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Hurrikan und Flut treffen Munich Re: Gewinnziel steht

Von dpa
19.10.2021Lesedauer: 2 Min.
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Die Zerstörungen durch Hurrikan "Ida" und die Flutkatastrophe in Europa kommen den Rückversicherer Munich Re teuer zu stehen. Beide Katastrophen zusammen dürften den Konzern rund 1,8 Milliarden Euro kosten, wie er überraschend am Dienstag in München mitteilte. Dennoch erwartet der Vorstand für das dritte Quartal einen dreistelligen Millionengewinn - während Analysten im Schnitt von einem Verlust ausgegangen waren. Auch den geplanten Jahresgewinn von 2,8 Milliarden Euro will das Management weiter erreichen.

Den überraschend hohen Gewinn im dritten Quartal verdankt die Munich Re den Angaben zufolge nicht nur einer allgemein erfreulichen Geschäftsentwicklung. Vielmehr trieb die lukrative Veräußerung von Kapitalanlagen das Ergebnis nach oben. Hinzu kamen hohe Währungsgewinne. Nach vorläufigen Zahlen verdiente die Munich Re dadurch unter dem Strich rund 400 Millionen Euro.

Sturmtief "Bernd" hatte im Juli mit lang anhaltendem Starkregen in Deutschland und mehreren Nachbarländern Überschwemmungen und Sturzfluten ausgelöst. Der Versichererverband GDV betrachtet das Unwetter als bislang schadenreichste Naturkatastrophe in Deutschlands Geschichte.

Die Munich Re rechnet bei sich und ihrer Erstversicherungstochter Ergo nun mit einer Belastung von rund 600 Millionen Euro im Schaden- und Unfallgeschäft. Noch tiefer muss der Münchner Konzern voraussichtlich für die Zerstörungen durch Hurrikan "Ida" in den USA in die Tasche greifen: Hier geht das Management von einer Belastung von rund 1,2 Milliarden Euro aus.

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Unterdessen ist die Corona-Pandemie für die Munich Re finanziell noch nicht ausgestanden. Hatte der Konzern im Vorjahr vor allem viel Geld für den Ausfall versicherter Großveranstaltungen bezahlen müssen, schlägt 2021 die hohe Zahl der Corona-Toten bei den Münchnern teuer zu Buche.

Die coronabedingten Schäden dürften in diesem Segment nun noch höher ausfallen als zuletzt erwartet, hieß es nun. Im August hatte das Unternehmen wegen der coronabedingten Todesfälle vor allem in den USA sowie in Südafrika und Indien eine Belastung von 400 Millionen Euro angekündigt. Das war bereits doppelt so viel wie zuvor gedacht.

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