t-online - Nachrichten für Deutschland
t-online - Nachrichten für Deutschland
Such IconE-Mail IconMenü Icon



HomePanoramaMenschen

Nach Tragödie in Hannover: Kampfhund soll noch eine Chance bekommen


Nach der Kampfhundattacke in Hannover
Hund Chico bekommt noch eine Chance

dpa, sth

Aktualisiert am 10.04.2018Lesedauer: 2 Min.
Hundeattacke in HannoverVergrößern des BildesChico soll von seinen Besitzern in einem Metallkäfig gehalten worden sein. (Quelle: Holger Hollemann/dpa-bilder)
Auf WhatsApp teilen

Hund Chico hat zwei Menschen

Ein geheimnisvoller Einbruch im Tierheim und eine Petition könnten Kampfhund Chico das Leben retten. Durch sie wurden viele Menschen in Deutschland auf die Situation des Hundes aufmerksam. Nachdem zahlreiche Medien über die Kampfhundattacke berichteten, heißt es in dem Internet-Aufruf: "Bitte lasst Chico leben! Er hatte nie ein gutes Hundeleben!"

Warum bekommt Chico noch eine Chance?

Am Sonntag teilte die Stadt Hannover mit: Das Tierheim, in dem Chico derzeit untergebracht ist, habe vorgeschlagen, den Hund in einer speziell gesicherten besonderen Einrichtung für auffällig gewordene Tiere unterzubringen.

Ursprünglich wollte die Stadt den Hund einschläfern. Die spezielle Einrichtung befinde sich außerhalb Niedersachsens. Ob diese Alternative gewährleisten kann, dass der American Staffordshire Terrier keinem Menschen mehr Schaden zufügt, werde geprüft.

Mit dem Tierheim solle erörtert werden, wie es mit Chico weitergeht, erklärte Stadtsprecher Udo Möller. Der Hund bleibe bis zu einer Entscheidung im Tierheim.

Der Hund biss seine Besitzer tot

Chico hatte am vergangenen Dienstag seine 52 Jahre alte Besitzerin und deren 27 Jahre alten Sohn totgebissen. Die Stadt Hannover räumte am Freitag ein, dass der Hund den Behörden bereits 2011 aufgefallen sei. Eine angeordnete Begutachtung sei damals unterblieben.

Das könnte für Mitarbeiter der Stadt nun personelle und strafrechtliche Konsequenzen haben. Das kündigte Ordnungsdezernent Axel von der Ohe am Montag an.

Behörde hat Hinweise erhalten – aber nicht gehandelt

Dabei geht es um Versäumnisse beim Veterinäramt: Bereits im Jahr 2011 habe die Behörde durch das Amtsgericht Hinweise erhalten – sowohl auf eine gesteigerte Aggressivität des Hundes wie auf eine mangelnde Eignung des Halters.

Dieser Halter sei einer angeordneten Begutachtung aber nicht nachgekommen. Dass ihm der Hund darauf nicht entzogen wurde und die Veterinärbehörde die Sache auf sich beruhen ließ, ist nach den Angaben des Ordnungsdezernenten ein gravierender Mangel.

Der Sachverhalt werde nun der Staatsanwaltschaft vorgelegt und arbeitsrechtliche Schritte würden geprüft, so von der Ohe.

Verwendete Quellen
  • dpa
  • Mitteilung der Stadt Hannover
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingAnzeigen

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...



TelekomCo2 Neutrale Website