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Energiekrise – so teuer wird die Ski-Saison in Bayern


Energiekrise – so teuer wird die Skisaison

Von Klaus Wiendl

21.09.2022Lesedauer: 3 Min.
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Ein Skilift über grüner Wiese bei Ruhpolding (Archivbild): So wie hier ist mittlerweile auch im Winter oft Kunstschnee nötig – der viel Energie kostet.
Ein Skilift über grüner Wiese bei Ruhpolding (Archivbild): So wie hier ist mittlerweile auch im Winter oft Kunstschnee nötig – der viel Energie kostet. (Quelle: Rolf Poss/imago-bilder)
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Skifahren wird jedes Jahr teurer – doch in der kommenden Saison treibt die Energiekrise die Preise besonders in die Höhe. Was im Winter zu erwarten ist.

Der erste Schnee liegt bereits in den Bergen, die Gipfel sind weiß. Welcher Skifahrer denkt da nicht schon an ein Vergnügen auf seinen Brettern? Doch so mancher Pistler wird sich verwundert die Augen reiben, denn nach der Corona-Krise ziehen die Preise nochmals deutlich an. Noch ist die 70-Euro-Marke für einen Tagesskipass in Bayern, Tirol und dem Salzburger-Land nicht geknackt. Aber viel fehlt nicht mehr.

68 Euro sind es für den Tagesskipass in der Hauptsaison auf den Pisten vom österreichischen Ski amadé am Höchkönig, wenige Kilometer vom Watzmann im Berchtesgadener Land entfernt. Die Vorbereitungen für die neue Wintersaison laufen bereits, Anfang Dezember soll es losgehen, je nach Schneelage. Und in Bayern?

Teurere Tagespässe für Skifahrer in Garmisch-Partenkirchen

Hier richten sich viele Augen auf den Wintersportort Garmisch-Partenkirchen. Kann man es sich angesichts explodierender Energiepreise noch leisten, das gesamte Skigebiet zu beschneien? Vor zwei Jahren kosteten die 300.000 Kubikmeter Kunstschnee immerhin schon 1,35 Millionen Euro, so damals die Berechnung der Bayerischen Zugspitzbahn (BZB). Und jetzt: Unsicherheit bei der BZB.

Sprecherin Verena Tanzer meinte kürzlich: "In welcher Größenordnung kommenden Winter beschneit wird, ist aktuell noch nicht entschieden." Man wolle die politischen Vorgaben abwarten, sagt BZB-Vorstand Matthias Strauch dem "Garmischer Tagblatt". "Wir werden uns situativ entscheiden. Die Beschneiung im Garmisch-Classic-Gebiet wird, wie in jedem Jahr, erst konkret geplant, wenn es die Temperaturen zulassen."

Fest stehen hingegen schon die Liftpreise – mit einer Steigerung um zehn Prozent. Damit liege man laut Tanzer im Vergleich zu anderen Skigebieten "absolut im Rahmen". Künftig kostet das Tagesticket in Garmisch 55 Euro.

Preisschock am Skigebiet Jenner-Königsee

Auch in den Skigebieten nahe München – ob Brauneck, Spitzing oder Sudelfeld – wurde die Preiserhöhung soeben beschlossen. "Im Spitzinggebiet werden wir beim Tagespass inklusive Parkplatzgebühr bei 45 Euro sein", verrät Pressesprecherin Antonia Asenstorfer vom Skipass-Verbund "Alpen Plus" t-online. "Beim Brauneck werden es 48 Euro."

Auch wenn in beiden Skigebieten die Preise um zehn Prozent steigen würden, sei man immer noch vergleichsweise günstig: "Weil wir immer noch unter 50 Euro sind", so Asenstorfer. Am Sudelfeld sind künftig 48 Euro für den Tagespass zu zahlen.

Den größten Preissprung aber gibt es im Skigebiet Jenner-Königssee: Kostete der Tagesskipass für Erwachsene im Winter 2021/2022 noch 41 Euro, müssen Nutzer der Jennerbahn im kommenden Winter 49 Euro zahlen, was einer Preiserhöhung um 19,5 Prozent entspricht. Damit wollen die Betreiber auch den Bau eines kleinen Kraftwerks an der Talstation finanzieren, um eigenen Strom zu produzieren.

Im Skigebiet in Bayern Energie sparen mit langsameren Liften?

Im Gegensatz zum Kostentreiber Beschneiung seien die Seilbahnen durch effiziente Energienutzung und -einsparung bereits "gut aufgestellt", versicherte Peter Lorenz, Vizepräsident des Verbands Deutscher Seilbahnen (VDS), bereits Mitte August in einer Pressemeldung. So werde beispielsweise die Abwärme der Seilbahnen zum Heizen von Gebäuden der Gastronomie verwendet, Fotovoltaikanlagen unterstützten die Eigenversorgung. Dennoch würden angesichts der Energiekrise "zusätzliche Einsparungspotenziale" ausgelotet.

Grundsätzlich würden dabei alle Bereiche des Seilbahnbetriebs auf den Prüfstand gestellt, so Lorenz. Dazu zähle eine Reduzierung der Fahrgeschwindigkeit, ein Abschalten der Sitzheizungen, aber auch Einschränkungen bei der Beleuchtung und Innenraumtemperaturen. In Österreich und der Schweiz geht man noch einen Schritt weiter: In den Toilettenanlagen werde es nur noch kaltes Wasser geben. Auch die Anzahl von Gondeln soll reduziert werden, sowie der Nachtbetrieb auf Skipisten.

Im Vergleich zu den bayerischen Skigebieten wird der Wintersport dort noch einmal teurer: Pro Tag dann 65 Euro etwa im Tiroler Hochzillertal-Skigebiet. Auch in Sölden wurde kräftig an der Preisschraube gedreht. Für einen Tagespass müssen jetzt 68 Euro anstelle von 64 Euro bezahlt werden. In der Tiroler Zugspitzarena (Ehrwald, Lermoos und Biberwier, ohne Zugspitze) kostet jetzt die Tageskarte 13 Prozent mehr, 56 Euro für Erwachsene.

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Verwendete Quellen
  • eigene Recherchen
  • Gespräch mit Antonia Asenstorfer
  • Garmischer Tagblatt: Gespräch mit Matthias Strauch in der Print-Ausgabe
  • Skiinfo.de: Preissteigerungen in den Skigebieten in Österreich
  • Verband Deutscher Seilbahnen: Pressemeldung vom 19. August
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