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Frankfurt: So will die Bahn Rolltreppen entkeimen

Vorbereitungen für mehr Fahrgäste  

So will die Bahn Rolltreppen entkeimen

20.05.2020, 08:23 Uhr | dpa

Frankfurt: So will die Bahn Rolltreppen entkeimen. Ein Techniker arbeitet im Frankfurter Hauptbahnhof an einer Rolltreppe: Die Deutsche Bahn will nun noch mehr für Hygiene und Sauberkeit in Zügen und an Bahnhöfen tun.  (Quelle: dpa/Arne Dedert)

Ein Techniker arbeitet im Frankfurter Hauptbahnhof an einer Rolltreppe: Die Deutsche Bahn will nun noch mehr für Hygiene und Sauberkeit in Zügen und an Bahnhöfen tun. (Quelle: Arne Dedert/dpa)

Der Frankfurter Hauptbahnhof bereitet sich auf zunehmend mehr Fahrgäste vor. Die Bahn testet dort mit einem neuen Verfahren, wie Keime an Rolltreppen entfernt werden können.

Anzeigetafeln mit Hinweisen, Spender mit Desinfektionsmitteln und abgesperrte Sitze im Wartebereich: Am Frankfurter Hauptbahnhof ist alles bereit dafür, dass wieder mehr Menschen in den Zug steigen, um von einem Ort zum anderen zu kommen. Noch ist die Corona-Krise an dem sonst so quirligen Ort allgegenwärtig: Viele Geschäfte sind geschlossen, die Bahnsteige von Überfüllung weit entfernt. Am bevorstehenden Feiertag oder spätestens an Pfingsten, werde sich dies mit einem Wiederaufflammen des Tourismus wieder ändern, hoffe die Deutsche Bahn.

Die Zahl der täglichen Besucher und Fahrgäste, die den Frankfurter Hauptbahnhof passieren, beträgt wegen der Pandemie derzeit mit rund 100.000 nur rund ein Fünftel, wie Bahnhofsmanager Hartmut Schwarz nun sagte. Mit dem Wegfall der Corona-Beschränkungen sei sie in den vergangenen Wochen nach und nach wieder angestiegen. Von den 100 Geschäften an dem Verkehrsknotenpunkt seien 80 inzwischen wieder geöffnet.

Ein Mitarbeiter der Deutschen Bahn desinfiziert im Frankfurter Hauptbahnhof den Handlauf an einem Gleis: Flächen werden nun fünfmal täglich gereinigt und desinfiziert.  (Quelle: dpa/Arne Dedert)Ein Mitarbeiter der Deutschen Bahn desinfiziert im Frankfurter Hauptbahnhof den Handlauf an einem Gleis: Flächen werden nun fünfmal täglich gereinigt und desinfiziert. (Quelle: Arne Dedert/dpa)

Zur Vorbereitung auf den erwarteten Zuwachs sind Abstandsmarkierungen auf den Boden vor den Schaltern und Imbissbuden geklebt sowie Hinweistafeln und Spender mit Desinfektionsmitteln aufgestellt worden. Lautsprecherdurchsagen empfehlen, eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen. Jeder zweite Sitzplatz im Wartebereich wurde abgeklebt.

UV-Licht soll Keime töten

Flächen wie Türgriffe, Knöpfe und Touchscreens an Automaten würden nun fünf Mal täglich gereinigt und desinfiziert, sagte Schwarz. Vor der Pandemie erfolgte dies einmal täglich. Hinzu komme das Angebot an die Reisenden, sich im öffentlichen WC kostenlos die Hände waschen zu können. Plexiglas als Spuckschutz schützt die Service-Mitarbeiter an den Info-Schaltern. Die allermeisten Fahrgäste hielten sich bisher an die Corona-Verhaltensregeln, sagte der Bahnhofsmanager.

Zudem setzt die Bahn auf eine Technik, die mittels UV-Licht alle Keime auf den Handläufen von Rolltreppen abtöten soll. In Einkaufszentren ist sie bereits im Einsatz, nun testet der Frankfurter Hauptbahnhof stellvertretend für alle anderen Bahnhöfe bundesweit eine solche Anlage. Sie befindet sich unterhalb der Rolltreppe, so dass die Handläufe unbemerkt von den Passanten das UV-Licht durchlaufen. Bahnhofsmanager Schwarz hat für den vierwöchigen Probelauf die meist benutzten Rolltreppen ausgesucht, sie führen von der S-Bahn hinauf in die Bahnhofshalle.

Ein Mann mit einem Mundschutz steht an einem Fahrscheinautomaten im Frankfurt Hauptbahnhof: Diese werden nun häufiger gereinigt als bisher. (Quelle: dpa/Arne Dedert)Ein Mann mit einem Mundschutz steht an einem Fahrscheinautomaten im Frankfurt Hauptbahnhof: Diese werden nun häufiger gereinigt als bisher. (Quelle: Arne Dedert/dpa)

Der Fahrgastverband Pro Bahn erklärte, die Fahrt mit dem öffentlichen Nahverkehr sei bei Einhaltung der Corona-Regeln ebenso sicher wie ein Einkauf in einem Supermarkt. Ein erhöhtes Ansteckungsrisiko in der Bahn sei nicht nachgewiesen. "Der ÖPNV sollte nicht schlecht geredet werden", sagte der hessische Pro-Bahn-Vorsitzende Thomas Kraft.

Die Bahn wirbt auch mit vermehrter Reinigung der Züge um Passagiere. "Bahnfahren ist sicher", erklärte Personenverkehrs-Vorstand Berthold Huber. Im Nahverkehr in Hessen gilt Maskenpflicht. Im Fernverkehr wird mit Ansagen unterwegs dafür geworben, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen und sich nach Möglichkeit ans Fenster zu setzen, um den erforderlichen Abstand zu wahren.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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