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Corona-Krise — 300 Mio. Euro Mediengelder: Bundesliga-Klubs vorerst gerettet


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Durch 300 Mio. Euro Mediengelder: Bundesliga-Klubs vorerst gerettet

Von afp, dpa, t-online
Aktualisiert am 23.04.2020Lesedauer: 3 Min.
DFL-Chef: Christian Seifert hat die Bereitschaft der Bundesliga signalisiert, ab Mai wieder spielen zu können.
DFL-Chef: Christian Seifert hat die Bereitschaft der Bundesliga signalisiert, ab Mai wieder spielen zu können. (Quelle: imago-images-bilder)
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Wie geht es mit der Bundesliga in der Corona-Krise weiter? Diese Frage haben die Klubchefs nun in einer Videokonferenz beraten. Die Ergebnisse überraschen kaum.

Der Spielbetrieb in der Fußball-Bundesliga und der 2. Liga bleibt bis auf Weiteres ausgesetzt. Die 36 Profiklubs seien aber "bereit", sobald die Politik den Termin für den Neustart festlege, sagte Christian Seifert, Chef der Deutschen Fußball Liga, nach einer Mitgliederversammlung. Selbst ein Datum festzulegen, "wäre anmaßend, gehört sich auch nicht und liegt nicht an uns". Die Ministerpräsidenten und Bundeskanzlerin Angela Merkel konferieren am 30. April – dann könnte eine Entscheidung fallen.

Seifert: "Wir haben es nicht in der Hand"

"Wir haben es nicht in der Hand, ob wir überhaupt spielen. Und wenn ja, wann", sagte Seifert. "Wir haben nur in der Hand, die Rahmenbedingungen zu schaffen. Wir haben mehrere Spielplanoptionen." Das erste Mai-Wochenende sei "nicht realistisch". Sollte die Politik beschließen, dass es am 9. Mai weitergehen könnte, "dann werden wir am 9. Mai bereit sein".

Die beiden höchsten Spielklassen pausieren bereits seit Mitte März. Die Diskussionen über den Neustart hatten in dieser Woche Fahrt aufgenommen, nachdem die Ministerpräsidenten Markus Söder (Bayern/CSU) und Armin Laschet (Nordrhein-Westfalen/CDU) öffentlichkeitswirksam den 9. Mai als möglichen Termin ins Spiel gebracht hatten. Bis zur Nacht auf den 4. Mai gelten in Deutschland noch strikte Kontaktbeschränkungen.

Einigungen mit Medienpartnern

Finanziell scheinen die Vereine inzwischen etwas besser abgesichert. Mit "fast allen" Medienpartnern sei eine Einigung für eine Vorauszahlung der noch ausstehenden TV-Prämien erzielt worden. "Es wird möglich sein, den Klubs Liquidität bis 30. Juni zukommen zu lassen", sagte Seifert. "Erste Zahlungen sollen im Mai kurzfristig ausgelöst werden", ergänzte er. Ein "besonderer Dank" gelte dem größten Medienpartner, dem Pay-TV-Sender Sky. Große TV-Partner sind zudem ARD und ZDF sowie Eurosport, das die Rechte an den Internet-Streamingdienst DAZN sublizenziert hat. Es ging um die Zahlung der vierten und letzten Rate der Fernsehgelder, Medienberichten zufolge rund 300 Millionen Euro.

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Zur Fortsetzung des Spielbetriebes hat eine Experten-Kommission der Deutschen Fußball Liga ein Konzept erarbeitet, das den Klubs am Donnerstag vorgestellt wurde. Dieses enthält unter anderem strikte organisatorische Vorgaben. So sollen maximal ca. 300 Personen an der Durchführung einzelner Geisterspiele beteiligt werden – Spieler und Trainer eingeschlossen. Zudem gibt die von DFB-Chefmediziner Tim Meyer geleitete Task Force klare Vorgaben für Hygienemaßnahmen.

Engmaschige Tests der Spieler

Die Spieler sollen während der Saison engmaschig auf das Coronavirus getestet werden, mindestens einmal pro Woche. Dafür rechnet die DFL mit einem Bedarf von rund 20.000 Tests. "Wir haben auch hier eine Kooperationsvereinbarung abgeschlossen, mit insgesamt fünf Laborverbänden", sagte Seifert. "Alle Labore haben uns schriftlich versichert, dass die derzeitigen Kapazitäten ausreichend sind und durch Covid-19 keine Limitierung der Testkapazitäten auftreten."

Darüber, ob die Fußball-Profis trotz fehlender Symptome ständig kontrolliert werden sollen, hatte sich ein fast schon gesellschaftspolitischer Streit entbrannt. Auch das Robert Koch-Institut meldete Zweifel an der Sinnhaftigkeit an. Das Bundesinnenministerium sprach sich gegen die baldige Terminierung des Neustarts aus.
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte am Mittwoch aber erneut Hoffnung auf den baldigen Anpfiff der Geisterspiele gemacht - funktionierende Schutzmaßnahmen vorausgesetzt. "Wenn das gelingen kann bei minimiertem und so gut wie möglich ausgeschlossenem Infektionsrisiko, dann kann das sicherlich gehen", sagte Spahn.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagenturen AFP, dpa
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