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Chinesische Astronauten starten erstmals zu neuer Raumstation "Tiangong"

Start in Wüste Gobi  

Chinesische Astronauten starten zu neuer Raumstation

17.06.2021, 08:49 Uhr | dpa

China schickt erstmals Astronauten zu neuer Raumstation

Drei chinesische Astronauten sollen drei Monate auf "Tiangong" verbringen. Der Bau des ständigen Außenpostens im All geht schnell voran. 2022 soll er fertig werden. (Quelle: Reuters)

Geglückter Start ins All: China schickt erstmals Astronauten zu neuer Raumstation. (Quelle: Reuters)


Es ist vermutlich der Flug ihres Lebens: Drei Astronauten sind unterwegs zu Chinas eigener Raumstation. Es ist für das Land die erste bemannte Mission seit Jahren.

Drei chinesische Astronauten haben sich auf den Weg zu Chinas Raumstation gemacht. Ein Raumschiff mit den Astronauten Nie Haisheng, Liu Boming und Tang Hongbo an Bord hob am Donnerstagmorgen vom Raumfahrtbahnhof Jiuquan in der Wüste Gobi ab. Die Reise ist die erste bemannte chinesische Raumfahrtmission seit fünf Jahren. Die Raumstation befindet sich noch im Bau.

Das chinesische Staatsfernsehen zeigte Livebilder vom Start und vom Raumschiff, als es etwa 15 Minuten später in der Erdumlaufbahn seine Sonnenflügel ausklappte. Die Astronauten öffneten ihre Helmvisiere und winkten in die Kamera. Im nächsten Schritt wird die Kopplung mit dem Kernmodul der neuen Raumstation "Tiangong" erwartet.

Während ihres Aufenthalts im All sollen die Astronauten, die vom 56 Jahre alten Kommandanten Nie Haisheng angeführt werden, Arbeiten an der Station ausführen, wichtige Funktionen des Kernmoduls testen und zudem wissenschaftliche Experimente machen.

Erstes Modul Anfang Mai ins All geschickt

Während Nie Haisheng und der 54-jährige Lio Boming zu den erfahrensten Astronauten Chinas gehören, ist es für den 45-jährigen Tang Hongbo der erste Flug. Bleiben sie wie geplant drei Monate auf der Station, wäre es der bislang längste Aufenthalt chinesischer Astronauten im All. 2016 hatten die Chinesen Chen Dong und Jing Haipeng einen Monat im Weltraum verbracht.

Das erste Modul der "Tiangong", die bis Ende 2022 fertig sein soll, war Anfang Mai ins All geschickt worden. Ende Mai folgte ein weiterer Frachtflug mit Material und Treibstoff. Um die Raumstation fertigzubauen, werden noch zwei jeweils gut 20 Tonnen schwere Labormodule ins All gebracht. Im nächsten Jahr sind zwei weitere Frachtflüge sowie zwei bemannte Missionen geplant.

Wenn die internationale Raumstation ISS in den nächsten Jahren wie geplant außer Betrieb geht, wäre China das einzige Land, das noch einen ständigen Außenposten im All betreibt.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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