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Hannover: Kampfhund soll Mutter und Sohn totgebissen haben

Mutter und Sohn tot  

Hund soll Besitzer in eigener Wohnung getötet haben

04.04.2018, 15:59 Uhr | dpa

Hannover: Kampfhund soll Mutter und Sohn totgebissen haben. Hauseingang im Hannoveraner Stadtteil Groß-Buchholz: In diesem Wohnhaus sollen sich die tödlichen Bisse ereignet haben. (Quelle: dpa/Peter Steffen)

Hauseingang im Hannoveraner Stadtteil Groß-Buchholz: In diesem Wohnhaus sollen sich die tödlichen Bisse ereignet haben. (Quelle: Peter Steffen/dpa)

In Hannover hat die Polizei in einer Wohnung zwei Tote gefunden. Der grausige Verdacht: Die Mutter und ihr Sohn wurden von ihrem eigenen Hund totgebissen.

Ein Hund hat in Hannover nach ersten Erkenntnissen der Polizei eine Mutter und ihren Sohn totgebissen. Feuerwehrleute fingen in einer Wohnung in der Nacht zum Mittwoch einen Staffordshire-Terrier ein. "Nach ersten Untersuchungen durch einen Rechtsmediziner wurden die 52-Jährige und ihr 27-jähriger Sohn offenbar von dem Hund getötet", teilte die Polizei mit.

Die 25 Jahre alte Tochter der getöteten Frau hatte die Beamten alarmiert, weil sie ihre Mutter und ihren Bruder nicht erreichen konnte. Beim Blick durch ein Fenster entdeckte sie dann einen leblosen Körper in der Wohnung. "Aktuell steht noch nicht fest, wie es zu dem Unglück kommen konnte", hieß es von den Ermittlern.

Halter brauchen Erlaubnis für gefährliche Tiere

Die Polizei entdeckte die Leichen der beiden in einer Wohnung im Stadtteil Groß-Buchholz. Die Feuerwehr brach die Tür auf und fing den Hund mit einer Schlinge ein. Rechtsmediziner sollen die Todesursache nun ganz genau ermitteln.

In Niedersachsen müssen alle Hundehalter seit einigen Jahren einen Hundeführerschein machen, wenn sie sich ein Tier neu anschaffen. Der sogenannte Sachkundenachweis besteht aus einer theoretischen Prüfung vor Beginn der Hundehaltung und einem Praxistest im ersten Haltungsjahr. Nach einer Vielzahl von teils tödlichen Zwischenfällen mit Kampfhunden war es das Ziel des Testes, die Zahl der Attacken von Hunden zu reduzieren. Für als gefährlich eingestufte Hunde müssen die Halter in Niedersachsen eine Erlaubnis beantragen.

Forscherin kennt keinen vergleichbaren Fall

Aus Sicht einer Forscherin der Tierärztlichen Hochschule Hannover sind tödliche Hundeangriffe aber sehr selten. "Man kann das an einer Hand abzählen", so die Veterinärin Dunia Thiesen-Moussa, die auf Verhaltenstherapie spezialisiert ist. Zu dem konkreten Fall in Hannover konnte die Expertin nichts sagen. In der Regel zeigten sich Hunde aggressiv, wenn sie mit viel Druck und Gewalt erzogen worden seien, sagte die Wissenschaftlerin.

An der Tierärztlichen Hochschule in Hannover werden nach Angaben der Ärztin pro Jahr etwa 60 bis 80 Hunde, die Menschen mehr als geringfügig verletzt haben, bei sogenannten Wesenstests begutachtet. Thiesen-Moussa macht das seit Oktober 2013. "Seitdem hatten wir keinen vergleichbaren Fall", sagte die Tierärztin mit Blick auf die Attacke in der Nacht zum Mittwoch. Es habe auch kein Hund eingeschläfert werden müssen.

Verwendete Quellen:
  • dpa

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