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Hamburger Senat will Corona-Lockdown-Verlängerung umsetzen

Scharfe Maßnahmen  

Hamburger Senat will Lockdown-Verlängerung umsetzen

20.01.2021, 07:50 Uhr | dpa

Hamburger Senat will Corona-Lockdown-Verlängerung umsetzen. Peter Tschentscher spricht in der Hamburgischen Bürgerschaft (Archivbild): In Hamburg soll dafür gesorgt werden, dass weniger Kinder in die Kitas kommen. (Quelle: dpa/Christian Charisius)

Peter Tschentscher spricht in der Hamburgischen Bürgerschaft (Archivbild): In Hamburg soll dafür gesorgt werden, dass weniger Kinder in die Kitas kommen. (Quelle: Christian Charisius/dpa)

Nachdem die Corona-Maßnahmen vom Bund beschlossen und verkündet wurden, berät sich auch der Hamburger Senat. Bürgermeister Tschentscher geht es vor allem um die Schulen und Kitas.

Der Hamburger Senat will heute über die Umsetzung der von Bund und Ländern beschlossenen weiteren Verlängerung und Verschärfung des Corona-Lockdowns beraten. Ein Ziel sei, dass weniger Kinder Kitas und Schulen aufsuchen, sagte Bürgermeister Peter Tschentscher am Dienstagabend nach Abschluss der Online-Konferenz der Länderregierungschefs mit der Kanzlerin. "Wir müssen darauf hinwirken, dass mehr Kinder zu Hause bleiben." Wie genau dies erreicht werden kann, werde Gegenstand der Beratungen sein. Klar sei aber, dass es Lebenssituationen gebe, in denen berufstätige Eltern ihre Kinder betreuen lassen müssten, sagte er. "Es soll sich eben auf diese Fälle beschränken, die darauf angewiesen sind."

Bislang sind die Hamburger Kitas im sogenannten eingeschränkten Regelbetrieb für alle Kinder geöffnet. An die Eltern wurde lediglich appelliert, wann immer möglich, ihre Kinder zu Hause zu betreuen. Die Schulen wurden in der Hansestadt ebenfalls nicht geschlossen, sondern lediglich die Präsenzpflicht für Schüler aufgehoben.

Rückläufiges Infektionsgeschehen in der Hansestadt

Die Verlängerung des Lockdowns bis zum 14. Februar sei trotz des in den letzten Tagen rückläufigen Infektionsgeschehens notwendig, "weil die Infektionszahlen weiterhin zu hoch sind und weil zusätzliche Risiken durch Virusmutationen zu befürchten sind", betonte Tschentscher. Die Entscheidung sei "Ausdruck einer besonderen Vorsicht und eines besonderen Risikobewusstseins", sagte er mit Blick auf die Lage in Großbritannien und Irland. "In einer so unsicheren Lage verstehen, glaube ich, Menschen, dass man sehr vorsichtig sein muss."

In Hamburg waren am Dienstag 251 Neuinfektionen gemeldet worden, pro 100.000 Einwohner steckten sich laut Gesundheitsbehörde in den vergangenen sieben Tagen 104,2 Menschen mit dem Coronavirus an (Sieben-Tage-Inzidenz). Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert auf anderer Berechnungsgrundlage mit 93,3 an. Von den Bundesländern hatten nur Bremen und Schleswig-Holstein niedrigere Werte.

Der aus seiner Sicht wichtigste Beschluss von Bund und Ländern sei der zur Arbeit im Homeoffice, "weil wir nur über eine Begrenzung der beruflichen Mobilität einen besseren Corona-Schutz erreichen", sagte Tschentscher. "Deshalb müssen die Tätigkeiten, die es erlauben, auch im Homeoffice erledigt werden." Sollte die Präsenz im Betrieb unumgänglich sein, müssten den Arbeitnehmern Schutzmasken gestellt werden.

In Bussen und Bahnen und beim Einkaufen werde der Corona-Schutz ebenfalls verbessert, sagte der Bürgermeister, "indem wir eine Pflicht zum Tragen medizinischer Masken einführen, die – wenn sie alle tragen –  einen besseren Schutz ermöglichen als die bisherigen einfachen Mund-Nase-Bedeckungen".

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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