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"Wettlauf gegen die Zeit": US-Agenten fahnden nach Janukowitsch-Milliarden

"Wettlauf gegen die Zeit"  

US-Agenten fahnden nach Janukowitsch-Milliarden

04.05.2014, 18:59 Uhr | t-online.de

"Wettlauf gegen die Zeit": US-Agenten fahnden nach Janukowitsch-Milliarden. Geflohen mit vielen Milliarden: der ukrainische Ex-Machthaber Viktor Janukowitsch (Quelle: dpa)

Geflohen mit vielen Milliarden: der ukrainische Ex-Machthaber Viktor Janukowitsch (Quelle: dpa)

Es geht um Geld, Mafiosi und Rebellen: Die ukrainische Übergangsregierung in Kiew wird einem Zeitungsbericht zufolge von Dutzenden Spezialisten des US-Geheimdienstes CIA und der US-Bundespolizei FBI beraten.

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So sollen die Beamten im Auftrag der US-Regierung dabei helfen, die Rebellion im Osten des Landes zu beenden und eine funktionsfähige Sicherheitsstruktur aufzubauen, berichtet die Zeitung "Bild am Sonntag". Sie beruft sich auf deutsche Sicherheitskreise. Die Agenten seien aber nicht direkt an den Kämpfen mit den pro-russischen Milizen in der Ost-Ukraine beteiligt. Ihre Tätigkeit beschränke sich auf die Hauptstadt Kiew.

"Wettlauf gegen die Zeit"

Das FBI berät die Übergangsregierung zudem dabei, die organisierte Kriminalität im Lande zu bekämpfen. Unter ihnen ist auch ein Team von Experten, das darauf spezialisiert ist, versickerte Milliarden wieder ans Licht zu bringen. Das berichtet das Wall Street Journal.

Die Beamten sollen den ukrainischen Behörden helfen, das Geld wieder aufzuspüren, das aus der Staatskasse in die Taschen von Ex-Präsident Viktor Janukowitsch und seinen Getreuen gewandert ist.

"In solchen Situationen ist man wirklich in einem Rennen mit der Zeit, bevor die Beweise zerstört sind, bevor Vermögen verschwindet, und man muss so schnell wie möglich Leute vor Ort haben", sagt David O'Neil vom US-Justizministerium dem Blatt.

Janukowitsch soll 100 Milliarden unterschlagen haben

Mit einem mafiaähnlichen System habe Janukowitsch den ukrainischen Staat um bis zu 100 Milliarden Dollar betrogen, sagte der Generalstaatsanwalt der Ukraine, Oleg Machnitski. Allein 32 Milliarden Dollar hätten Janukowitsch und seine Helfer in Lastwagen über die Grenze geschafft.

Die Analysten sind offenbar schon seit Wochen auf der Suche nach Bankkonten, Häusern und Luxuswagen der alten Führung. In einem Teich auf dem Grundstück einer Janukowitsch-Villa sollen sie schon auf sehr interessante Dokumente gestoßen sein.

Die FBI-Leute zeigen den örtlichen Beamten, wie man geschredderte Papiere wieder zusammenfügt und internationale Finanzströme nachvollzieht.

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