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FC Bayern wehrt sich: "Bei uns herrscht kein Gehaltswahnsinn"


FC Bayern will Gehaltsdiskussion im Keim ersticken

Von t-online
Aktualisiert am 08.04.2015Lesedauer: 3 Min.
Robert Lewandowski hat beim FC Bayern einen Fünfjahresvertrag bis 2019 unterzeichnet.Vergrößern des BildesRobert Lewandowski hat beim FC Bayern einen Fünfjahresvertrag bis 2019 unterzeichnet. (Quelle: Ulmer/imago-images-bilder)
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Es waren wohl ein bisschen zu viele Zahlen aus Sicht des FC Bayern, die in den letzten Wochen ihren Weg an die Öffentlichkeit gefunden hatten. Es ging um die Gehälter von Luca Toni und Robert Lewandowski. So etwas kann schnell Unordnung in eine Gruppe voller Superstars bringen, in der persönliche Wertschätzung vor allem daran gemessen wird, wie hoch der monatliche Gehaltsscheck ist.

Toni musste sich kürzlich wegen nicht abgeführter Kirchensteuer vor dem Münchner Oberlandesgericht verantworten. Dabei kam hoch offiziell heraus, wie viel der Italiener in seiner Zeit beim FC Bayern zwischen Juni 2007 und Dezember 2009 verdiente. So strich er in dieser Zeit insgesamt 43.487.332 Euro brutto ein. Das entspricht einem Jahresgehalt von 16,8 Millionen oder einem Monatsgehalt von etwa 1,4 Millionen Euro.

Toni: Heute verdienen einige Bayern-Spieler noch mehr

Es dürfte den Bayern-Bossen nicht wirklich geschmeckt haben, dass nun die ganze Welt erfahren hat, was man in München bereit war, für die Dienste des Italieners zu bezahlen. Noch viel weniger dürfte ihnen die Aussage Tonis in der "Sport Bild" gefallen haben. "Ich denke, dass heute ein paar Bayern-Spieler mehr verdienen als ich zu meiner Zeit in München", sagte der 37-Jährige.

Nachdem nun das angesehene französische Fachmagazin „France Football“ öffentlich machte, dass Neuzugang Lewandowski 19 Millionen Euro pro Saison beim Rekordmeister einstreichen würde, war das Maß offenbar voll. Der FC Bayern sah sich zu einer Reaktion gezwungen. Denn die Spieler des FC Bayern und ihre Berater reagieren bei diesem Thema sehr empfindlich. Hat man sich oder seinen Schützling womöglich unter Wert verkauft?

Völler bringt sich in Position

Auch die Konkurrenz spitzt die Ohren und dürfte bei einem künftigen Interesse der Bayern an einem Spieler gleich noch bisschen was draufschlagen. So hat sich Rudi Völler schon mal sicherheitshalber in Stellung gebracht. "Vor kurzem hat man ja gelesen, was Luca Toni schon vor sieben, acht Jahren bei Bayern München verdient hat. Da wird einem schon ein bisschen schwindelig", deutete der 54-jährige Bayer-Sportchef in einem "tz"-Interview an.

Die Bayern versuchen nun öffentlich zu relativieren und sind bemüht das eigene Gehaltsgefüge als gesund, fair und keinesfalls als zu teuer darzustellen. Schließlich geht es auch um die Balance innerhalb der eigenen Mannschaft. "Wir sagen grundsätzlich nichts zu Gehaltsthemen. Aber bei grobem Unfug wie der Lewandowski-Zahl müssen wir uns äußern", sagte Bayerns Finanzvorstand Jan-Christian Dreesen ebenfalls in der "Sport Bild".

"Wir zahlen marktgerecht"

Diese Aussage legt den Schluss nahe, dass der FC Bayern einen Kanal gesucht hat, um seine Botschaft zu verbreiten. Die lautet: Lewandowski verdient längst nicht so viel wie "France Football" berichtet hat.

"Mir ist unerklärlich, wie jemand auf diese Zahl kommt. Sie ist absolut falsch, grober Unfung", ließ Dreesen darüber hinaus verlauten, und stellte klar: "Wir zahlen marktgerecht, aber bei uns herrscht kein Gehaltswahnsinn."

Lewandowski ein Schnäppchen?

So stimme auch die Aussage von Toni nicht, dass gewisse Bayern-Spieler heute noch mehr verdienen würden als der Goalgetter seinerzeit. Angesichts der Tatsache, dass die Gehaltsentwicklung in den letzten fünf Jahren stetig nach oben geht, eine interessante Aussage Dreesens. Lewandowski kam immerhin ablösefrei und wurde gleich von einigen europäischen Top-Klubs gejagt, allen voran von Real Madrid. Kaum zu glauben, dass er im Vergleich zu Toni ein Schnäppchen gewesen sein soll.

Bayerns Finanzboss erklärte es so: "Dieser Rückschluss wäre nur richtig, wenn Luca Toni nicht für die damalige Zeit ein Gehalt gehabt hätte, das absolut außergewöhnlich war. Sein Salär damals war sehr hoch und stellt auch in heutigen Zeiten bei uns eine absolute Ausnahme dar."

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