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Tausende protestieren in Bayern gegen Corona-Politik

Von dpa
08.01.2022Lesedauer: 2 Min.
Proteste gegen die Corona-Ma├čnahmen
Polizisten stehen am Rande einer Demonstration gegen die Corona-Ma├čnahmen in Passau. (Quelle: Tobias C. Koehler/dpa/Archivbild/dpa-bilder)
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Tausende Menschen sind am Wochenende an mehreren Orten in Bayern erneut aus Protest gegen die Corona-Ma├čnahmen auf die Stra├če gegangen. Die Demonstrationen verliefen nach Angaben der Polizei weitgehend friedlich. F├╝r den Abend erwarteten die Einsatzkr├Ąfte allerdings auch wieder eine unangemeldete Versammlung von Gegnern der Corona-Politik in Schweinfurt. In der Vergangenheit war es dabei zum Teil zu Aggression und Gewalt gekommen. Am Nachmittag hatte es bereits eine kleinere Demonstration in M├╝nchen gegeben.

Es sei damit zu rechnen, dass wieder 1500 bis 2500 Menschen in Schweinfurt zusammenkommen w├╝rden, sagte ein Polizeisprecher. Die Einsatzkr├Ąfte stellten sich darauf ein, dass diese versuchten, durch die unterfr├Ąnkische Stadt zu ziehen. Au├čerdem seien zwei Gegendemonstrationen mit jeweils bis zu 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmern f├╝r den Abend angemeldet.

Die Stadt hatte wegen mehrerer Vorf├Ąlle bei fr├╝heren Protesten die Regeln versch├Ąrft. Unangemeldete Versammlungen d├╝rfen in Schweinfurt nur noch ortsfest sein.

Am zweiten Weihnachtsfeiertag war bei einer unangek├╝ndigten Versammlung ein vier Jahre altes Kind mit Pfefferspray leicht verletzt worden, als seine Mutter offenbar die Polizeikette durchbrechen wollte. Bei einer Kundgebung vor Weihnachten hatten Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach Polizeiangaben versucht, ein Zivilfahrzeug der Polizei in Brand zu setzen.

Bereits am Samstag hatten in Bayern mehrere Tausend Menschen gegen die Corona-Ma├čnahmen und eine m├Âgliche Impfpflicht demonstriert. Im mittelfr├Ąnkischen Ansbach zogen nach Polizeiangaben etwa 2700 Menschen durch die Stadt. Es gab zwei Gegendemonstrationen mit insgesamt etwa 260 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Dennoch sei alles friedlich geblieben, sagte ein Polizeisprecher.

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Bis zu 2500 Menschen trafen sich in Augsburg am Samstagabend zu einer unangemeldeten Demonstration. Die etwa zweist├╝ndige Versammlung sei weitgehend ohne Zwischenf├Ąlle verlaufen, teilte die Polizei mit. Vereinzelt sei es zu Auseinandersetzungen gekommen, als Teilnehmer versuchten, die Polizeiketten zu durchbrechen.

Dabei wurde nach Polizeiangaben ein Beamter zu Boden gesto├čen. Der Angreifer wurde vorl├Ąufig festgenommen. Bei einer Durchsuchung fanden die Einsatzkr├Ąfte ein Messer bei ihm. Gegen ihn l├Ąuft nun ein Strafverfahren.

Gegen weitere Teilnehmerinnen und Teilnehmer wird wegen einer Ordnungswidrigkeit ermittelt, weil sie die Versammlung bei den Beh├Ârden nicht angemeldet haben. Um wie viele Verfahren es sich handelt, konnte die Polizei am Sonntag zun├Ąchst nicht sagen.

In Regensburg kamen nach Polizeiangaben etwa 2000 Menschen zusammen, um gegen eine m├Âgliche Impfpflicht zu demonstrieren. Zeitgleich gab es eine Gegendemonstration mit rund 170 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die zum Teil versuchten, den Aufzug zu stoppen, wie ein Polizeisprecher sagte. In Neumarkt in der Oberpfalz z├Ąhlten die Einsatzkr├Ąfte etwa 2000 Menschen, die friedlich demonstrierten.

In W├╝rzburg und M├╝nchen gab es au├čerdem Autokorsos durch die Stadt. Dadurch kam es zeitweise zu Verkehrsbehinderungen.

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