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Union Berlin: Bundesliga-Star fordert Ausdauer im Kampf gegen Rassismus

"Gibt viel mehr zu machen"  

Bundesliga-Star fordert Ausdauer im Kampf gegen Rassismus

09.06.2020, 15:51 Uhr | dpa

Union Berlin: Bundesliga-Star fordert Ausdauer im Kampf gegen Rassismus. Anthony Ujah warnt vor zu wenig Ausdauer im Kampf gegen Rassismus. (Quelle: dpa)

Anthony Ujah warnt vor zu wenig Ausdauer im Kampf gegen Rassismus. (Quelle: dpa)

Bundesliga-Stürmer Anthony Ujah ist bewegt von der weltweiten Solidarität im Kampf gegen Rassismus. Gleichzeitig mahnt er an, dass die Botschaft nachhaltig vertreten werden muss, um wirklich etwas zu verändern.

Fußballprofi Anthony Ujah vom Bundesligisten 1. FC Union Berlin fordert mehr Nachhaltigkeit im Kampf gegen Rassismus. "Es geht nicht nur um ein, zwei Wochen jetzt. Es ist wichtig, dass die Message tief in die Herzen von allen geht", sagte der Stürmer am Dienstag in einer Videokonferenz mit Journalisten und ergänzte: "Wir können ein gutes Leben zusammen haben, wenn jeder jeden akzeptiert."

Ujah sieht die ganze Gesellschaft in der Pflicht

Der 29-Jährige aus Nigeria nannte die jüngsten Protestaktionen in der Bundesliga nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd in den USA "super" und zeigte sich "glücklich" über die neue Solidarität, mahnte aber auch an: "Es gibt viel mehr zu machen."

Was gerade passiert, könne nur der erste Schritt sein. "Kein Kind ist rassistisch geboren oder wacht auf und sagt: Ja, ich will Rassist sein", sagte Ujah und nahm die ganze Gesellschaft in die Pflicht, damit sich Missstände ändern. "Jedes Elternteil spielt eine Rolle, jede Schule spielt eine Rolle."

Er wünsche sich für die Zukunft mehr Diversität in allen Bereichen und nannte neben Büros und Firmen beispielsweise auch Trainerstäbe im Sport als Beispiele. "Es geht nicht darum, wer woher kommt oder die Hautfarbe", sagte der ehemalige Profi des 1. FC Köln, FSV Mainz 05 und Werder Bremen. Der eingeschlagene Weg sei aber gut: "Ich bin mir sicher, die Zukunft wird besser. Auch wenn es viel zu machen gibt."

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur DPA

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