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TV-Rechtevergabe: Sportschau bleibt – Amazon ist der große Verlierer

Bundesliga im Fernsehen  

TV-Rechte: "Sportschau" bleibt – Amazon ist der große Verlierer

22.06.2020, 16:12 Uhr | np, dpa

TV-Rechtevergabe: Sportschau bleibt – Amazon ist der große Verlierer. TV-Rechtevergabe: Sky ist der große Gewinner und zeigt ab 2021/2022 weiter die meisten Spiele.  (Quelle: imago images/Sven Simon)

TV-Rechtevergabe: Sky ist der große Gewinner und zeigt ab 2021/2022 weiter die meisten Spiele. (Quelle: Sven Simon/imago images)

Am frühen Nachmittag verkündete DFL-Chef Christian Seifert das Ergebnis der TV-Rechtevergabe. Einige Unternehmen gingen bei der Auktion überraschend leer aus. Ein Flaggschiff der vergangenen Jahre bleibt bestehen. 

200 Live-Spiele bei Sky, 106 Partien bei DAZN sowie Höhepunkte der Spiele weiterhin in der "Sportschau" und im "Aktuellen Sportstudio": So sieht das TV-Angebot der Fußball-Bundesliga von der Saison 2021/2022 an aus. Das bestätigte die DFL am Montag bei ihrer Mitgliederversammlung.

Fußballfans müssen sich nach der nächsten Saison damit nur wenig umstellen. Neu ist zum einen, dass Sky sonntags keinerlei Spiele mehr zeigen wird. Und auch Amazon ist raus. t-online.de gibt Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Entscheidungen und bei welchem Sender Sie was schauen können.

Die Konferenzen am Samstag, die Einzelspiele sowie das Topspiel wird weiterhin Sky übertragen. Dabei handelt es sich um insgesamt 200 Bundesligapartien. Hinzu kommen die Relegation zwischen Bundesliga und zweiter Liga sowie der Supercup vor Saisonbeginn.

Wie schon ab dieser Saison zeigt DAZN weiterhin das Freitagsspiel. Der Streamingsender sicherte sich allerdings zusätzlich alle Sonntagsspiele, sprich: Die Partien um 15.30 Uhr, 17.30 Uhr (welche in den vergangenen Jahren um 18 Uhr begannen) und die zehn Ausweichsspiele um 19.30 Uhr (bislang fünf am Montag um 20.30 Uhr und fünf am Sonntag 13.30 Uhr). Damit zeigt DAZN insgesamt 106 Partien. 

Neun Spiele sind ab der Saison 2021/2022 im Free-TV zu sehen. Überraschend sicherte sich ProSieben/Sat.1 die Rechte an den Partien. Bislang übertrug das ZDF die Spiele, zu denen der Supercup sowie Erstliga-Freitags-Partien am 1., 17. und 18. Spieltag gehören. Dazu kommen vier Relegationsspiele und das Auftaktspiel der 2. Bundesliga.

Die frei zu empfangenden TV-Klassiker "Sportschau" in der ARD und "Aktuelles Sportstudio" im ZDF bleiben erhalten und dürfen am Samstag wie bisher Zusammenfassungen zeigen. Während die ARD im Zeitfenster zwischen 18.30 und 20.15 Uhr senden darf, kann das ZDF zwischen 21.45 und 24.00 Uhr senden. 

Auch ab der Saison 2021/2022 darf Sport1 zwischen 6.00 und 15.00 Uhr am Sonntag Highlights der Partien vom Samstag zeigen. Damit wäre auch gewährleistet, dass der Fußballstammtisch "Doppelpass" in seiner Sendung Spielszenen vom Samstag zeigen kann.

Die ARD und seine dritten Programme können weiterhin die Spielsequenzen vom Sonntag zeigen. Das Zeitfenster liegt zwischen 21.15 und 24 Uhr. Damit ist es auch Arnd Zeigler mit seiner Sendung "Zeiglers wunderbare Welt des Fußballs" weiter möglich, im TV Spielszenen zu zeigen. 


Amazon geht komplett leer aus

Der im Vorfeld als aussichtsreicher Kandidat gehandelte Onlinehändler Amazon hat wie die Telekom keines der insgesamt sieben audiovisuellen Live-Rechtepakete gekauft. Zuletzt hatte Amazon mit dem Erwerb von Rechten der Premier League und der Champions League für Aufsehen gesorgt. Nach der Corona-Zwangspause erwarb der Internet-Gigant einzelne Spiele und übertrug parallel zu DAZN.

Die Live-Rechtepakete der Bundesliga: Insgesamt drei Unternehmen sicherten sich TV-Rechte ab der Saison 2021/2022. Die Live-Rechtepakete der Bundesliga: Insgesamt drei Unternehmen sicherten sich TV-Rechte ab der Saison 2021/2022.

Sky bleibt mit dem Kauf von drei der vier teuersten Rechte-Pakete der wichtigste Geldgeber der deutschen Profivereine. Ein Einbruch der Einnahmen konnte verhindert werden. Trotz der Corona-Krise, die vor allem die Geschäftsmodelle von Sky und DAZN leiden ließ, kommen wieder mehrere Milliarden zusammen. 

Nach Angaben von DFL-Geschäftsführer Christian Seifert wurde bei der Auktion der Medienrechte für den Zeitraum durchschnittlich pro Jahr 1,1 Milliarden Euro und damit insgesamt 4,4 Milliarden Euro erlöst. Bei dem noch bis Ende der kommenden Spielzeit laufenden Vertrag waren für vier Saisons 4,64 Milliarden Euro erzielt worden. Die 36 Profi-Klubs müssen von 2021 an also mit weniger Geld planen. 

2.Liga Topspiel kehrt ins Free-TV zurück

Neu ist, dass zukünftig wieder Spiele der 2. Liga ohne Zusatzkosten im Free-TV  zu sehen sein werden. 33 Partien am Samstagabend darf Sport1 übertragen, parallel zu Sky. Der Pay-TV-Sender sicherte sich auch die Rechte an allen weiteren Zweitliga-Einzelspielen sowie Konferenzen. 

Lediglich die Highlights der 2. Bundesliga am Freitagabend (22.30 bis 24.00 Uhr) sowie am Sonntagabend (18.45 Uhr bis 21.15 Uhr) verlor Sky an die ARD. Die ARD sicherte sich zudem die Audiorechte für das Internet. 

Axel Springer zeigt künftig Pay-Highlight-Clips direkt nach Abpfiff. Der Konzern hat damit quasi parallel zur Sportschau die Möglichkeit, digital und mobil in seinem Bezahlbereich die Highlights der Samstagsspiele zu verwerten.


Ursprünglich sollte die Auktion bereits im April beginnen und Anfang Mai abgeschlossen sein. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde der Zeitplan für das Wettbieten aber gestoppt. Die DFL hatte nach eigener Aussage in Absprache mit den Interessenten die Auktion nicht noch weiter nach hinten verschoben.

Verwendete Quellen:

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