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Hausarzt in München zur Wiesn-Welle: "Wir merken die steigenden Zahlen brutal"


Hausarzt: "Wir merken die steigenden Zahlen brutal"

Von Christof Paulus

Aktualisiert am 02.10.2022Lesedauer: 2 Min.
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Corona ist auf dem Oktoberfest nun doch zum Thema geworden (Symbolbild): Trotz steigender Inzidenz in München ist die Wiesn jedoch unantastbar.
Eine Maske liegt auf dem Platz des Oktoberfests (Symbolbild): Trotz steigender Inzidenz in München ist die Wiesn unantastbar. (Quelle: Wolfgang Maria Weber/imago-bilder)
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Die Wiesn läuft, trotz neuer Corona-Fälle – und besonders spüren das die Hausärzte. Deren Sprecher will trotzdem umdenken.

In München geht die Corona-Inzidenz durch die Decke: Auf über 800 neue Fälle pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen ist sie inzwischen gestiegen, im Vergleich zum Beginn des Oktoberfests ist sie somit nun mehr als viermal höher.

Zahlreiche Landkreise um die Stadt herum sind von der Wiesn-Welle sogar noch stärker betroffen. Der Münchner Hausarzt Markus Frühwein ist davon nicht überrascht. "Die Wiesn-Grippe gab es früher auch schon", sagt er. Frühwein ist stellvertretender Bezirksvorsitzender des Hausärzteverbandes in München und betreibt eine Praxis in der Brienner Straße. "Wir merken die steigenden Zahlen brutal", sagt er.

Die Hausärzte hätten aktuell viel zu tun, etwa mit Krankschreibungen, auch telefonisch oder per Video. Dass die Hausärzte bei hohen Corona-Inzidenzen von vielen Patienten aufgesucht werden, ist nichts Neues. Der Unterschied in diesem Jahr ist aber: "Die Menge an schweren Verläufen ist nun niedriger", sagt Frühwein. Wie viele der Corona-Patienten daher ins Krankenhaus müssten, stehe "in keinem Verhältnis zu früheren Wellen".

Mediziner aus München zum Oktoberfest: "Mit Omikron leben"

Und so findet Frühwein es auch verantwortbar, die Wiesn in diesem Jahr abzuhalten und auf die steigenden Infektionszahlen jetzt nicht zu reagieren – eben so, wie die Organisatoren der Stadt es tun. Influenza- oder Grippeviren schätzt er aktuell "sicher ähnlich gefährlich, wenn nicht sogar gefährlicher" als die aktuell grassierenden Coronaviren ein. "Wir müssen mit Omikron leben", sagt Frühwein.

Das solle nicht heißen, dass die Krankheit nicht mehr gefährlich sei: "Viele unserer Patienten haben hohes Fieber, denen geht es auch richtig schlecht", sagt er. Aber ins Krankenhaus müssten derzeit viel weniger Patienten als in vergangenen Wellen.

Weil zugleich aber Personalausfälle den medizinischen Einrichtungen dennoch zu schaffen machen, plädiert Frühwein für einen anderen Umgang mit dem Virus.

Hohe Corona-Zahlen stellen eher Isolationspflicht infrage

Er fragt sich, "ob die Isolationspflicht noch eine Dauerlösung ist". Demnach müssen positiv Getestete für mindestens fünf Tage in Isolation, auch dann, wenn sie keine Symptome haben. Frühwein hingegen sagt sogar: "Man muss sich fragen, ob man sich noch regelmäßig testen sollte, wenn man keine Symptome hat", sagt er. Er ist sich sicher: Infizieren werden sich wohl ohnehin alle.

Zugleich gebe es mit der Impfung einen guten Schutz gegen schwere Krankheitsverläufe. Deshalb "geht es nicht immer nur darum, Fälle zu verhindern", sagt er.

Tatsächlich galt als Grundlage für Gegenmaßnahmen in der Pandemie immer die drohende Überlastung der Intensivstationen. Diese sieht auch Frühwein aktuell nicht. In Bayern etwa belegen aktuell 183 Corona-Patienten ein Intensivbett, vor etwa einem Jahr lag dieser Wert bei über 1.000. Dabei lag die Inzidenz im Freistaat damals auf einem ähnlichen Niveau wie heute.

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Verwendete Quellen
  • Gespräch mit Markus Frühwein
  • Bayerischer Rundfunk: "Corona: Aktuelle Zahlen für Bayern und Deutschland"
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Von Robert Hiersemann, Florian Wichert
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