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Europameisterschaften 2022: Mihambo, Ovtcharov und andere Stars in München


Mihambo, Ovtcharov und andere Stars in München

Von Christof Paulus

Aktualisiert am 10.08.2022Lesedauer: 5 Min.
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Weitspringerin Malaika Mihambo mit ihrer Goldmedaille bei der WM in den USA (Archivbild): Die Olympiasiegerin und Sportlerin des Jahres ist auch in München Topfavoritin.
Weitspringerin Malaika Mihambo mit ihrer Goldmedaille bei der WM in den USA (Archivbild): Die Olympiasiegerin und Sportlerin des Jahres ist auch in München Top-Favoritin – wenn sie denn starten kann. (Quelle: Lehtikuva/imago-bilder)
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Olympiasieger, Weltrekordhalter, Sportler des Jahres: Bei den European Championships in München starten große Namen. Wer wird Publikumsliebling?

50 Jahre nach den Olympischen Spielen versammeln sich wieder Sportstars in München. Im Olympiastadion und anderen Plätzen der Stadt kämpfen ab Donnerstag die besten Sportler des Kontinents um Europameistertitel in neun Sportarten. Bei den Wettbewerben, die nach olympischem Vorbild den ganzen Sportkosmos versammeln, erwartet Fans eine starke Besetzung. Sogar ein 100-Meter-Olympiasieger könnte starten – zum ersten Mal bei einer EM seit fast 30 Jahren.

Malaika Mihambo

Die Heidelbergerin ist der Star der deutschen Leichtathletik. Seit drei Jahren ist sie Deutschlands Sportlerin des Jahres, wurde 2019 und 2022 Weltmeisterin, 2021 Olympiasiegerin und 2018 bereits Europameisterin im Weitsprung. Für sie sind die Wettkämpfe in München, bei denen Titel in mehreren Sportarten gleichzeitig vergeben werden, eine Chance für den Sport in Deutschland.

"Es ist einfach wichtig, dass der Sport abseits des Fußballs in der Gesellschaft wieder sichtbarer wird", sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. "Die Sportnation Deutschland kreist vor allem um eine Sportart. Das ist natürlich schade, weil Sport mehr ist als nur Fußball." Kaum nötig zu erwähnen, dass die 28-Jährige drei Wochen nach ihrem Sieg bei der WM in den USA auch in München Top-Favoritin auf Weitsprung-Gold ist.

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Kurz vor dem Start der Wettkämpfe steht Mihambo allerdings vor einem Problem. Nach der WM hatte sie sich mit Corona infiziert, wie ihr Management mitteilt. Daher konnte sie zehn Tage lang nicht trainieren. Ob das Aushängeschild der EM tatsächlich starten kann, entscheidet sich erst kommende Woche.

Marcell Jacobs

Die schnellsten Männer der Welt kommen für gewöhnlich aus den USA oder Jamaika. Im vergangenen Jahr war das nicht mehr so: Der Italiener Marcell Jacobs holte Gold über 100 Meter bei den Olympischen Spielen. Damit könnte erstmals seit dem Briten Linford Christie, der 1994 als amtierender Olympiasieger EM-Gold in Helsinki holte, wieder der schnellste Mann der Welt bei einer EM am Start stehen. Ein Fragezeichen bleibt jedoch.

Jacobs Saison ist bisher eine zum Vergessen. Erst bei der WM in den USA vor wenigen Wochen gab er vor dem Halbfinallauf auf, den Titel holte fast wie gewohnt mit Fred Kerley wieder ein US-Amerikaner. Ob es bei Jacobs für einen Start in München reicht, steht noch nicht fest.

Armand Duplantis

Wer an Stabhochsprung denkt, denkt an Sergej Bubka. Der Ukrainer sprang 1994 6,14 Meter hoch, ein Weltrekord, der fast für die Ewigkeit schien. Doch einer lässt inzwischen alles, was zuvor kam, im Schatten stehen: Der Schwede Armand Duplantis ist mit nur 22 Jahren schon Weltmeister, Olympiasieger und Europameister. Seinen Eintrag in die Geschichtsbücher sicherte er sich aber mit seinem Sprung in Rom 2020. Er überquerte die Latte auf einer Höhe von 6,15 Meter. Bei der WM kürzlich übersprang er gar 6,21 Meter. Wie hoch er es in München schafft, wird sich zeigen.

Kira Walkenhorst

Beachvolleyball-Olympiasiegerin Kira Walkenhorst (links) bei einem Turnier in Hamburg (Archvibild): Spielte sie dort noch mit Anna Grüne, tritt sie bei der EM mit Louisa Lippmann an.
Beachvolleyball-Olympiasiegerin Kira Walkenhorst (links) bei einem Turnier in Hamburg (Archvibild): Spielte sie dort noch mit Anna Grüne, tritt sie bei der EM mit Louisa Lippmann an. (Quelle: Beautiful Sports/imago-bilder)

Die Beachvolleyball-Olympiasiegerin gehört bei den Europameisterschaften zwar nicht mehr zum Favoritenkreis – und ist schon länger nicht mehr im Gold-Duo mit Laura Ludwig unterwegs. Der wohl bekannteste Name im Starterfeld ist die 31-Jährige wohl dennoch. Und bei der EM in einem großen Experiment unterwegs.

