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Tegernsee-Oligarch bezahlt Villenbau nicht mehr

Von Klaus Wiendl

Aktualisiert am 07.05.2022Lesedauer: 2 Min.
Baustelle an der Villa von Alisher Usmanow (rechts): Der russische Oligarch kann die Bauunternehmer am Tegernsee aktuell nicht mehr zahlen.
Baustelle an der Villa von Alisher Usmanow (rechts): Der russische Oligarch kann die Bauunternehmer am Tegernsee aktuell nicht mehr zahlen. (Quelle: Klaus Wiendl / ITAR-TASS/imago-images-bilder)
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Lange haben sich Baufirmen mit Villen von Alisher Usmanow eine goldene Nase verdient. Obwohl von dem Putin-Freund zwar kein Geld mehr kam, wurde an den Baustellen weiter gearbeitet. Wieso?

Als hätten sie die Baustelle in der Forellenstraße über Nacht verlassen. Alles liegt noch da: Platten für die großen Terrassen um die ganze Villa herum. Sandhaufen, Holzpaletten, Schläuche, Leitungen blieben da. Vor Ostern hätte das 20 Millionen teure Anwesen Usmanows bereits fertiggestellt sein sollen. 6,7 Millionen davon kostete allein das Grundstück.

Erworben wurde die Immobilie über Strohmänner der "Lakeview Property Holding Limited" mit Sitz in der Steueroase Isle of Man. Auch die anderen drei Villen Usmanows in Rottach-Egern wechselten über Briefkastenfirmen die Eigentümer. Das Prinzip war immer das Gleiche: Unzählige Villen, ob auf Sardinien, in Italien, London und am Tegernsee, wurden durch ein Netz von Briefkasten- und Offshorefirmen erstanden und geschickt verschleiert.

Usmanow-Villa am Tegernsee bleibt eine Baustelle

Besitz, wie auch Flugzeuge und Luxusyachten, im Wert von mehreren Milliarden Euro. Doch nun ist selbst der Strom auf der Rottacher Baustelle gekappt.

Der etwa 16 Milliarden Dollar schwere Usmanow, ein geborener Usbeke, bleibt auch den beteiligten Baufirmen große Summen schuldig, wie Betroffene berichten. An Nichts hatte der 68-Jährige zunächst auf dem 2.000 Quadratmeter Grundstück am See gespart. Der ganze Garten samt Terrassen und Garageneinfahrt soll mit Heizschlangen durchzogen sein.

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"Niemand sollte hier schneeräumen müssen", sagt ein Kenner der Baumaßnahmen. Auch sonst wurde nur das Feinste vom Feinen verarbeitet. So kommt es, dass die ein oder andere Firma offene Forderungen in stattlicher Höhe hat.

Hohe Forderungen von Bauunternehmen an Usmanow

Am 28. Februar hatte Usmanow fluchtartig seine Villa in der Fischerstraße verlassen. Seitdem fließt auch kein Geld mehr. Die Rollläden sind inzwischen heruntergelassen, die Wachmannschaften verschwunden.

Doch so mancher hat das Unheil wohl kommen sehen und seine Vorschuss-Rechnungen bereits Mitte Februar gestellt, "die auch umgehend bezahlt wurden", wie ein Unternehmer berichtet. "In weiser Voraussicht habe ich mit solchem Unheil gerechnet", sagt er. Andere offenbar nicht. Eine Firma soll noch Außenstände von 150.000 Euro haben.

Der scheint dies zu verschmerzen, nachdem er bereits über eine Million Euro für sein Gewerk kassiert haben soll. "Auch wir warten seit Inkrafttreten der Sanktionen auf die Schlusszahlung", sagt ein anderer Firmenchef, der, wie alle, die man fragt, anonym bleiben will. "Die Beträge kamen bis dahin immer von wechselnden ausländischen Banken".

Bislang zahlte Usmanow am Tegernsee immer pünktlich

Russische seien nicht darunter gewesen. "Aber das Geld kam immer pünktlich". Inzwischen aber würde "keine Firma mehr auf Usmanows Baustelle arbeiten, wenn sie versteht, dass das Geld nicht mehr kommt. Das ist ja klar", sagt ein betroffener Unternehmer.

Ob die Villa je fertiggestellt wird, ist fraglich. Denn nach Informationen von t-online soll nun ein Sanktionsdurchführungsgesetz der Bundesregierung auf den Weg gebracht werden. Gefordert hatte dies auch Thomas Tomaschek, der Rottacher Gemeinderat und Vorsitzende der Grünen im Tal.

Bei einem Treffen mit deren Bundesvorsitzenden Ricarda Lang am Tegernsee sagte Tomaschek, der auch Demos gegen Usmanow organisierte: "Der Staat muss die Geflechte aus Scheinfirmen im Ausland, zwischengeschalteten Strohmännern und Verschleierungen aufdecken und endlich durchgreifen, um Vermögenswerte nicht nur einfrieren, sondern auch verwerten zu können".

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Ein Kommentar von Jennifer Lichnau, München
ItalienLondonSardinienSteueroase

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