Sie sind hier: Home > Sport > Bundesliga > FC Bayern München >

FC Bayern: Salihamidzic und der Flick-Streit – so oft ist er schon angeeckt

Konflikt mit Flick  

Die Personalie Salihamidzic: So oft ist er bei Bayern schon angeeckt

10.04.2021, 13:22 Uhr
FC Bayern: Salihamidzic und der Flick-Streit – so oft ist er schon angeeckt . Hasan Salihamidzic: Seit Juli 2020 ist er Sportvorstand bei den Bayern.  (Quelle: imago images/Poolfoto)

Hasan Salihamidzic: Seit Juli 2020 ist er Sportvorstand bei den Bayern. (Quelle: Poolfoto/imago images)

Sportlich gab es für die Bayern jüngst einen Rückschlag. Auch intern brodelt es. Die Streitigkeiten zwischen Trainer Hansi Flick und Hasan Salihamidzic nehmen kein Ende. Es ist nicht das erste Mal, dass der Sportvorstand aneckt.

Wenn die Bayern zu ihren Spielen reisen, ist einer immer dabei: Sportvorstand Hasan Salihamidzic. Meist in weißem Hemd und schwarzer Kleidung. Schlicht. Doch wenn er vor die Mikros tritt, sorgt er gerne mal für Zündstoff. Zuletzt, als er vor dem Champions-League-Spiel gegen Paris St. Germain den Abgang von Jérôme Boateng verkündete. Denn seine Entscheidungen sind nicht überall gerne gesehen. Bei Bayern-Trainer Hansi Flick sorgten sie in letzter Zeit für Unverständnis, ebenso wie bei einigen Fans. So sehr, dass ein weiteres Zusammenarbeiten der beiden fast unmöglich scheint (mehr dazu lesen Sie hier).

Von der Chefetage gab es immer wieder Lob. Der frühere Klubpräsident Uli Hoeneß sagte bei "Sport1" im Juli 2020 nach Salihamidzics Beförderung vom Sportdirektor zum Sportvorstand: "Ich möchte die Arbeit eines Sportdirektors nicht an ein, zwei Transfers bemessen, sondern am Gesamtpaket. Dass das Gebilde des FC Bayern konstruktiv weiterentwickelt wird, ist für mich viel wichtiger als ein Transfer, der klappt oder nicht."

Während es von Uli Hoeneß Anerkennung gibt, ist Salihamidzics Verhältnis zu den Bayern-Trainern angespannter. Seit Sommer 2017 ist er beim Verein im Amt und seine Zeit war geprägt von mehreren Uneinigkeiten. Nicht nur im Fall Flick.

Meinungsverschiedenheit mit Kovač 

Ein wichtiger Punkt bei der Weiterentwicklung eines Vereins ist die Zusammenstellung des Kaders und das Zusammenspiel der Mannschaft, um langfristig erfolgreich zu sein. Flick hätte Boateng gerne behalten, Salihamidzic nicht. Auch mit Ex-Trainer Niko Kovač war sich der damalige Sportdirektor uneinig, als es beispielsweise um die Verpflichtung von Ante Rebić im Sommer 2018 ging. Während Kovač von dem Stürmer schwärmte, sagte Salihamidzic damals: "Unser Kader ist gut genug". Der "Kicker" schrieb damals davon, dass Kovač gerne neues Personal in München gesehen hätte.

Ante Rebic: Der Stürmer spielt aktuell beim AC Mailand.  (Quelle: imago images/LaPresse)Ante Rebić: Der Stürmer spielt aktuell beim AC Mailand. (Quelle: LaPresse/imago images)

Auch im Dezember des Jahres 2018 gerieten die beiden aneinander, als es um das Champions-League-Spiel gegen Ajax Amsterdam (3:3) ging. Kovač sagte damals: "Wir haben heute ein sensationell gutes Spiel gesehen von zwei Mannschaften, die auf einem hohen Niveau gespielt haben. Das war Werbung für den Fußball." Salihamidzic war genau entgegengesetzter Meinung, als er sagte: "Wir haben kein gutes Spiel gemacht, das einzig Positive ist, dass wir Gruppenerster sind." Abgesehen von dem Ergebnis wurde auch hier ein Konflikt in der Öffentlichkeit vor Mikrofonen ausgetragen. 

Andere Meinung als Heynckes 

Auch vor Kovač und unter Triple-Trainer Jupp Heynckes, der von Oktober 2017 bis Juni 2018 als Trainer des Rekordmeisters zurückkam, herrschte Uneinigkeit bei Transfers. In diesem Fall ging es um Renato Sanches, der an Swansea City verliehen war. Es wurde darüber spekuliert, ob der Mittelfeldspieler möglicherweise früher zurückkommen würde. Heynckes positionierte sich damals klar mit den Worten, es gebe "keinen Bedarf". Und: "Es ist überhaupt nicht darüber gesprochen worden, ihn wieder zurückzuholen." Salihamidzic meinte hingegen am Rande eines Spieltages: "Wir sind in ständigem Austausch mit ihm."

Sanches (l.) und Neymar im Zweikampf: Der frühere Bayern-Spieler ist seit August 2019 bei Lille unter Vertrag.  (Quelle: imago images/PanoramiC)Sanches (l.) und Neymar im Zweikampf: Der frühere Bayern-Spieler ist seit August 2019 bei Lille unter Vertrag. (Quelle: PanoramiC/imago images)

Salihamidzic fährt bei den Bayern seine Linie. Den Zuspruch der Fans hat er dabei oftmals nicht. Dafür bekräftigte die Führungsriege intern den heutigen Sportvorstand immer wieder. So sagte Präsident Herbert Hainer, dass sie "absolut überzeugt von ihm" sei. Zudem sagte er im vergangen Jahr zur "Sport Bild": "Der Kader der Profis trägt nach drei Jahren seine Handschrift."

Doch diese Handschrift gefällt nicht jedem Trainer. Es scheint, als würde Salihamidzics Linie immer wieder zu Konflikten führen. Ob Hansi Flick über den Sommer noch Trainer an der Säbener Straße sein wird, ist fraglich. Rekordnationalspieler Lothar Matthäus zweifelt daran. Fakt ist: Im Titelkampf muss Bayern fokussiert bleiben. Wenn am heutigen Samstag Union Berlin zu Gast ist (15.30 Uhr/t-online-Liveticker), ist Verlieren verboten.

Verwendete Quellen:

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Alba Modatchibo.deOTTODeichmannbonprix.deLIDLBabistadouglas.deamazon.de

shopping-portal