Sie sind hier: Home > Panorama > Wissen > Geschichte >

Wiedervereinigung: Brachte die Einheit Vorteile? So denken die Deutschen

Exklusive Umfrage  

So viele Deutsche sind unglücklich mit der Einheit

03.10.2020, 13:30 Uhr
Wiedervereinigung: Brachte die Einheit Vorteile? So denken die Deutschen . DDR-Grenzsoldaten am Brandenburger Tor 1989: Der überwiegende Teil der Deutschen befürwortet laut Umfrage die Einheit. (Quelle: ullstein bild/imageBROKER)

DDR-Grenzsoldaten am Brandenburger Tor 1989: Der überwiegende Teil der Deutschen befürwortet laut Umfrage die Einheit. (Quelle: imageBROKER/ullstein bild)

Seit 30 Jahren gibt es das geeinte Deutschland. Zufriedenheit herrscht darüber vielerorts, allerdings nicht überall. Vor allem in einem Landesteil sehen manche Menschen Nachteile.

Am 3. Oktober 1990 war die DDR Geschichte, Deutschland vereinigte sich wieder. "Für die Westdeutschen änderte sich 1990 so gut wie gar nichts, für die Ostdeutschen veränderte die Einheit alles", resümiert der DDR-Experte Klaus Schroeder im t-online-Interview. Wie aber urteilen die Bundesbürger zum 30. Jahrestag der deutschen Wiedervereinigung über die tatsächlichen Verdienste der Einheit?

Im Auftrag von t-online hat das Meinungsforschungsinstitut Civey die Deutschen gefragt: "Inwiefern stimmen Sie der Aussage zu: "Ost- und Westdeutschland würde es heutzutage besser gehen, wenn es die Wiedervereinigung nicht gegeben hätte."

Immerhin fast jeder fünfte Deutsche (19,1 Prozent) ist der Meinung, dass es Ost und West ohne die Einheit besser gehen würde. 70,4 Prozent glauben demnach, dass die Wiedervereinigung Ost- und Westdeutschland Verbesserungen gebracht hat. 10,5 Prozent sind in der Frage unentschieden.

Interessant ist auch die Auswertung nach Landesteilen. Die Westdeutschen sind nämlich deutlich skeptischer: Dass die Einheit keine Verbesserungen gebracht hat, denken 12,6 Prozent der Menschen im Osten, während 20,9 Prozent im Westen dieser Meinung sind. Demgegenüber sehen im Osten Deutschlands 78 Prozent Verbesserungen durch die Einheit, im Westen sind es 68,3 Prozent. 

Bei den Anhängern der politischen Parteien gibt es nur geringe Differenzen in Beantwortung der Frage. 71,3 Prozent der Unions-Anhänger glauben an die Vorteile der Einheit, bei der SPD sind es 78,7 Prozent.

Nur die Anhänger der AfD weichen in ihrer Meinung deutlich ab. Dort glauben nur 53,6 Prozent, dass die Einheit Ost- und Westdeutschland Verbesserungen brachte. 33,7 Prozent stimmen dagegen der Aussage zu, dass die Wiedervereinigung keine Vorteile brachte.

In die Umfrage flossen die Antworten von 5.001 bevölkerungsrepräsentativ ausgewählten Personen ein, die vom 11. bis 14. September 2020 gefragt wurden: "Inwiefern stimmen Sie der Aussage zu: "Ost- und Westdeutschland würde es heutzutage besser gehen, wenn es die Wiedervereinigung nicht gegeben hätte?" Das Ergebnis ist repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren, der statistische Fehler der Gesamtergebnisse beträgt 2,5 Prozentpunkte. Zusätzliche Informationen zur Methodik finden Sie auf Civey.com und imCivey-Whitepaper​.

Verwendete Quellen:
  • Exklusive Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey für t-online.de

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Ulla Popkentchibo.deOTTOmyToysbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz

shopping-portal