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Veranstaltungen in Berlin: Berlinale Filmhighlights und Black in Berlin


Kulturnews der Woche
Berlinale oder Luciano?


Aktualisiert am 21.02.2024Lesedauer: 6 Min.
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Melia Kara: Die Schauspielerin spielt die Hauptrolle im Berlinale-Film "Ellbogen".Vergrößern des Bildes
Melia Kara: Die Schauspielerin spielt die Hauptrolle im Berlinale-Film "Ellbogen". (Quelle: Haydor Tastan, Achtung Panda!)

Internationale Filmfestspiele, große Konzerte, modernes Ballett und politische Fotografie: Das sind die Kulturnews für die Hauptstadt in dieser Woche.

Die Berlinale rollt zum 74. Mal die roten Teppiche aus, sowohl vor den großen Kinosälen als auch vor den kleinen Kinos im Kiez. Elektronischer Pop trifft auf modernes Ballett und Volksmusik aus dem Balkan auf französische Chansons. Luciano rappt über Außenseiter-Erfahrungen und Martin Rütter bringt Ihrem Hund gutes Benehmen bei. Das sind die Veranstaltungshighlights in Berlin vom 16. bis zum 22. Februar 2024.

Beirut im Tempodrom

Hinter der Band Beirut steckt der US-amerikanische Multiinstrumentalist und Sänger Zach Condon. Schon als Teenager nahm er zu Hause Songs auf. Er studierte kurzzeitig Fotografie und Portugiesisch, reiste durch Europa. Seine Band hat er nach der libanesischen Hauptstadt benannt, weil dort mehrere Kulturen aufeinandertreffen – wie in der Musik von Beirut. Es ist eine Mischung aus Indie-Pop und traditionellen Klängen aus unterschiedlichen Weltregionen: aus Volksmusik aus dem Balkan, osteuropäischer Polka und französischem Chanson. Mit dem dritten Beirut-Album "The Rip Tide" landete die Band international in den Charts. Allerdings kämpft Condon seit Jahren mit Depressionen und Ängsten, musste 2019 sogar seine Tour absagen. 2024 kehrt er nun mit Beirut auf die Bühne zurück und spielt gleich zwei Shows im Berliner Tempodrom.

Tempodrom, Freitag, 16. und Samstag, 17.2.2024, 20 Uhr

James Blake und William Forsythe

Choreografien von William Forsythe zur Musik von James Blake können Sie am Freitag in der Deutschen Oper bewundern. Forsythe gilt weltweit als einer der kreativsten und innovativsten Choreografen des Balletts. Seit den 1970er-Jahren revolutionierte er den Tanz, indem er die Tänzer völlig aus dem Korsett der Vorgaben befreite. Das Staatsballett tanzt drei wegweisende Stücke des amerikanischen Choreografen, darunter "Blake Works I". Forsythe verbindet darin komplexe Bewegungsmuster, die sich zur elektronischen Popmusik von James Blake entfalten. Durch die Freiheit der Interpretation, die Forsythe den Tänzerinnen und Tänzern lässt, entwickelt sich das Stück immer wieder neu, nicht nur im Repertoire eines jeden Ballett-Ensembles, sondern mit jeder einzelnen Aufführung.

Deutsche Oper, Freitag 16.2.2024, 19.30 Uhr

Berlinale goes Kiez

Auch bei der diesjährigen Berlinale widmet sich die Veranstaltungsreihe "Berlinale Goes Kiez" den Kiezkinos. Hier möchte das Festival den Film und die wertvolle Arbeit der Programmkinos feiern. Der kleine rote Teppich wird daher vor verschiedenen kleineren Kinos von Kiez zu Kiez ausgerollt. Der Teppich startet am 17. Februar vor dem City Kino Wedding, zieht dann täglich weiter zu den Neuen Kammerspielen, dem Kino Zukunft, dem Kino Toni, dem Babylon Kreuzberg, dem Sinema Transtopia und beendet seine Reise am 23. Februar vor dem Cosima Filmtheater.

