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Drosten: Gut durch die Corona-Pandemie gekommen


Lockdown-Jahrestag
Drosten: Gut durch die Corona-Pandemie gekommen

Von dpa
22.03.2024Lesedauer: 2 Min.
Christian DrostenVergr├Â├čern des BildesDer Virologe Christian Drosten w├╝nscht sich eine gesellschaftliche Aufarbeitung der Corona-Politik. (Quelle: Jens Kalaene/dpa/dpa-bilder)
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Am 22. M├Ąrz 2020 begann der erste harte Lockdown in der Corona-Pandemie. Vier Jahre sp├Ąter blickt Virologe Christian Drosten positiv auf die deutsche Reaktion zur├╝ck.

Vier Jahre nach Beginn des ersten Corona-Lockdowns in Deutschland hat der Virologe Christian Drosten eine insgesamt positive Bilanz der deutschen Krisenstrategie gezogen. "Aus medizinischer Sicht sind wir gut durch die Pandemie gekommen", sagte er im Deutschlandfunk.

Verglichen mit anderen gro├čen europ├Ąischen Industriel├Ąndern habe Deutschland die Pandemie gut ├╝berstanden - auch wenn es h├Ątte besser laufen k├Ânnen.

Am 22. M├Ąrz 2020 war der erste Corona-Lockdown in Deutschland in Kraft getreten. Die Folge waren weitreichende Kontaktbeschr├Ąnkungen. Das ├Âffentliche Leben kam weitgehend zum Erliegen. Die Ma├čnahmen sollten dabei helfen, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen.

Nutzen wissenschaftlich bewiesen

Die deutsche Reaktion auf die erste Welle sei international gelobt worden - sie habe als deutsches Wunder gegolten, sagt Drosten. Es sei mit "relativ milden Bek├Ąmpfungsma├čnahmen" gelungen, dass es in der ersten Welle nur eine sehr niedrige Zahl von Todesf├Ąllen gegeben habe.

Es sei wissenschaftlich erwiesen, dass Versammlungs- und Ausgangsbeschr├Ąnkungen, Homeoffice-Regelungen, Schulschlie├čungen, Maskengebote sowie die Testpflichten und Kontaktverfolgung erfolgreich gewesen seien. Schlechte Evidenz gebe es bei der Schlie├čung von Gesch├Ąften. Auch der Erfolg der Hygienekonzepte seien aus Sicht der Wissenschaft bisher nicht gekl├Ąrt. "Die Evidenz ist manchmal auch deswegen wackelig, weil die Studien dazu nicht gut genug angelegt waren", sagt Drosten.

Gesellschaftliche statt politische Aufarbeitung

Am Mittwoch hatte die FDP erneut auf eine Aufarbeitung der Corona-Politik in einer Kommission des Bundestages gedr├Ąngt. In einem Schreiben an die Fraktionsf├╝hrungen von SPD und Gr├╝nen bitten FDP-Gesundheitsexperte Andrew Ullmann und FDP-Bundesvize Wolfgang Kubicki, in Gespr├Ąche ├╝ber die Einsetzung einer Enquete-Kommission einzutreten. Davon h├Ąlt Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) nicht viel: "Eine Enquete Kommission ist typischerweise eine sehr politisch aufgeladene Angelegenheit", sagte er im ZDF-"Morgenmagazin". Man w├╝rde dort politisch agieren und weniger wissenschaftlich bearbeiten.

Drosten w├╝rde sich einen gesellschaftlichen Aufarbeitungsprozess anstatt einer Enquete w├╝nschen. "Eine politische Kommission w├╝rde eher dazu f├╝hren, dass bestimmte Kr├Ąfte da eine B├╝hne bekommen, die gar nicht im Zentrum der Diskussion stehen sollte", sagte der Virologe im Deutschlandfunk.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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