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Nach Derby-Eklat: Borussia Dortmund droht drakonische Strafe

Nach Derby-Eklat  

BVB droht drakonische Strafe

28.10.2013, 17:13 Uhr | t-online.de

Nach Derby-Eklat: Borussia Dortmund droht drakonische Strafe. Selbst auf BVB-Kapitän Roman Weidenfeller wollten die Chaoten beim Revierderby auf Schalke nicht hören. (Quelle: Reuters)

Selbst auf BVB-Kapitän Roman Weidenfeller wollten die Chaoten beim Revierderby auf Schalke nicht hören. (Quelle: Reuters)

Nach den hässlichen Szenen beim 143. Revierderby beeilten sich die Verantwortlichen von Borussia Dortmund, die Meinungshoheit zu gewinnen. "Ich schäme mich", oder "das wird nicht folgenlos bleiben", waren die ersten, angemessenen Reaktionen von Trainer Jürgen Klopp oder BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke. Der Vizemeister will die Krawallbrüder aus den eigenen Reihen hart bestrafen, die mit Pyrotechnik beinahe für einen Abbruch des Spiels beim FC Schalke 04 gesorgt hatten.

Aber ob das reicht, um selbst einer drakonischen Strafe durch den Deutschen Fußball-Bund zu entgehen, scheint mehr als fraglich.

Der DFB könnte ein Zeichen setzen wollen

Das Schreckensszenario für die Westfalen reicht von einer hohen sechsstelligen Geldstrafe bis hin zu einer Platzsperre. Denn für den DFB gibt es einen Präzedenzfall. Nachdem am 19. November 2011 bei der Zweitliga-Partie zwischen dem FC Hansa Rostock und dem FC St. Pauli gezielt Raketen in den Gästeblock geschossen wurden, musste Hansa eine Heimpartie als Geisterspiel ohne Zuschauer austragen.

Weil es nun an einem einzigen Wochenende auch im Zweitliga-Duell zwischen Dynamo Dresden und Energie Cottbus krachte, könnte sich der DFB unter Zugzwang sehen im Kampf gegen die Pyromanen. Auch die Partie in Dresden stand kurz vorm Abbruch, sie wurde zwei Mal unterbrochen, weil Gästefans aus Cottbus sich nicht zu benehmen wussten. Mit einer Strafe würde der Verband erstmals ein deutliches Zeichen gegen einen großen Klub wie Borussia Dortmund setzen.

Dortmund schon 23 Mal verurteilt

Von der Polizei wurde für Dortmund bereits eine andere Variante ins Spiel gebracht: eine Auswärtssperre für die BVB-Fans beim nächsten Derby. Solche Strafen gab es in der Vergangenheit schon für Fans von Dynamo Dresden, die ihren Klub nicht zum Gastspiel beim FC St. Pauli begleiten durften. Auch in den Niederlanden, Italien, Frankreich, der Schweiz und Polen sind derartige Maßnahmen nicht ungewöhnlich.

Bei der Urteilsfindung des Kontrollausschusses kann der BVB jedenfalls nicht darauf verweisen, zum ersten Mal unangenehm aufgefallen zu sein. Nach Informationen des "kicker" war Dortmund in den vergangenen fünf Jahren in 23 Fällen, zumeist aufgrund von Pyrotechnik - und in der Regel bei Auswärtsspielen - zu Geldbußen von insgesamt 215.000 Euro verdonnert worden. Gerade die Derbys gegen Schalke arten regelmäßig aus - allerdings von beiden Seiten.

Fans rücken voneinander ab

Im Übrigen distanzieren sich auch Fangruppierungen von den jüngsten Vorkommnissen in den Stadien. "So, wie es in Gelsenkirchen und Dresden eingesetzt wurde, ist es selbstverständlich nicht das, was wir wollen", sagte Philipp Markhardt von der Initiative "ProFans", die sich für die Legalisierung von Pyrotechnik in den Stadien einsetzt. Raketen in Fanblöcken und Brandfackeln auf dem Spielfeld seien "Wasser auf die Mühlen der Gegner von Pyrotechnik".

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