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Großbritannien: Tiktok-Challenge kostet Neunjährigen fast das Leben

Magnete verschluckt  

Tiktok-Challenge kostet Neunjährigen fast das Leben

15.09.2021, 13:25 Uhr | lw, t-online

Großbritannien: Tiktok-Challenge kostet Neunjährigen fast das Leben . Kleine Magnetkugeln: Magnete dieser Art haben einen Jungen fast das Leben gekostet. (Symbolbild) (Quelle: imago images/YAY Images)

Kleine Magnetkugeln: Magnete dieser Art haben einen Jungen fast das Leben gekostet. (Symbolbild) (Quelle: YAY Images/imago images)

Aus Spaß wurde ganz schnell Ernst: In Großbritannien hat sich ein Junge für ein Tiktok-Video Magnetkugeln in den Mund gesteckt. Wenig später musste er notoperiert werden – und kam gerade so mit seinem Leben davon.

Eine Tiktok-Challenge hat einen neunjährigen Briten fast das Leben gekostet: Der Junge hatte kleine Magnete verschluckt und landete wenig später mit starken Bauschmerzen und Erbrechen im Krankenhaus. Dies berichtete die britische Tageszeitung "Daily Mail". Demnach habe das Kind zunächst nicht erzählt, dass es kleine Magnete geschluckt hatte. Der Neunjährige habe jedoch über so starke Schmerzen geklagt, dass er in eine Klinik eingeliefert werden musste. Bei der Ultraschalluntersuchung hätten die Ärzte herausgefunden, dass etwas den Darm blockiere. Daraufhin habe der Junge zugegeben, die Magnete verschluckt zu haben.

Das Unglück nahm seinen Lauf: Einen Tag später musste das Kind dem Bericht zufolge notoperiert werden. Die Mutter habe in der Zeit um das Leben ihres Sohnes bangen müssen, da die Magnete Teile der Darmwand zusammengeklebt hätten. Der Zeitung sagte sie: "Der Schaden der Magneten hätte so extrem sein können, dass er möglicherweise nicht durchkommt."

Magnete sollen Piercings imitieren

Der Junge hatte demnach für eine Tiktok-Challenge mehrere kleine Magnetkugeln geschluckt. Die genaue Aufgabe war nicht bekannt, jedoch kursieren in sozialen Medien derzeit offenbar Videos von Teenagern, die sich die Kugeln in den Mund stecken, um Zungen- und Lippenpiercings zu imitieren.

Bei der Notoperation wurden dem Jungen laut "Daily Mail" der Blind- und Dünndarm sowie 30 Zentimeter seines Dickdarms entfernt. "Alles wegen der albernen Magnete", sagte die Mutter der Zeitung. Fünf Tage nach der Operation habe der Junge demnach immer noch nur Flüssigkeiten zu sich nehmen können. Zudem könne er noch nicht ohne Hilfe gehen und er sei "nicht mehr der Junge, der er vor einer Woche war", sagte die Mutter.

"Jack hat Glück, noch am Leben zu sein"

Die Chirurgen würden mit allen Mitteln dafür kämpfen, dass die gefährlichen Magnete verboten werden. "Jack hat Glück, noch am Leben zu sein, aber wenn seine Erfahrung andere Kinder davon abhalten kann, dasselbe zu ertragen, werde ich alles tun, um die Nachricht öffentlich zu machen", sagte die Mutter. Es gebe Videos in sozialen Netzwerken, die Kinder dazu ermutigten, Tricks mit Magnetkugeln zu machen. Was in den Videos nicht zur Sprache komme, sei der Fakt, dass die winzigen Magnete tödlich sein könnten.

Jack ist offenbar nicht das erste Kind, das der Tiktok-Challenge zum Opfer gefallen ist. Die britische Gesundheitsbehörde habe Anfang dieses Jahres davor gewarnt, die Magnete in den Mund zu nehmen. Im Mai sei ein elfjähriger Junge mit Magenschmerzen ins Krankenhaus eingeliefert worden, wenig später hätten die Chirurgen die Magnetkugeln in seinem Darm gefunden. Ein Mediziner forderte in der Zeitung, die Magnete, die für Kinder faszinierend seien, nicht mehr zum Verkauf anzubieten. 

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