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Bundesliga: Darum stehen Gladbach und RB Leipzig ganz oben

Nach Sensationshinrunde  

Deshalb stehen Leipzig und Gladbach ganz oben

Von Jannik Meyer

19.12.2019, 16:02 Uhr
Bundesliga: Darum stehen Gladbach und RB Leipzig ganz oben. Marcus Thuram (l.) und Timo Werner (r.): Die beiden Stürmer schießen ihre Teams zu Titelkandidaten. (Quelle: imago images/Collage t-online.de)

Marcus Thuram (l.) und Timo Werner (r.): Die beiden Stürmer schießen ihre Teams zu Titelkandidaten. (Quelle: Collage t-online.de/imago images)

Der Herbstmeister der Saison 2019/2020 heißt entweder Borussia Mönchengladbach oder RB Leipzig. Doch wie konnten diese Teams in der Tabelle nach ganz oben klettern? t-online.de zeigt Ihnen die Gründe auf.

Schon nach dem 16. Spieltag steht fest: Der Herbstmeister der Bundesliga heißt entweder RB Leipzig oder Borussia Mönchengladbach. Damit führt erstmals seit der Saison 2009/2010 nicht der FC Bayern oder Borussia Dortmund die Tabelle zum Jahreswechsel an. Mit RB Leipzig könnte der Weihnachtsspitzenreiter zudem das erste Mal aus dem Osten kommen.

Vor dem letzten Spieltag der Hinrunde haben Leipzig und Gladbach beide 34 Punkte. Wegen der deutlich besseren Tordifferenz sind die Sachsen Tabellenführer. Der Vorsprung auf die Meisterschaftsfavoriten aus München und Dortmund beträgt vier Punkte.

Gladbach braucht mehr Punkte als Leipzig – oder einen Wahnsinnssieg

Zunächst trifft RB am Samstagnachmittag auf die ebenfalls formstarken Augsburger (15.30 Uhr, im Liveticker bei t-online.de), am Abend tritt die Borussia aus Mönchengladbach bei Hertha BSC an (18.30 Uhr, im Liveticker bei t-online.de). Um sich die Herbstmeisterschaft zu sichern, gibt es für Gladbach zwei Szenarien: Wenn Leipzig siegt, bräuchte Gladbach einen Kantersieg mit mindestens 13 Toren Vorsprung in Berlin – äußerst unwahrscheinlich, dass es so kommt. Deutlich realistischer ist, dass Gladbach auf einen Ausrutscher von RB hofft und das eigene Spiel gewinnt.

Torjubel von RB Leipzig beim 3:3 in Dortmund: Jubeln die Sachsen am Samstag über die Herbstmeisterschaft? (Quelle: imago images/Sven Simon)Torjubel von RB Leipzig beim 3:3 in Dortmund: Jubeln die Sachsen am Samstag über die Herbstmeisterschaft? (Quelle: Sven Simon/imago images)

Doch wie kam es überhaupt dazu, dass sich diese beiden Teams in der Tabelle abgesetzt haben? Das sind die Gründe.

1. Die Offensive

Beide Teams stehen ganz oben in der Tabelle, weil die Offensivreihen in der bisherigen Saison gut in Form sind. Leipzig stellt mit 45 Toren zwar die beste Offensive der Liga, ist aber sehr abhängig von Timo Werners Treffern (18). Wenn sich der 23-Jährige verletzen würde, wäre es wohl schwierig, ihn zu ersetzen. Die Borussia hingegen hat "nur" 33 Tore erzielen können, besitzt dafür aber eine Reihe von Stürmern, die eine ähnliche Torquote aufweisen. Mit Breel Embolo, Marcus Thuram (beide sechs), Patrick Herrmann und Alassane Plea (beide fünf) haben die Fohlen vier Stürmer, die regelmäßig treffen. So konnten die zwischenzeitlichen Ausfälle von Embolo und Plea von den anderen Akteuren kompensiert werden.

2. Die Torhüter

Die Keeper Yann Sommer (Borussia Mönchengladbach) und Péter Gulácsi (RB Leipzig) haben einen großen Anteil an den Erfolgen der Teams. Gulácsi hielt starke 70 Prozent der Abschlüsse auf sein Tor, Sommer wehrte sogar 77 Prozent der Bälle ab. Mit nur 18 (Gladbach) und 19 (Leipzig) Gegentoren stellen beide Vereine zwei der besten Defensivreihen der Liga. Nur der VfL Wolfsburg (16) zeigt sich noch stabiler.

Hielt knapp 80 Prozent der Bälle, die auf sein Tor kamen: Gladbachs Torhüter Yann Sommer. (Quelle: imago images/Rust)Hielt knapp 80 Prozent der Bälle, die auf sein Tor kamen: Gladbachs Torhüter Yann Sommer. (Quelle: Rust/imago images)

3. Konstanz

Die Konstanz der beiden Spitzenteams ist beeindruckend. In der laufenden Saison kam es bei Borussia Mönchengladbach nicht ein Mal vor, dass die Fohlen zwei Spiele in Folge nicht gewonnen haben. Auf eine Niederlage oder ein Unentschieden folgte jedes Mal ein Sieg. Die Leipziger hingegen hatten in der Saison eine Schwächephase zu überstehen. Zwischen dem sechsten und neunten Spieltag gelang der Nagelsmann-Elf nicht ein Sieg. Doch vor und nach dieser Phase haben die Sachsen nicht ein Spiel verloren.

4. Starke Schlussphase

Wenn Leipzig und Gladbach spielen, ist Spannung bis zum Schluss garantiert. In den letzten 15 Spielminuten erzielte die Mannschaft von Trainer Marco Rose acht Treffer. RB zeigte sich in den Schlussminuten noch effektiver und traf zwischen der 76. und der 90. Minute bereits zwölfmal – kein Team traf in der Zeit öfter.

Gladbachs Stefan Lainer (l.) hier im Duell mit Timo Werner (r.): Dank eines Dreierpacks von Werner setzte sich Leipzig im Duell mit Borussia Mönchengladbach mit 3:1 durch. (Quelle: imago images/Team 2)Gladbachs Stefan Lainer (l.) hier im Duell mit Timo Werner (r.): Dank eines Dreierpacks von Werner setzte sich Leipzig im Duell mit Borussia Mönchengladbach mit 3:1 durch. (Quelle: Team 2/imago images)

5. Schwächelnde Konkurrenz

RB Leipzig und Borussia Mönchengladbach profitieren auch von den Schwächen der Konkurrenten. Sowohl der FC Bayern als auch Borussia Dortmund laufen bislang den eigenen Erwartungen hinterher. Im direkten Vergleich verlor Gladbach in Dortmund (0:1), gewann aber gegen den FC Bayern (2:1). Leipzig trennte sich von beiden Schwergewichten des deutschen Fußballs unentschieden (1:1 gegen Bayern, 3:3 in Dortmund).

Ausblick auf die Rückrunde

Zum Ende der Vorrunde stellt sich nun die Frage: Wie stehen die Chancen für Leipzig und Gladbach auf die Meisterschaft? Beide Teams müssen es schaffen, die Konstanz aufrechtzuerhalten, welche sie in der Hinrunde so stark gemacht hat. Außerdem werden die direkten Duelle der beiden Teams untereinander sowie die Spiele gegen Dortmund und Bayern entscheidend sein. Weil davon auszugehen ist, dass der BVB und der FCB in der Rückrunde konstanter punkten, sollten Gladbach und Leipzig die direkten Duelle nicht verlieren, um bis zum Ende der Spielzeit oben mitzuspielen.

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche

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