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München: Virologin Protzer hält Lockerungen für richtig


Virologin Protzer hält Lockerungen für richtig

Von dpa
Aktualisiert am 25.03.2022Lesedauer: 2 Min.
Ulrike Protzer im Presse-Gespräch am 8. März 2022 (Archivbild): Wichtiger als die Inzidenz ist nun die Krankheitslast.Vergrößern des BildesUlrike Protzer im Presse-Gespräch am 8. März 2022 (Archivbild): Wichtiger als die Inzidenz ist nun die Krankheitslast. (Quelle: aal.photo/imago-images-bilder)
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Trotz einer Inzidenz von mehr als 2.200 setzt sich die Virologin Ulrike Protzer weiterhin für Lockerungen ein. Sie hält die Hospitalierungsrate für wesentlich relevanter und schätzt Omikron als weniger gefährlich ein.

Die Münchner Virologin Ulrike Protzer spricht sich weiterhin für die Lockerungen der Corona-Maßnahmen auch angesichts steigender Infektionszahlen aus. "Ich glaube, dass man Lockerungen nun durchaus in Erwägung ziehen muss. Denn wir haben mittlerweile eine sehr gute Immunitätslage in der Bevölkerung, die uns erlaubt, mit der Omikron-Variante, die nicht so starke Erkrankungen mit sich bringt, umzugehen", sagte sie der "Augsburger Allgemeinen". "Daher finde ich, dass wir jetzt anfangen müssen, in die Normalität zurückzufinden."

Ihrer Ansicht nach wird der derzeitige Anstieg der Zahlen noch weitergehen. "Wie lange die Zahlen steigen und wann der Peak der Welle erreicht sein wird, kann man im Moment auch nicht sagen."

Schwere Krankheitsverläufe wichtiger

Das sei allerdings auch gar nicht so entscheidend. Denn: "Man weiß, dass sich das Infektionsgeschehen irgendwann von selbst limitieren wird. Und wichtiger als die reinen Infektionszahlen ist doch die Krankheitslast. Und die ist ja zum Glück nicht mehr so hoch."

Omikron sei "etwa 40 Prozent weniger pathogen als die bisherigen Varianten", sagte die Virologin. Der große Unterschied aber sei, dass die Bevölkerung inzwischen eine gute Immunität aufgebaut habe. "Gerade durch Omikron, das zwar hoch ansteckend ist, aber auch überwiegend nicht so schwere Krankheitsverläufe auslöst, wird die Immunität noch einmal breit geboostert."

An eine Rückkehr gefährlicherer Varianten glaubt die Professorin an der Technischen Universität München nicht, wie sie der Zeitung sagte: "Ich halte es für extrem unwahrscheinlich, dass wir noch gefährlichere Varianten sehen werden, da unser Immunsystem nun darauf vorbereitet ist. Das heißt nicht, dass wir uns nicht weiter anstecken können, aber sehr viele sehr schwere Krankheitsverläufe werden seltener."

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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