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US-Wahlsystem 2012 einfach erklärt: so funktioniert das Wahlsystem

Zahlen und Fakten zur US-Wahl

27.09.2012, 10:01 Uhr | dpa

US-Wahlsystem 2012 einfach erklärt: so funktioniert  das Wahlsystem  .  (Quelle: dpa)

(Quelle: dpa)

Die Amerikaner entscheiden im November, wer für die kommenden vier Jahre als Präsident ins Weiße Haus einzieht. Fakten zur US-Wahl 2012:

Termin und Datum

Wahltag ist traditionell der erste Dienstag nach dem 1. November - diesmal der 6. November.

Wer wählen darf

Jeder US-Staatsbürger, der mindestens 18 Jahre alt und nicht vorbestraft ist, kann wählen. Alle, die an der Wahl teilnehmen wollen, müssen sich rechtzeitig registrieren lassen. Wahlbenachrichtigungen wie in Deutschland sind nicht möglich, da es in den USA keine Einwohnermeldeämter gibt. Auch US-Bürger, die im Ausland leben, können ihre Stimme abgeben - es sind rund 6 Millionen.

So funktioniert das Wahlsystem

Das Volk entscheidet nur indirekt über den Präsidenten. Am 6. November werden zunächst 538 Wahlmänner bestimmt, das sind Delegierte aus den 50 Bundesstaaten und dem "District of Columbia" mit der Bundeshauptstadt Washington. Die Mitglieder dieses "Electoral College" geben dann ihr Votum für das Präsidentenamt und das Amt des Vizepräsidenten ab. Sie richten sich dabei nach der Entscheidung der Wähler in ihrem Bundesstaat.

So lief die Wahl 2008

Bei der Wahl am 4. November gewann der damalige demokratische Senator von Illinois, Barack Obama, rund 53 Prozent der Stimmen, sein republikanischer Konkurrent John McCain kam auf 46 Prozent. Damit konnte Obama 365 Wahlmänner-Stimmen erringen, McCain nur 173. Über 130 Millionen Amerikaner gingen wählen, was einer Beteiligung von mehr als 61 Prozent entspricht. Der Rekord wurde 1960 erzielt, als bei der Wahl John F. Kennedys fast 64 Prozent der Wahlberechtigten abstimmten.

Beginn der Amtszeit

Am 17. Dezember kommen die Wahlmänner und -frauen in ihrem Bundesstaat zusammen und geben ihre Stimmen ab. Die Stimmzettel werden an den Präsidenten des Senats in Washington geschickt, der sie am 6. Januar in einer gemeinsamen Sitzung von Senat und Repräsentantenhaus auszählt und das Endergebnis verkündet. Mindestens 270 Stimmen - eine mehr als die Hälfte der 538 Wahlmänner - sind nötig, um Präsident zu werden. Der neue Präsident legt seinen Amtseid am 20. Januar ab.

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