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Für E.T. ein Licht anlassen?: Lasersignale an Außerirdische möglich

Für E.T. ein Licht anlassen?  

Lasersignale an Außerirdische möglich

11.11.2018, 11:14 Uhr | dpa

Für E.T. ein Licht anlassen?: Lasersignale an Außerirdische möglich. Eine undatierte grafische Darstellung zeigt einen gebündelten Laserstrahl, der von der Erde aus weit in den Weltraum reicht.

Eine undatierte grafische Darstellung zeigt einen gebündelten Laserstrahl, der von der Erde aus weit in den Weltraum reicht. Foto: MIT News/dpa. (Quelle: dpa)

Cambridge (dpa) - Mit heute existierender Lasertechnik kann die Menschheit sich bei möglichen anderen Zivilisationen im All bemerkbar machen.

Das zeigt eine Machbarkeitsstudie des Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Cambridge. "Es wäre ein herausforderndes Projekt, aber kein unmögliches", betonte Studienautor James Clark in einer Mitteilung zu der Arbeit, die im Fachblatt "The Astrophysical Journal" veröffentlicht ist. Ob es eine gute Idee ist, Aliens anzulocken, lässt der Student dabei offen.

Clark hatte untersucht, ob sich mit heute existierender Technologie die Sonne so weit überstrahlen lässt, dass eine ferne Zivilisation auf ein künstliches Leuchtsignal aufmerksam werden könnte. Tatsächlich wäre dies möglich, wie Clark berechnet hat. Ein zwei Megawatt starker Infrarotlaser, der durch ein 30 Meter großes Teleskop scharf gebündelt ins All leuchtet, würde sich demnach deutlich von der Sonne abheben. In der damit beleuchteten Region und bei der benutzten Licht-Wellenlänge wäre das Signal sogar noch in bis zu 20.000 Lichtjahren Entfernung nachzuweisen, erläutert der Autor - das sind rund 80 Prozent der Strecke bis zum Zentrum der Milchstraße.

Der Laser muss sehr stark sein und das Teleskop sehr groß, aber beides liegt im Rahmen der verfügbaren Technologie. So baut die Europäische Südsternwarte Eso in den chilenischen Anden derzeit ein Teleskop mit 39 Metern Durchmesser für astronomische Beobachtungen. Und die US-Luftwaffe hat bereits einen Megawatt-Laser entwickelt, der dazu dienen sollte, feindliche Raketen vom Himmel zu schießen, inzwischen aber stillgelegt ist. Zum Vergleich: Laserpointer sind üblicherweise rund eine Million Mal schwächer. Satelliten im Erdorbit müssten sich vor dem gebündelten Laserstrahl hüten, um keine Schäden zu riskieren.

Sollte eine fremde Zivilisation durch das Laserlicht auf die Erde aufmerksam werden, könnte die Technik sogar zur Kommunikation benutzt werden, betont Clark. Per Laserstrahl ließen sich Botschaften mit einigen Dutzend Zeichen pro Sekunde Lichtjahre weit ins All übertragen. Je nach Entfernung der anderen Zivilisation würde die Unterhaltung allerdings langwierig. Selbst wenn wir direkt beim nächsten Nachbarstern der Sonne, Proxima Centauri, auf eine kommunikationswillige Zivilisation stoßen sollten, würde jede Antwort von dort erst nach acht Jahren eintreffen. Proxima Centauri ist rund vier Lichtjahre entfernt. Bei einer 500 Lichtjahre entfernten Zivilisation käme eine Antwort erst nach 1000 Jahren - falls dann noch jemand zuhört.

"Grundsätzlich war das eine Machbarkeitsstudie", betonte Clark. "Ob es eine gute Idee ist oder nicht, ist Diskussionsstoff für künftige Arbeiten." Tatsächlich hatten zwei andere US-Forscher vor zwei Jahren vorgeschlagen, die Erde mit Hilfe von Lasertechnik vor neugierigen Aliens zu verbergen.

David Kipping und Alex Teachey von der Columbia-Universität in New York gingen davon aus, dass extraterrestrische Astronomen nach fernen Planeten auf ähnliche Weise fahnden wie irdische Forscher: Sie spähen nach der leichten Verdunklung eines Sterns, die entsteht, wenn einer seiner Planeten vor ihm vorbeizieht. Der Planet schattet dann vorübergehend einen kleinen Teil des Sterns ab. Genau diese Abschattung ließe sich Kipping und Teachey zufolge mit einem maßgeschneiderten Laser ausgleichen und auf diese Weise die Existenz der Erde verschleiern.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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