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Corona-Explosion durch "Wiesn-Welle": Kliniken erwarten Personalausfall


München feiert sich durch die Wiesn-Welle

Von Jennifer Lichnau

Aktualisiert am 29.09.2022Lesedauer: 2 Min.
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Oktoberfest: Volle Festzelte bergen ein hohes Ansteckungsrisiko mit Covid-19 und anderen Viruserkrankungen.
Oktoberfest: Volle Festzelte bergen ein hohes Ansteckungsrisiko mit Covid-19 und anderen Viruserkrankungen. (Quelle: Michaela Rehle/Reuters)
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Mit dem Oktoberfest steigen die Corona-Zahlen in München rasant. Die meisten Gäste haben jedoch eine andere Sorge.

Zwölf Wiesn-Tage sind geschafft, viereinhalb weitere folgen. Daher gibt es noch keine endgültige Bilanz zu Besucherzahlen, getrunkenen Litern Bier oder verzehrten Tieren. Was aber schon feststeht: Die Corona-Zahlen explodieren, insbesondere in der zweiten Woche seit Beginn des Oktoberfests.

Die am Donnerstag veröffentlichten Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) zeigen es: Demnach liegt die offizielle Inzidenz in München inzwischen bei 695,8. Das bedeutet einen Anstieg um mehr als 172 Prozent binnen Wochenfrist.

Corona auf der Wiesn: "Dass die Zahlen steigen werden, war klar"

Überraschend kommt das nicht, weder für die Kliniken noch für die Politik. "Das war allen Beteiligten im Vorfeld des Oktoberfestes klar", heißt es seitens des Universitätsklinikums München auf t-online-Anfrage. Bereits nach dem Gäubodenfest in Straubing seien die Inzidenzen um etwa den Faktor vier angestiegen.

Auch der Wiesn-Chef Clemens Baumgärtner (CSU) ist wenig verwundert. "Natürlich werden die Zahlen zum Ende der Wiesn hin steigen", sagt er im Gespräch mit t-online, "aber die Inzidenz ist eben nicht das Maß der Dinge." Wichtig sei es, dass die Versorgung in den Krankenhäusern gesichert ist und das sei der Fall, so Baumgärtner.

Auf dem Oktoberfest hat kaum einer Angst vor Corona

Auf der Wiesn selbst ist Corona kaum ein Thema. In den Zelten sitzen Fremde eng an eng, prosten sich zu und liegen sich in den Armen. Auf die Frage, ob sie Angst habe, sich mit Corona anzustecken, antwortet eine Bedienung im Hofbräuzelt: "Überhaupt nicht. Ich bin geboostert und hatte im Frühjahr Corona."

Auch die Gäste machten nicht den Eindruck, als seien sie von Corona-Sorgen geplagt, sagt sie. Viel mehr beschäftige viele die eigene finanzielle Situation, die sich durch Inflation, Krieg und Krise kontinuierlich zuspitze. Deswegen, so vermutet die Kellnerin, seien auch weniger Gäste auf dem Oktoberfest. Und die, die da sind, geben weniger Trinkgeld.

Kliniken erwarten nach dem Oktoberfest wieder Personalengpässe

Die Mitarbeiterin am Süßwarenstand drückt es noch deutlicher aus: "Die Menschen haben keine Angst vor Corona, die Menschen haben kein Geld."

Und da ist noch eine Sache: Das Wetter könnte deutlich besser sein. Bei Regen und niedrigen Temperaturen blieben einige Gäste lieber zu Hause, sagt der Kassierer vom "LachFreuHaus." Und trotzdem sind die kühlen und nassen Herbsttage auch ein Faktor für die steigenden Inzidenzen. Denn so würden sich viele Aktivitäten wieder in die Innenräume verlagern, wie das LMU-Klinikum schreibt.

In München herrscht eine Herbst-und-Wiesn-Welle – und sie wird wohl weiterwachsen. Zwar seien die Intensivstationen im LMU Klinikum derzeit durch Covid nur wenig belastet, schreibt die Sprecherin Eva Hesse. Die Infektionszahlen bei den Patienten und den Mitarbeitern der Krankenhäuser steigen jedoch wie erwartet an. "Ein verstärkter Ausfall von Mitarbeitern durch Erkrankungen und Isolation im Nachgang zum Oktoberfest ist zu erwarten", so Hesse.

Wie die Wiesn-Welle sich am Ende auswirkt, ist schwer vorherzusehen. Noch feiern die Viren viereinhalb Tage mit. Danach ist Zeit für eine Bilanz.

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Verwendete Quellen
  • Eigene Recherchen
  • Telefonat mit Clemens Baumgärtner am 28. September 2022
  • Antwort des LMU-Klinikums München
  • Mit Material der Nachrichtenagentur dpa
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