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Lebenserwartung in MV durch Pandemie kaum beeinflusst

Wiesbaden  

Lebenserwartung in MV durch Pandemie kaum beeinflusst

12.10.2021, 13:59 Uhr | dpa

Lebenserwartung in MV durch Pandemie kaum beeinflusst. Alter

Zwei ältere Personen sitzen auf einer Bank. Foto: Stephan Scheuer/dpa/dpa-tmn/Symbolbild (Quelle: dpa)

Die Corona-Pandemie hat nach Berechnungen des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung die Lebenserwartung der Menschen in Mecklenburg-Vorpommern weniger beeinflusst als in anderen Teilen Deutschlands und Europas. Wie das Institut am Dienstag mitteilte, sank die Lebenserwartung in Deutschland zwischen 2019 und 2020 nach jahrzehntelangem Anstieg erstmals wieder: bei Männern um fast 0,3 auf gut 78,5 und bei Frauen um 0,1 auf 83,4 Jahre. Für Männer in Mecklenburg-Vorpommern errechneten die Forscher eine nahezu gleichbleibende Lebenserwartung von 77,1 Jahren. Bei Frauen ging sie um 0,1 auf 83,1 Jahre zurück.

Das besonders heftig von der Corona-Pandemie betroffene Sachsen verzeichnete laut Bundesinstitut hingegen bei Männern einen Rückgang um 0,7 auf 77,4 und bei Frauen um 0,5 auf 83,6 Jahre. In Berlin, Brandenburg und Bayern sank die Lebenserwartung für Männer um etwa ein halbes Jahr. Etwas geringer fiel die Differenz auch dort bei Frauen aus.

Im internationalen Vergleich sank die Lebenserwartung in Corona-Zeiten besonders stark in den USA: um etwa zwei Jahre. Dort seien Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus zum Teil auch nur zögerlich ergriffen worden, hieß es. In Spanien betrug die Differenz eineinhalb Jahre, in Polen, Italien und Großbritannien etwa ein Jahr. In Norwegen hingegen wuchs die Lebenserwartung nach Angaben des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung um etwa 0,3 Jahre. Ein Plus wiesen demnach auch Dänemark und in Deutschland Schleswig-Holstein auf.

"Die Lebenserwartung wird selbstverständlich nicht nur durch Covid-19 beeinflusst. Detaillierte Sterbestatistiken zeigen aber, dass Covid-19 in vielen Ländern 2020 einen erheblichen Einfluss auf die Lebenserwartung hatte", sagte Pavel Grigoriev, Leiter der Forschungsgruppe Mortalität am Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung. Vor der Pandemie habe die Lebenserwartung für Neugeborene in Deutschland durchschnittlich jedes Jahr um etwa 0,1 Jahre zugenommen.

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