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Biontech/Pfizer produzieren an Omikron angepassten Impfstoff

Von dpa
Aktualisiert am 11.01.2022Lesedauer: 2 Min.
"Wir erwarten, dass auch im Jahr 2022 eine starke Nachfrage nach unserem Impfstoff besteht": Biontech-Chef Ugur Sahin.
"Wir erwarten, dass auch im Jahr 2022 eine starke Nachfrage nach unserem Impfstoff besteht": Biontech-Chef Ugur Sahin. (Quelle: Kay Nietfeld/dpa./dpa)
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Mainz (dpa) - Das Mainzer Pharmaunternehmen Biontech und sein US-Partner Pfizer haben mit der Produktion eines an die Omikron-Variante angepassten Corona-Impfstoffs fĂŒr eine spĂ€tere kommerzielle Nutzung begonnen.

Das teilte Biontech-Chef Ugur Sahin am Dienstag auf einer Gesundheitskonferenz der US-Bank J.P. Morgan mit. Ende Januar werde eine klinische Studie zu dem Impfstoff beginnen. "Wir gehen davon aus, dass wir bis MĂ€rz fĂŒr eine Belieferung des Marktes bereit sind, wenn die behördlichen Genehmigungen vorliegen."

Die EuropĂ€ische Arzneimittelbehörde (EMA) hat bislang noch nicht erklĂ€rt, ob sie einen an Omikron angepassten Impfstoff mit einer anderen Zusammensetzung als bei dem derzeit verwendeten Vakzin fĂŒr notwendig hĂ€lt.

Pfizer-Konzernchef Albert Bourla sagte dem US-Sender CNBC am Montag (Ortszeit) ebenfalls, das Unternehmen habe auf eigenes Risiko mit der Produktoin des angepassten Impfstoffs begonnen. Er wisse nicht, ob das Mittel gebraucht werde oder wie es verwendet werde. "Aber wir werden bereit sein", sagte Bourla. Ein Sprecher des Unternehmens erklÀrte am Dienstag, man erwarte bis Ende MÀrz oder Anfang April etwa 50 Millionen bis 100 Millionen Dosen des neuen Impfstoffs vorproduziert zu haben.

Die derzeit verwendeten Coronavirus-Impfstoffe verschiedener Hersteller wurden ursprĂŒnglich gegen den sogenannten Wildtyp von Sars-CoV-2 entwickelt, der Ende 2019 zuerst in China entdeckt worden war. WĂ€hrend die seit dem Jahreswechsel 2020/2021 eingesetzten Mittel aber auch gegen spĂ€ter virulente Mutanten wie Alpha oder Delta ihre Wirkung zeigten, könnte es bei Omikron anders aussehen.

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FĂŒr das Jahr 2022 gehen Biontech und Pfizer von einer ProduktionskapazitĂ€t von bis zu vier Milliarden Impfstoff-Dosen weltweit aus. "Wir erwarten, dass auch im Jahr 2022 eine starke Nachfrage nach unserem Impfstoff besteht", sagte Sahin in seinem Online-Auftritt.

Aktuell sei die Pandemie-Situation weiter unklar und so sei nicht vorhersehbar, welche Virusvariante als nÀchste auftauche. "Es ist aber sehr wahrscheinlich, dass ein Omikron-Impfstoff auch die Immunreaktionen gegen alle existierenden Varianten verstÀrkt", sagte Sahin.

Nach EinschĂ€tzung von Biontech ist es noch ein weiter Weg von der pandemischen zur einer endemischen Entwicklung, also zu einer weniger gravierenden Lage als derzeit. Sichere Vorhersagen seien nicht möglich, erklĂ€rte Sahin. So habe das Coronavirus aufgrund seiner Verbreitung in der ganzen Welt ein riesiges Reservoir fĂŒr neue Varianten, die sich schnell ausbreiten könnten.

Im vergangenen Jahr haben Biontech und Pfizer den Angaben zufolge weltweit rund drei Milliarden Impfstoff-Dosen hergestellt. Der Marktanteil wurde fĂŒr Dezember 2021 auf 80 Prozent in Europa und 74 Prozent in den USA geschĂ€tzt. FĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2022 schĂ€tzt Biontech den Umsatz allein durch den Corona-Impfstoff auf 13 bis 17 Milliarden Euro, fĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2021 auf 16 bis 17 Milliarden. Diese Summe entspricht der Anfang November vorgelegten Umsatzprognose fĂŒr 2021. Die Zahlen fĂŒr das vierte Quartal liegen noch nicht vor.

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