Seit 2018 kommt die Berlinale außerdem ins Gefängnis, um Barrieren abzubauen und kulturelle Teilhabe zu ermöglichen. 2024 wird der Berlinale-Film "Ellbogen" von Aslı Özarslan in der JVA-Plötzensee präsentiert. Der Film erzählt die Geschichte der jungen Frau Hazal, gespielt von Melia Kara, die mit gesellschaftlicher Ablehnung zu kämpfen hat. Sie findet keinen Job, steckt in Bildungsmaßnahmen des Jobcenters fest. Als sie an ihrem 18. Geburtstag erst vom Türsteher eines Clubs abgewiesen und später von Studenten belästigt wird, trifft sie eine folgenschwere Entscheidung. Hazal flieht in der Hoffnung auf ein neues Leben nach Istanbul.

JVA-Plötzensee, Dienstag, 20.2.2024, 17 Uhr

Martin Rütter in der Mercedes-Benz-Arena

Er ist der bekannteste Hundetrainer Deutschlands. Martin Rütter begann sich schon in jungen Jahren für Hunde, ihre Verhaltensweisen und die Beziehung zum Menschen zu interessieren. Er studierte Tierpsychologie und gründete seine erste Hundeschule. Seine Philosophie beim Hundetraining gilt als einzigartig, weil sie die individuelle und partnerschaftliche Ausbildung von Mensch und Hund in den Fokus nimmt. Seit mittlerweile 20 Jahren sind Rütter und seine Shows wie "Der Hundeprofi" oder "Die Welpen kommen" nicht mehr aus dem TV-Programm wegzudenken. Mit seinem Bühnenprogramm "Der will nur spielen!" kommt der Hundeprofi nun in die Mercedes-Benz-Arena in Berlin.

Mercedes-Benz-Arena, Samstag, 17.2.2024, 20 Uhr

Luciano

Luciano gilt als Begründer des deutschen Drill-Genres. Der Rapper wuchs im Berliner Plattenbau auf und litt als Schüler unter seinem Stottern. Mit seinem ersten Studioalbum "Eiskalt" landete er auf Platz vier der deutschen Charts. Darin rappt er über seinen eigenen Weg als Außenseiter, über die Trennung seiner Eltern, über seine Schwester, über Tränen, Wut und Gewalt. Seine Songs "Beautiful Girl", "Bamba" oder "All Night" erreichten schließlich ein Millionenpublikum. Sein neues Album "Seductive" erschien am 8. Februar 2024. Damit tritt er in Berlin in der Mercedes-Benz-Arena auf.

Mercedes-Benz-Arena, Montag, 19.2.2024, 20 Uhr

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"Black in Berlin"

Breonna Taylor und George Floyd wurden ermordet. Die Black-Lives-Matter-Bewegung brachte im Jahr 2020 weltweit Menschen zu Demonstrationen gegen Diskriminierung auf die Straßen. Hier begann auch die Arbeit des Fotografen Yero Adugna Eticha. Er verteilte Flugblätter an Schwarze Menschen in Berlin mit dem Aufruf, sich von ihm fotografieren zu lassen. So begegnete er über die Jahre Hunderten Schwarzen Deutschen, erfuhr alltägliche und bewegende Details aus ihrem Leben. Dabei entstanden ist "Black in Berlin" – ein Archiv aus 500 Porträts, aus Bild- und Tonaufnahmen. Es gibt einen Einblick in die Lebensrealitäten Schwarzer Menschen in der weißen Mehrheitsgesellschaft. "Ich träume von einem Berlin, in dem die Facette eines jeden Schwarzen Gesichts gefeiert wird", sagt der Künstler über seine Arbeit. Bei der Eröffnung seiner ersten Einzelausstellung sprechen Miriam Zlobinski, Kuratorin von f³ – freiraum für fotografie, und Eticha selbst.

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f³ – freiraum für fotografie, Donnerstag, 22.2.2024, 19 Uhr

Berlinale Filmhighlights

Der Ticketverkauf für Filmvorstellungen der Berlinale findet online statt. Es lohnt sich, früh aufzustehen, um direkt nach Freischaltung der Tickets eines zu ergattern. Damit Sie sich bereits jetzt einige Filme vormerken können, finden Sie hier fünf Highlights des Filmfestivals, das vom 15. bis 25. Februar in verschiedenen Berliner Kinos und Spielstätten veranstaltet wird.

