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Starnberg: Prozess gegen Ex-Fußballprofi Jens Lehmann beginnt


Prozess gegen Jens Lehmann beginnt

Von t-online, ok

07.12.2023Lesedauer: 2 Min.
imago images 1025332094Vergrößern des BildesJens Lehmann (Quelle: IMAGO/imago)
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Ex-Fußballprofi Jens Lehmann muss sich am Freitag vor Gericht verantworten. Angeblich soll es Streit mit einem Nachbarn gegeben haben.

Eigentlich könnte es am Starnberger See doch ganz idyllisch sein. Wer sich dort niedergelassen hat, wohnt sicher an einem der beliebtesten Orte Deutschlands. Glücklich kann sich schätzen, wer auch noch einen schönen Ausblick hat. So wie Ex-Fußballprofi Jens Lehmann von seiner Villa in Berg am Starnberger See aus. Doch vor rund anderthalb Jahren soll es mit der Idylle für Jens Lehmann vorbei gewesen sein. An diesem Freitag muss er sich deshalb vor Gericht verantworten. Was soll angeblich passiert sein?

Die Staatsanwaltschaft wirft dem mittlerweile 54-Jährigen vor, im Juli vergangenen Jahres mit einer Kettensäge in der Hand in die Garage seines Nachbarn eingedrungen zu sein, um dort einen Dachbalken zu zersägen. Die Garage des Nachbarn, einem deutlich älteren Architekten, sollte gerade neu errichtet werden. Das Bauwerk habe Jens Lehmann angeblich gestört, weil es ihm die Sicht versperrte. Außerdem soll er eine junge Birke auf dem Grundstück seines Nachbarn gefällt haben. Zuvor habe er laut Staatsanwaltschaft noch das Kabel einer Überwachungskamera abgetrennt – angeblich um bei den mutmaßlichen Taten nicht gefilmt zu werden.

Die Staatsanwaltschaft München II wirft Lehmann nun Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung vor. Verhandelt wird am Amtsgericht in Starnberg. Ein wichtiges Beweismittel dürften dabei die Bilder aus der Videokamera sein. Obwohl die Überwachungskamera beschädigt wurde, soll ein Mitschnitt des Kettensägen-Vorfalls vorliegen, da die Kamera mittels einer Batterie weiterlief. Ob die Aufnahmen auch im Gerichtssaal gezeigt werden, ist allerdings unklar. Geladen sind zahlreiche Zeugen. Ein weiterer Verhandlungstag ist für den 22. Dezember angesetzt.

Anklage auch wegen angeblich nicht gezahlter Parkgebühren

Dem mittlerweile 54 Jahre alten Ex-Nationaltorhüter werden im selben Prozess zudem die Beleidigung von zwei Polizisten sowie versuchter Parkgebühren-Betrug am Münchner Flughafen vorgeworfen. Im September 2022 soll der einstige WM-Held laut Staatsanwaltschaft am Flughafen Parkgebühren von insgesamt rund 300 Euro nicht gezahlt haben, indem er die Schranke beim Herausfahren austrickste.

Jens Lehmann: "Enorme Missachtung der Privatsphäre"

Lehmanns Anwalt Christoph Rückel wollte sich vor Beginn des Prozesses laut Nachrichtenagentur dpa auf Anfrage nicht äußern, kündigte aber eine Stellungnahme im Gerichtssaal zu Beginn der Verhandlung an. "Die gegen mich erhobenen Vorwürfe treffen so nicht zu", schrieb Lehmann im Sommer auf Instagram, nachdem Anklage gegen ihn erhoben worden war. "Der Schaden ist wie immer die enorme Rufschädigung und die Missachtung der Privatsphäre." Bis zum Abschluss des Verfahrens gilt die Unschuldsvermutung.

Bekanntschaft mit dem Amtsgericht in Starnberg hatte Jens Lehmann schon im Jahr 2016 gemacht. Damals wurde er wegen Beihilfe zur Unfallflucht zu einer Geldstrafe von 42.500 Euro verurteilt. Verfahren wegen Nötigung und versuchter Körperverletzung gegen Lehmann waren zuvor eingestellt worden. 2021 hatte der Ex-Fußballer für Aufsehen gesorgt, als er den früheren deutschen Nationalspieler Dennis Aogo als "Quotenschwarzen" bezeichnete.

Verwendete Quellen
  • Eigene Recherche
  • Mit Material der Nachrichtenagentur dpa
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