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Bayerische Forscher finden neue Hinweise zum Aussterben der Dinos

Von dpa
Aktualisiert am 13.06.2022Lesedauer: 2 Min.
Experten des Landesamt für Umwelt am Fundort: Eine weiß-beige Schicht aus Asteroidenstaub gibt neue Hinweise auf den Einschlag.
Experten des Landesamt für Umwelt am Fundort: Eine weiß-beige Schicht aus Asteroidenstaub gibt neue Hinweise auf den Einschlag. (Quelle: Ulricht Teipel/Lfu/dpa)
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Was hat das Massensterben der Dinosaurier ausgelöst? Eine anerkannte Theorie geht von einem Asteroideneinschlag aus. In Bayern wurden dafür nun neue Belege entdeckt.

An einem schwer zugänglichen Ort im Berchtesgadener Land sind Forscher den Hintergründen des Aussterbens der Dinosaurier und anderer Tierarten weiter auf die Spur gekommen.

Ein gewaltiger Asteroideneinschlag sowie heftige Vulkanausbrüche hatten vor rund 66 Millionen Jahren zum Auslöschen von 75 Prozent des Lebens auf der Erde und damit auch der Dinosaurier geführt. Staub und Asche verdunkelten die Sonne, monatelang herrschte Nacht auf dem Planeten, eine jahrelange Kaltzeit folgte.

In einer fast senkrechten Steilwand im Wasserfallgraben des Lattengebirges entdeckten die Geologen des Landesamts für Umwelt (LfU) in 1.240 Metern Höhe nun versteinerte Spuren der Katastrophen: eine winzige, weiß-beige Ablagerungsschicht mit Asteroidenstaub und darüber dünne Lagen mit vulkanischem Staub. Der Fund könne ein wichtiges Kapitel in den Geschichtsbüchern darstellen, sagte Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler). "Im Alpenraum wird die Geschichte der Dinos und unserer Erde um eine spannende Facette reicher."

Asteroideneinschlag mit dramatischen Folgen

Denn die versteinerten Spuren lassen auf einen dramatischen Zusammenhang schließen, wie Roland Eichhorn, Leiter des Geologischen Dienstes im LfU, sagt. Der Asteroideneinschlag im heutigen Mexiko könnte so stark gewesen sein, dass nicht nur Staub kilometerhoch in die Atmosphäre wirbelte, sondern Druckwellen quer durch den Erdball liefen – und den Vulkanismus genau auf der anderen Seite des Erdballs im heutigen Indien befeuerten.

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Diese Hypothese werde nun gestützt, weil der Asteroidenstaub mit Spuren des Weltall-Edelmetalls Iridium unter der Schicht von Vulkanstaub mit Quecksilber und Tellur lag, sagte Eichhorn. Dank neuer Untersuchungsmethoden ließen sich detaillierte Aussagen zur Abfolge der Ereignisse treffen. Es sei der erste Fund beider Schichten übereinander in Deutschland.

Bereits 2015 begannen Wissenschaftler des LfU, an der Stelle im Lattengebirge nach dieser Gesteinsformation zu suchen. Zu Beginn der 1960er-Jahre war dort anhand von Mikrofossilien eine durchgehende Gesteinsabfolge für die Zeit des Asteroideneinschlags vor 66 Millionen Jahren nachgewiesen worden. Zudem entdeckte man in den Kalk- und Mergelsteinen eine auffällig weiß-beige Schicht, die den Beginn des Massensterbens markierte.

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