem schweren Mofa-Unfall.Vergrößern des Bildes
Christy Bullock: Nach ihrem Motorradunfall begann für die US-Amerikanerin ein Überlebenskampf. (Quelle: Screenshot / Youtube Video)

Dass sie noch lebt, ist wohl ein Wunder: Die Amerikanerin Christy Bullock verunglückte mit ihrem Motorrad schwer. Nun berichtet sie von ihrem Überlebenskampf.

Der Motorrad-Ausflug mit ihrem Vater endete für die gelernte Rettungssanitäterin Christy Bullock in einem Horrorunfall. In einer Kurve kam die Amerikanerin zu Fall. Wie und warum es zum Unfall kam, weiß die Amerikanerin nicht mehr. Doch der Unfall, bei dem sie mit voller Wucht gegen eine Leitplanke prallte, sollte schwere Folgen haben: Von einer "inneren Enthauptung" spricht Bullock. Ihr Kopf sei von ihrer Wirbelsäule getrennt gewesen, berichtet sie der Zeitschrift "Newsweek".

Doch damit nicht genug: Sowohl ihre Halsschlagader als auch beide Wirbelarterien rissen. Sie brach sich den Rücken an drei Stellen. Auch ihr Schienbein war gebrochen und ihr Arm sei fast abgerissen. Dass sie nicht starb, habe sie dem Umstand zu verdanken, dass sie einen schweren Helm trug. Auch die Rettungssanitäter seien geschockt gewesen: "Ich glaube nicht, dass jemand von ihnen eine "innere Enthauptung" vermutete. Das ist nichts, was Menschen überleben", berichtet Bullock bei Newsweek.

Trotzdem war sie nach dem Unfall für mehrere Wochen gelähmt. Ihr Kopf musste bei einer ersten Operation wieder an die Wirbelsäule angebracht werden. Als sie sich auf dem Weg der Besserung befand, dann das nächste Problem: Sie klagte zunehmend über schwere Kopfschmerzen: "Mein Mann war im Zimmer und bemerkte, dass mein Sauerstoffgehalt stark abfiel. Im Grunde hörte ich auf zu atmen", erklärt Bullock. Anschließend sei sie in ein Koma gefallen.

Bullock: Weiß nicht, ob es höhere Macht war

Ausgelöst worden sei das Koma durch die "innere Enthauptung". Ihr Gehirn habe sich bewegt und die dort befindliche Flüssigkeit sei nicht natürlich abgeflossen, sondern blockiert worden. "Sie haben in meinen Schädel gebohrt, um am Krankenbett einen Abfluss zu installieren", berichtet die schweizerische Zeitung "Blick". Sie musste nun dauerhaft künstlich beatmet werden. Dann erlitt sie eine Aspirationspneumonie. Dabei fließt Blut und Erbrochenes direkt in die Lunge. Die Folge: hohes Fieber und eine Leberentzündung.

Bullock hielt aber auch dies nicht auf. Sie ist heute wieder gesund. Ihr Ehemann habe sie dabei entscheidend unterstützt: "Vor allem mein Mann hat mich durchgebracht. Er war jeden Tag dort". Ärzte und Pfleger habe ihr Schicksal berührt. Nachdem sie die künstliche Beatmung nicht mehr brauchte, brachten diese sie auf das Dach des Krankenhauses, damit Bullock den Sonnenuntergang sieht.

Sie habe keine Ahnung, wie sie den Unfall überleben konnte: "Religiöse Menschen werden sagen, es sei Gott. Ich weiß nicht, ob es eine höhere Macht war oder ob ich unglaubliches Glück hatte oder mein Rückenmark einfach so stark ist", sagt Bullock.

Heute hat Bullock noch Schmerzen im Nacken und in ihrem Bein. Als Rettungssanitäterin kann sie nicht mehr arbeiten, weil sie nicht mehr heben könne. Trotzdem ist sie glücklich: "Ich bin einfach sehr dankbar und fest entschlossen, mein Leben in der mir zur Verfügung stehenden Zeit so gut wie möglich zu leben", sagt Christy Bullock.

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