Partnerin der Olympiasiegerin ist nämlich die ehemalige Weltklasse-Hallenvolleyballerin Louisa Lippmann. Die beiden starten mit einer Wildcard ins Turnier und wollen nicht nur auf Titeljagd gehen, sondern auch Punkte für einen Start bei Olympia in Paris 2024 sammeln. Kurios: Bei einem Turnier in Bremen spielten Lippmann und Walkenhorst kürzlich noch gegeneinander. Die besten Medaillenchancen für Deutschland haben wohl die Weltranglistenfünften Svenja Müller und Cinja Tillmann.

Dimitri Ovtcharov

Der Bronzemedaillengewinner von Tokio führt das deutsche Tischtennisteam in München an. Dort könnte er nach 2013 und 2015 zum dritten Mal Europameister werden. Schon jetzt liest sich seine Bilanz für einen europäischen Spieler beneidenswert, glänze Ovtcharov doch auch bei WM und Olympia gegen die asiatische Konkurrenz. Den größten deutschen Spieler kann er damit zwar nicht überflügeln – doch dessen Start ist ungewiss.

Der mehrfache Weltranglisten-Erste Timo Boll laboriert nämlich an einem Rippenbruch, ob er in München spielt, ist noch offen. Er hat bislang acht EM-Titel auf seinem Konto.

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Alexander Kristoff

Der Norweger ist bislang der wohl größte Name auf der Startliste der Rad-Wettbewerbe. Tour-de-France-Sieger Jonas Vingegaard wie auch die beiden Klassikerjäger Wout van Aert und Mathieu van der Poel sowie Ex-Weltmeister Peter Sagan verzichten auf eine Teilnahme, auch Superstar Tadej Pogacar wird nicht erwartet. Kristoff zählt ebenfalls zu den Klassiker-Spezialisten, siegte bereits bei Mailand-San Remo oder der Flandern-Rundfahrt.

In seiner Laufbahn gewann Kristoff vier Etappen bei der Tour de France, wurde zudem 2017 Europameister und gewann Medaillen bei WM und Olympia. Zudem ist Deutschland ein gutes Pflaster: Er ist Rekordsieger beim Frankfurter Radklassiker. Europameisterschaften für Profis sind im Straßenradsport noch ein recht junges Format: Sie wurden 2016 zum ersten Mal ausgetragen. Für die Topstars ist das Rennen zweitrangig.

Nils Politt

Anders sieht dies womöglich für das deutsche Team aus: Der Bund Deutscher Radfahrer bietet beim Heimspiel eine schlagkräftige Truppe auf, in der unter anderem Tour-de-France-Etappensieger Nils Politt am Start stehen wird. Der Kölner könnte im Rennen von den Alpen in die Münchner Innenstadt eine gute Rolle spielen, ist aber wohl vor allem Helfer.

Kapitän ist Sprinter Pascal Ackermann. Das flache Finale am Odeonsplatz bevorzugt eindeutig die schnellen Männer, es dürfte zu einer Massenankunft kommen. Ackermann, immerhin schon zwei Mal Bronzemedaillengewinner bei einer EM, gehört deshalb zu den Favoriten auf den Sieg.

Anna Kiesenhofer

Anna Kiesenhofer (Mitte) holte vergangenes Jahr sensationell Gold im olympischen Straßenrennen von Annemiek van Vleuten und Elisa Longo Borghini (Archivbild). Sie steht auch in München am Start.
Anna Kiesenhofer (Mitte) holte vergangenes Jahr sensationell Gold im olympischen Straßenrennen von Annemiek van Vleuten und Elisa Longo Borghini (Archivbild). Sie steht auch in München am Start. (Quelle: AFLOSPORT/imago-bilder)

Der Österreicherin gelang 2021 bei den Olympischen Spielen in Tokio die wohl größte Sensation der Wettbewerbe. Im Radrennen auf der Straße holte sie nach einem langen Ausreißversuch Gold – auch weil die haushoch favorisierten Niederländerinnen im Hauptfeld nicht informiert waren, dass Kiesenhofer noch alleine an der Spitze lag.

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Die 31-Jährige ist Doktorin der Mathematik und hat keinen Profivertrag in einem Straßenteam. Von 2017 bis 2019 fuhr sie gar keine Rennen. Bei der EM in München steht sie wieder am Start – es ist davon auszugehen, dass die Konkurrenz sie dieses Mal auf der Rechnung hat.

Oliver Zeidler

Der Dachauer ist womöglich der Lokalheld dieser Europameisterschaften. Er ist Deutschlands erfolgreichster Ruderer, wurde 2019 Weltmeister im Einer. Damit dürfte Zeidler in der einstigen Paradesportart Deutschlands das letzte große Aushängeschild sein. In einem Interview mit dem "Münchner Merkur" und der "tz" beklagte er kürzlich die Sportförderung im Rudersport als "ein riesiges Debakel".

"Wir müssen komplett umdenken und alles infrage stellen", sagte er dort. Über fehlenden Erfolg brauche man sich nicht wundern. Für Zeidler, der früher Schwimmer war, wird es in München darum gehen, seinen EM-Titel aus dem Jahr 2021 zu verteidigen. Und das vor seiner Haustür.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
  • tz.de: "Ruderer Oliver Zeidler kritisiert Verband: 'Ein riesiges Debakel'"
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