Sie sind hier: Home > Regional > Frankfurt am Main >

Frankfurter Buchmesse: Carolin Kebekus mischt sich ein – und ärgert Gender-Gegner

Boykott der Frankfurter Buchmesse  

Kebekus springt Autorin Kuhnke bei – und ärgert Gender-Gegner

Von Titus Blome

22.10.2021, 14:28 Uhr
Frankfurter Buchmesse: Carolin Kebekus mischt sich ein – und ärgert Gender-Gegner. Carolin Kebekus auf der Frankfurter Buchmesse: Bei der Aufzeichnung des ZDF-Formats "Das blaue Sofa" las sie aus Jasmina Kuhnkes Buch "Schwarzes Herz". (Quelle: imago images/Hartenfelser)

Carolin Kebekus auf der Frankfurter Buchmesse: Bei der Aufzeichnung des ZDF-Formats "Das blaue Sofa" las sie aus Jasmina Kuhnkes Buch "Schwarzes Herz". (Quelle: Hartenfelser/imago images)

Die Komikerin Carolin Kebekus hat sich auf der Frankfurter Buchmesse in den Streit um rechte Verlage auf der Messe eingeschaltet. Bei einem Gespräch las sie überraschend aus dem Buch "Schwarzes Herz".

Die Komikerin Carolin Kebekus hat am Donnerstag ihr Buch "Es kann nur eine geben" auf der Frankfurter Buchmesse vorgestellt – dabei bezog sie auch Stellung in der Debatte um den neurechten Verlag "Jungeuropa", der auf der Messe in diesem Jahr einen Stand hat. Im Vorfeld der Messe hatten mehrere Autorinnen daher ihren Auftritt abgesagt.

Im ZDF-Format "Das Blaue Sofa" plauderte die Kölnerin zunächst mit Moderator Michael Sahr über ihre Neuveröffentlichung. Doch das Buch von Kebekus', das den fehlenden Platz von Frauen in der Gesellschaft und den dadurch ausgelösten Konkurrenzkampf thematisiert, wurde schnell zur Nebensache: Kebekus holte nach einem kurzen Gespräch mit dem Moderator das Buch "Schwarzes Herz" von Autorin Jasmina Kuhnke aus ihrer Tasche und las daraus eine Passage. 

Carolin Kebekus hält am Donnerstagabend das Buch "Schwarzes Herz" in den Händen: Die Komikerin zeigte sich bei der Frankfurter Buchmesse solidarisch mit Autorin Jasmina Kuhnke. (Quelle: Instagram: the_empire_of_me)Carolin Kebekus hält am Donnerstagabend das Buch "Schwarzes Herz" in den Händen: Die Komikerin zeigte sich bei der Frankfurter Buchmesse solidarisch mit Autorin Jasmina Kuhnke. (Quelle: Instagram: the_empire_of_me)

Kebekus auf der Frankfurter Buchmesse: Solidarität mit Jasmina Kuhnke

Kuhnke, die mit der Kölner Komikerin befreundet ist, hatte die Messe aus Sorge um ihre Sicherheit abgesagt. Kebekus sagte am Donnerstagabend: "Ich habe Privilegien, die andere Frauen nicht haben. Ich darf hier heute als weiße Frau mein Buch vorstellen. Das haben andere Freundinnen und Kolleginnen nicht. Zum Beispiel meine Kollegin Jasmina Kuhnke, die eigentlich heute auf dieser Bühne hätte sein sollen."


Kebekus sagte laut "Bild" weiter: "Für mich ist es sicher, ich bin eine weiße Frau, die das Privileg hat, nicht diesen Gefahren ausgesetzt zu sein. Da fängt es an, dass man die eigenen Privilegien nicht für selbstverständlich nimmt, und nicht so tut, als wäre das normal und für alle anderen zu erreichen."

Solidarität zu zeigen, sei immer auch ein Ausdruck von Privilegien. Anschließend las die Komikerin eine Passage aus dem Buch "Schwarzes Herz" vor, in der es um eine Begegnung der Autorin mit Neonazis geht. 

Carolin Kebekus: Seitenhieb gegen Gender-Gegner

Abseits dieser Debatte wurde die Komikerin im Rahmen ihrer eigenen Buchvorstellung auch nach ihrer Meinung zum Gendern gefragt. Das solle jeder machen, wie er oder sie wolle, kam die Antwort der Komikerin.

"Die, die sich so wahnsinnig gegen Gendern wehren, die wird's auch eh bald nicht mehr geben", meinte sie verschmitzt. Da musste sogar der Moderator lachen. Kebekus blicke zuversichtlich auf die nächste Generation, die vieles besser machen würde.

Verwendete Quellen:

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Madeleinetchibo.deOTTOWeltbildbonprix.deLIDLBabistadouglas.deMadeleine

shopping-portal

Hinweis:

Der Internet Explorer wird nicht länger von t-online unterstützt!

Um sicherer und schneller zu surfen, wechseln Sie jetzt auf einen aktuellen Browser.

Wir empfehlen unseren kostenlosen t-online-Browser: