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Meinung
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Die Bayern-Bosse sind zu weit gegangen

  • Florian Wichert
Ein Kommentar von Florian Wichert

Aktualisiert am 20.10.2018Lesedauer: 3 Min.
Uli Hoeneß ist nur selten bei einer Pressekonferenz dabei. Gemeinsam mit Vorstandschef Rummenigge und Sportdirektor Salihamidzic war er zuletzt bei der Vorstellung von Jupp Heynckes als Trainer 2017 auf dem Podium.
Uli Hoeneß ist nur selten bei einer Pressekonferenz dabei. Gemeinsam mit Vorstandschef Rummenigge und Sportdirektor Salihamidzic war er zuletzt bei der Vorstellung von Jupp Heynckes als Trainer 2017 auf dem Podium. (Quelle: kolbert-press/imago-images-bilder)
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Die Verantwortlichen haben sich in einer denkwürdigen Pressekonferenz gegen die Berichterstattung in diversen Medien gewehrt. Das wird sie noch lange verfolgen.

Präsident Uli Hoeneß, Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge und Sportdirektor Hasan Salihamidzic haben mit einem beispiellosen, emotionalen Rundumschlag diversen Medien "herabwürdigende Berichterstattung" und "Respektlosigkeiten" vorgeworfen. Ein absurder Vorgang, wenn man allein Aussagen von Hoeneß in der letzten Zeit Revue passieren lässt.

"Mesut Özil hat seit Jahren einen Dreck gespielt", sagte er nach dessen Rücktritt aus der Nationalmannschaft diesen Sommer. "Das Foul von Bellarabi war geisteskrank", urteilte der Bayern-Präsident nach einer roten Karte gegen den Leverkusener im direkten Duell am 3. Spieltag. Und als Krönung erklärte er im weiteren Verlauf der heutigen Pressekonferenz auch den Verkauf von Verteidiger Bernat vor der Saison mit den Worten, er habe in der Champions League einen "Scheißdreck" gespielt.

Diese Aussagen waren ganz sicher respektlos. Gilt das auch für die Berichterstattung über den FC Bayern?

Die Bosse gingen einzelne Reporter, Medien und auch Experten persönlich an – auch t-online.de-Kolumnisten Stefan Effenberg, der im "Kicker" kritisiert hatte, dass Salihamidzic seinen Trainer Kovac nicht schütze. Ebenfalls im Fokus: Olaf Thon, der gesagt hatte, die Auftritte von Jerome Boateng und Mats Hummels hätten an "Altherren-Fußball" gegrenzt.

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Rummenigge: "Die Polemik scheint keine Grenzen mehr zu kennen. Das gilt für Medien, das gilt auch für Experten, und das gilt vor allen Dingen auch für Experten, die mal bei diesem Klub Fußball gespielt haben."

Rummenigge zitierte sogar das Grundgesetz: "Die Würde des Menschen ist unantastbar." Und versicherte: Man wolle sich all das nicht mehr bieten lassen und rechtliche Schritte einleiten. Vor allem im Fokus: Der Springer-Verlag mit der "Bild"-Zeitung und der "Sport Bild". Rummenigge: "Bei Ihnen werden wir in Zukunft genauer hinsehen." Auch t-online.de wurde bereits eine Aufforderung zur Unterlassung von Teilen der Berichterstattung zugestellt. Dabei geht es um Dortmunds Jadon Sancho, mit dem sich der FC Bayern beschäftigt haben soll, der aber letztlich nicht nach München wechselte.

Was ist dran an den Vorwürfen der Bayern-Bosse?

Ein Beispiel: Der Umgang mit Nationaltorwart Manuel Neuer.

"Bild" hatte getitelt: "„Neuer hält so schlecht wie nie." Rummenigge: "Was ich über Manuel Neuer lesen musste, da fehlen mir jegliche Worte."“ Die Fakten sprechen jedoch für sich: Neuer hat in der Bundesliga mit 58 Prozent abgewehrten Torschüssen den zweitschlechtesten Wert aller Torhüter in der aktuellen Saison und damit den schwächsten seiner Karriere.

Bayerns Vorstandsboss kritisierte, Medien wollten mit der Berichterstattung den FC Bayern nach den Erfolgen der vergangenen Jahre auf ein "Normalmaß zurechtstutzen". Fakt ist allerdings: Der FC Bayern hat sich selbst auf Normalmaß zurechtgestutzt, weil er die letzten vier Pflichtspiele nicht gewonnen und zuletzt zuhause 0:3 gegen Borussia Mönchengladbach verloren hat. Die Mannschaft spielte in Teilen ideenlos – und Spieler wie Mats Hummels oder Jerome Boateng sind im Verein wie auch im Nationalteam aufgrund überschaubarer Leistungen umstritten.

Keine Frage: Medien müssen ihre Berichterstattung täglich kritisch hinterfragen. In Zeiten, in denen Medien "Fake News" und Lügen vorgeworfen werden, sollten sich Hoeneß und Rummenigge allerdings der Problematik bewusst sein, was sie mit solchen Vorwürfen auslösen können. Gerade, wenn die Kritik in weiten Teilen nicht berechtigt ist.

Es wäre auch nicht das erste Mal, dass der FC Bayern mit einer Medienschelte Druck von den Spielern nehmen und von einer eigenen Krise ablenken will – mit dieser Generalabrechnung sind die Verantwortlichen allerdings deutlich über das Ziel hinausgeschossen.


Hoeneß, Rummenigge und Salihamidzic messen mit zweierlei Maß – mit dem einen bei der Berichterstattung, mit dem anderen bei sich selbst. "Wir machen hier jetzt keinen Kleinkrieg", sagte Rummenigge, bevor die Pressekonferenz vom FC Bayern abgebrochen wurde. Doch genau den hatten sie gerade angezettelt. Diese denkwürdige Pressekonferenz wird den FC Bayern länger begleiten, als den Verantwortlichen lieb ist.

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