Another End von Piero Messina

Sal lebt nur noch in der Vergangenheit, seit er die Liebe seines Lebens Zoe-Ava verloren hat. Das verraten seine leeren Augen. Seine sich sorgende Schwester Ebe schlägt vor, dass er sich an das Programm Another End wendet. Es verspricht, Abschiedsschmerz zu lindern, indem es durch eine neue Technologie das Bewusstsein Verstorbener zurückbringt. Sal findet Zoe-Ava wieder, jedoch im Körper einer anderen Frau. Sal gewinnt Zeit, um ein wenig mehr Leben mit Zoe-Ava zu teilen, sie zu lieben, von ihr geliebt zu werden und sich zu verabschieden. Doch ihr Glück ist zerbrechlich, flüchtig und trügerisch. Als das Programm zu Ende geht, will Sal nicht tatenlos zusehen, wie er seine große Liebe endgültig verliert.

Afterwar von Birgitte Stærmose

Die Anfangsbilder von Afterwar stammen aus dem vom Krieg verwüsteten Kosovo im Jahr 1999. Zu sehen sind brennende Häuser im dichten Nebel, ein totes Pferd auf einer staubigen Straße und flüchtende Menschen in rauen Gebirgslandschaften. Ein dunkles Kapitel der jüngeren europäischen Geschichte endet. Nach dem Krieg verkaufen Kinder in den Straßen von Pristina Erdnüsse und Zigaretten, um zu überleben. Der Film dokumentiert über 15 Jahre, wie aus den Kindern Erwachsene werden. Ihr täglicher Überlebenskampf ist zu einem Kampf um die eigene Zukunft geworden. Sie werden verfolgt von Erinnerungen, teilen ihre Geheimnisse und Wünsche mit. Entstanden ist der Film in enger Zusammenarbeit mit dem Cast. Er bewegt sich an der Grenze von nüchternem Realismus und inszenierter Darstellung der langfristigen Kriegsfolgen.

Alle die Du bist von Michael Fetter Nathansky

Nadine ist 24 Jahre alt und alleinerziehende Mutter. Sie verlässt ihre brandenburgische Heimat, um bei Köln in einer Fabrik in der Braunkohleindustrie zu arbeiten. Dort begegnet sie Paul, dessen Persönlichkeit ihr so facettenreich erscheint, dass sie ihn buchstäblich in vielen verschiedenen Gestalten wahrnimmt. Zwischen Nadine und Paul entwickelt sich eine tiefgründige Liebe. Sieben Jahre später ändert sich das Leben der beiden drastisch. Nadines Arbeitsplatz ist durch den Strukturwandel bedroht und Paul wird ihr zunehmend fremd. Obwohl er ein hingebungsvoller Familienvater ist, löst sich Nadines Liebe immer weiter auf. Sie will dagegen ankämpfen und die verschiedenen Schichten seines Wesens wiederfinden.

Republic von Jin Jiang

Von der Straße aus ist Li Eryangs "Republic" kaum zu sehen. Es ist ein kleiner Raum, der zwischen den umliegenden Häusern als winziger Hohlraum übrig geblieben zu sein scheint. Von innen jedoch ist er groß. Er ist Versteck, Zuhause und Experiment zugleich. Wer ihn besucht, wird zum Bürger einer Gesellschaft mit eigenen humanistischen Gesetzen. Das repressive Sozialkreditsystem der Volksrepublik muss draußen bleiben. Mit psychedelischer Musik und bewusstseinserweiternden Drogen lassen sich auf Sofa und Matratze Hippietum, Kapitalismus und Xi Jinping scheinbar in Einklang bringen. Geld zum Leben liegt unter einer kleinen Pyramide im Regal. Jin Jiangs Dokumentarfilm verarbeitet einen radikalen Ausstiegsversuch junger Erwachsener, die mitten in Beijing lümmeln und für die eigene Freiheit kuscheln.

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