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Umweltschaden engt Wasserförderung in der Region Erkner ein

Von dpa
10.04.2022Lesedauer: 2 Min.
Wasserverband Strausberg-Erkner
Das Wasserwerk SpitzmĂŒhle vom Wasserverband Strausberg-Erkner (WSE). (Quelle: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Bildarchiv/dpa-bilder)
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Jahrzehntealte GiftstoffeintrĂ€ge im ehemaligen Industriegebiet Erkner (Landkreis Oder-Spree) könnten nach EinschĂ€tzung der Linkspartei die Grundwasserversorgung in der Region gefĂ€hrden. Die Grundwassermenge, die dem Wasserverband Strausberg-Erkner zugesagt ist, kann nach Angaben des Parlamentarischen GeschĂ€ftsfĂŒhrers der Linke im Landtag, Thomas Domres, wegen des Altschadens nur zu einem kleinen Teil gefördert werden. Zuerst hatte die "MĂ€rkische Oderzeitung" am Mittwoch darĂŒber berichtet.

Das Umweltministerium sieht die Wasserversorgung dagegen nicht gefÀhrdet. Die Versorgung werde durch mehrere Wasserwerke gesichert, sagte ein Sprecher auf Anfrage.

Das Problem könnte Domres zufolge auch das neue Werk von US-Elektroautobauer Tesla in GrĂŒnheide mittelbar betreffen. Nach Angaben des Wasserverbands kann der Bedarf mit der aktuellen Wasserförderung gedeckt werden, das Grundwasser reicht aber nicht fĂŒr den Ausbau, weitere Ansiedlungen von Unternehmen und mehr Einwohner. Die Fabrik war am 22. MĂ€rz eröffnet worden.

In einer Anfrage an die Landesregierung zur Altlast verweist der Linke-Politiker auf Angaben des Wasserverbands. Der Verband habe vor dem Umweltausschuss am 9. Februar erklĂ€rt, er könne wegen des Umweltschadens von 2,19 Millionen nur 0,8 Millionen Kubikmeter Grundwasser pro Jahr am Wasserwerk Erkner fördern. Bei einer grĂ¶ĂŸeren Wasserentnahme könnte sich die Bodenverunreinigung durch die fĂŒr die Kunststoffherstellung benötigte Chemikalie Phenol im Grundwasser ausbreitet. An der Wasserstelle Erkner Nord könne daher kein zusĂ€tzliches Grundwasser gefördert werden.

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Auf dem ehemaligen IndustriegelĂ€nde hatten die RĂŒtgerswerke 1860 eine Fabrik zur Teerdestillation errichtet. Dort wurde Steinkohlenteer und spĂ€ter Rohteer aus Berliner Gaswerken verarbeitet. Ab 1920 folgte die Herstellung und Verarbeitung verschiedener Chemieprodukte. 1948 wurde das Werk ein volkseigener Betrieb. Nach dem Bau eines weiteren Werkes wurde Phenolharz fĂŒr die "Trabant"-Karosserien hergestellt.

Wie das Umweltministerium in Potsdam auf die Anfrage mitteilte, wurden die SchĂ€den vor allem durch Leckagen, falsche Lagerung und Deponierung von Produkten und ProduktionsrĂŒckstĂ€nden sowie durch KriegsschĂ€den und Havarien verursacht. Bereits seit den 1950er Jahren sei bekannt gewesen, dass das Grundwasser in dem ehemaligen Industriegebiet erheblich geschĂ€digt sei.

Laut Ministerium sind die nicht beseitigten Altlasten auf dem ehemaligen IndustriegelĂ€nde "fĂŒr die SchutzgĂŒter Grund- und OberflĂ€chenwasser und menschliche Gesundheit eine GefĂ€hrdung". Die Beseitigung des "komplexen Boden- und Grundwasserschadens" sei unter den dortigen Bedingungen technisch nicht möglich und mit verhĂ€ltnismĂ€ĂŸigen Kosten nicht zu verwirklichen. Vorrangiges Ziel sei daher die "Sicherung der OrtsstabilitĂ€t des Grundwasserschadens", um eine zusĂ€tzliche GefĂ€hrdung von SchutzgĂŒtern zu verhindern.

Umweltminister Axel Vogel (GrĂŒne) mĂŒsse alle Hebel umlegen, um Landkreis, Gemeinden und Wasserverband bei der Sanierung der Altlasten zu helfen und die Wasserversorgung in der Region zu sichern, sagte Domres der dpa. In jedem Jahr gebe es im Landeshaushalt den Titel Haftungsfreistellungen. "Von den dafĂŒr vorgesehenen Geldern sind jĂ€hrlich viele Millionen nicht ausgegeben worden, die fĂŒr die Altlastensanierung eingesetzt werden könnten."

Darauf hatte der Landesrechnungshof (LRH) in seinem Jahresbericht 2021 hingewiesen, wie die MĂ€rkische Oderzeitung" berichtete. "Die Ausgaben fĂŒr Haftungsfreistellungen sind seit 15 Jahren deutlich zu hoch veranschlagt. Jedes Jahr war absehbar, dass Landesmittel in zweistelliger Millionenhöhe nicht fĂŒr diese Aufgabe benötigt werden", heißt es in dem Bericht des LRH. "Das Ministerium gab die "eingesparten" Landesmittel stattdessen fĂŒr zahlreiche andere Zwecke aus."

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