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Media-Markt-Gründer Erich Kellerhals mit 78 Jahren gestorben

Er wurde 78 Jahre alt  

Media-Markt-Gründer Erich Kellerhals ist tot

28.12.2017, 13:46 Uhr | dpa, dru

Media-Markt-Gründer Erich Kellerhals mit 78 Jahren gestorben. Erich Kellerhals: Sah zuletzt sein Lebenswerk in Gefahr und wehrte sich gerichtlich. (Quelle: dpa/Franz Neumayr/APA)

Erich Kellerhals: Sah zuletzt sein Lebenswerk in Gefahr und wehrte sich gerichtlich. (Quelle: Franz Neumayr/APA/dpa)

Erich Kellerhals hat deutsche Unternehmensgeschichte geschrieben. Er legte den Grundstein für das Media-Markt-Imperium, kämpfte zuletzt aber vor allem vor Gericht um sein Lebenswerk. Nun ist er im Alter von 78 Jahren gestorben.

Der Mitgründer der Elektronikkette Media Markt, Erich Kellerhals, ist tot. "Wir können bestätigen, dass Herr Kellerhals am 25. Dezember im Kreise seiner Familie verstorben ist", sagte ein Sprecher seiner Vermögensverwaltung Convergenta. Kellerhals wurde 78 Jahre alt.

Der Milliardär war mit gut 21 Prozent an Media Markt und Saturn beteiligt. Für Schlagzeilen sorgte der gebürtige Ingolstädter wegen seiner Dauerfehde mit dem Metro-Konzern, zu dem Media-Saturn einst gehörte. Seit der Aufspaltung des Handelsriesen im Sommer dieses Jahres sind die Elektronikmärkte unter dem Dach der Holding Ceconomy angesiedelt.

Die Wurzeln von Media-Saturn reichen weit zurück. 1963 eröffnete Kellerhals zusammen mit seiner Frau Helga ein Geschäft für Kohlenherde und Ölöfen sowie Fahrräder in Ingolstadt. Über die Jahre entstanden weitere Geschäfte, die schwerpunktmäßig Radios und Fernsehgeräte verkauften.

Die Geburtsstunde von Media Markt

Zusammen mit den Partnern Walter Gunz und Leopold Stiefel eröffnete das Paar Kellerhals 1979 in einem Münchener Industriepark einen Discounter für Elektronikartikel, was als die Geburtsstunde von Media Markt gilt. 1988 gaben die Partner die Mehrheit an der Elektronikkette an die Kaufhof AG ab, die wiederum die Kette Saturn einbrachte und aus der später die Metro hervorging.

Der Streit zwischen Kellerhals und der Metro-Führung entzündete sich unter dem früheren Vorstandschef Eckhard Cordes und wurde auch unter dessen Nachfolger Olaf Koch weitergeführt. Im Kern ging es darum, wer bei Media-Saturn das Sagen hat. Kellerhals sah sein Lebenswerk bedroht. Beide Parteien trafen sich regelmäßig vor Gericht. Zuletzt wurde ein Mediator eingeschaltet, um zwischen den Streithähnen zu vermitteln. Zu einer offiziellen Einigung kam es nicht mehr.

Weltweit gibt es inzwischen über 1000 Media- und Saturn-Märkte. Die Muttergesellschaft Ceconomy machte im zurückliegenden Geschäftsjahr gut 22 Milliarden Euro Umsatz.

Quelle:
dpa

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