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Weltgr├Â├čtes Meeresschutzgebiet am S├╝dpol scheitert erneut

Von dpa
Aktualisiert am 29.10.2021Lesedauer: 2 Min.
Wegen des Widerstands von zwei L├Ąndern wurde bei der Konferenz der Antarktis-Kommission wieder kein Durchbruch erzielt.
Wegen des Widerstands von zwei L├Ąndern wurde bei der Konferenz der Antarktis-Kommission wieder kein Durchbruch erzielt. (Quelle: Liu Shiping/XinHua/dpa./dpa)
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Hobart (dpa) - Die von Umweltexperten dringend geforderte Einrichtung des gr├Â├čten Meeresschutzgebiets der Erde in der Antarktis wird um mindestens ein weiteres Jahr verschoben.

Bei der 40. Konferenz der Antarktis-Kommission CCAMLR im australischen Hobart gelang wegen des Widerstands von Russland und China wieder kein Durchbruch - wie bereits seit f├╝nf Jahren. "Die Kommission soll Meeresschutzgebiete in der Antarktis schaffen, l├Ąsst sich aber Jahr f├╝r Jahr von einzelnen Bremserstaaten vorf├╝hren", sagte Greenpeace-Meeresbiologin Sandra Sch├Âttner der Deutschen Presse-Agentur.

China und Russland s├Ąhen in schmelzenden Polkappen lediglich gr├Â├čere Fischgr├╝nde und M├Âglichkeiten f├╝r industrielle Ausbeutung, kritisierte die Expertin. "Klimakrise und Artensterben ignorieren sie v├Âllig." Die Meere spielten eine zentrale Rolle bei der Regulierung des Klimas, w├╝rden aber zunehmend selbst zum Opfer der Klimakrise. "Sie brauchen dringend Schutz, um auch weiterhin der Erderw├Ąrmung entgegenwirken zu k├Ânnen, erkl├Ąrte Sch├Âttner.

W├Ąre gr├Â├čte Schutzma├čnahme der Geschichte

Konkret geht es darum, ein vier Millionen Quadratkilometer gro├čes Gebiet in der Ostantarktis, der Antarktischen Halbinsel und im artenreichen Weddellmeer unter Schutz zu stellen. Es w├Ąre die gr├Â├čte Meeresschutzma├čnahme der Geschichte.

Die Bundesregierung und viele weitere Staaten setzen sich seit Jahren f├╝r das Schutzgebiet ein. China und Russland haben den Vorschlag aber bisher erfolgreich blockiert. Dabei hinterl├Ąsst die Klimakrise bereits heute deutliche Spuren in den fragilen polaren ├ľkosystemen.

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Ein Schutzgebiet k├Ânnte unter anderem zum Erhalt einer funktionierenden Biodiversit├Ąt beitragen. Diese ist die Voraussetzung daf├╝r, dass das S├╝dpolarmeer als Kohlenstoffsenke den Planeten weiterhin k├╝hlen und einen erheblichen Anteil Kohlendioxid (CO2) aus der Atmosph├Ąre aufnehmen kann.

"Verpasste Gelegenheit"

"Wir sind sehr entt├Ąuscht, dass wir erneut Zeuge dieser verpassten Gelegenheit geworden sind", sagte Claire Christian, Gesch├Ąftsf├╝hrerin der Antarctic and Southern Ocean Coalition (ASOC). Der Planet und die kostbaren marinen Lebensr├Ąume der Antarktis k├Ânnten sich kein weiteres Jahr der Unt├Ątigkeit leisten. Die neue Bundesregierung m├╝sse sich im kommenden Jahr massiv f├╝r das Projekt einsetzen, forderte der Gesch├Ąftsf├╝hrer der Deutschen Umwelthilfe, Sascha M├╝ller-Kraenner.

Allein das antarktische Weddellmeer ist sechs Mal so gro├č wie Deutschland und Habitat und R├╝ckzugsgebiet vieler Arten, die sich auf einen eisigen Lebensraum spezialisiert haben - so etwa Seehechte, Krill und Kaiserpinguine. Seit dem Jahr 2016 wird seine Ausweisung als Schutzgebiet regelm├Ą├čig beantragt. Die wissenschaftlichen Grundlagen daf├╝r hat das Alfred-Wegener-Institut (AWI), das die Polarforschung in Deutschland koordiniert, zusammengetragen.

Eine Schutzma├čnahme wurde verl├Ąngert

Die CCAMLR-Mitglieder einigten sich immerhin darauf, die Schutzma├čnahme, die die vorl├Ąufigen Fangmengen von Krill reguliert, zu verl├Ąngern. "Aus neueren wissenschaftlichen Erkenntnissen wissen wir jedoch, dass diese Ma├čnahme allein nicht ausreicht, um eine ├╝berm├Ą├čig konzentrierte Fischerei rund um die Antarktische Halbinsel zu verhindern", betonte Andrea Kavanagh, die f├╝r The Pew Charitable Trusts den Schutz der Antarktis und des S├╝dpolarmeeres leitet.

Die Antarktis ist internationales Gebiet. Zahlreiche L├Ąnder unterhalten dort einige Dutzend Forschungsstationen.

Das "├ťbereinkommen ├╝ber die Erhaltung der lebenden Meeressch├Ątze der Antarktis" (CCAMLR) wurde 1980 ins Leben gerufen. Der Kommission geh├Âren 25 Mitgliedstaaten und die EU an. Alle Entscheidungen m├╝ssen einstimmig getroffen werden.

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