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Demo in Berlin: Alice Schwarzer wertet Kundgebung als "gewaltigen Erfolg"


Alice Schwarzer wertet Demo als "gewaltigen Erfolg"

Von dpa
Aktualisiert am 25.02.2023Lesedauer: 2 Min.
Frauenrechtlerin Alice Schwarzer spricht während der Kundgebung auf der Bühne: Rund 13.000 Menschen kamen nach Angaben der Polizei nach Berlin.
Frauenrechtlerin Alice Schwarzer spricht während der Kundgebung auf der Bühne: Rund 13.000 Menschen kamen nach Angaben der Polizei nach Berlin. (Quelle: CHRISTIAN MANG/Reuters)
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Tausende versammelten sich am Samstag am Brandenburger Tor um Sahra Wagenknecht und Alice Schwarzer. Letztere zeigt sich danach glücklich.

Alice Schwarzer hat die von ihr und Sahra Wagenknecht initiierte Kundgebung am Samstag in Berlin als "gewaltigen Erfolg" gewertet. "Ich bin total glücklich", sagte die Frauenrechtlerin am Abend der Deutschen Presse-Agentur. "Es war eine so friedliche und fröhliche Stimmung. Keine parteigebundene Stimmung, keine Sektenstimmung. Da waren einfach Menschen aus der Mitte der Gesellschaft, die aus allen Ecken Deutschlands angereist waren, um ein Zeichen zu setzen."

Als am Ende "Imagine" von John Lennon gespielt worden sei, hätte sie am liebsten auf der Bühne getanzt.

Forderung nach Waffenstillstand und Verhandlungen mit Russland

Mit der Kundgebung wollten Wagenknecht und Schwarzer ihre Forderungen zum Umgang mit dem russischen Angriffskrieg in der Ukraine untermauern. Sie hatten vor zwei Wochen ein "Manifest für Frieden" veröffentlicht, in dem sie Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) auffordern, "die Eskalation der Waffenlieferungen zu stoppen".

Die Frauenrechtlerin und die Linken-Politikerin rufen darin zu einem Waffenstillstand und Friedensverhandlungen mit Russland auf. Kritiker hatten Wagenknecht und Schwarzer vorgeworfen, ihr Text sei "naiv".

Alice Schwarzer will keine Rechtsextremen gesehen haben

Schwarzer sagte zu der Stimmung am Samstag, auf dem Weg zu einem Café sei sie "durch einen Strom von Herzlichkeit und Zustimmung" gegangen. Die Menschen hätten sich bei ihr dafür bedankt, dass sie endlich die Möglichkeit bekommen hätten, ihre große Sorge vor einer Ausweitung des Ukraine-Krieges zum Ausdruck zu bringen.

Rechtsextreme habe sie bei der Kundgebung nicht gesehen, sagte Schwarzer. Natürlich könne sie nicht ausschließen, dass einzelne Rechte da gewesen seien, es könne sich dabei dann aber nur um eine verschwindende Minderheit gehandelt haben. Nachweislich waren mehrere AfD-Abgeordnete und der Holocaust-Leugner Nicolas Nerling vor Ort. Auch Demonstranten um Jürgen Elsässer, Chefredakteur des Compact-Magazins, hatten sich am Brandenburger Tor eingefunden.

Die Polizei hatte nach der Veranstaltung von 13.000 Teilnehmern gesprochen – die Veranstalter sprachen von 50.000 Teilnehmern.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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