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FC Bayern: Verkauf von Lewandowski? Ja, aber nur unter zwei Bedingungen


Lewandowski-Verkauf? Ja, aber nur unter zwei Bedingungen

Von Robert Hiersemann und Florian Wichert

23.08.2021Lesedauer: 1 Min.
Interview
Was ist ein Pro & Kontra?

Die subjektive Sicht zweier Autoren auf ein Thema. Niemand muss diese Meinungen übernehmen, aber sie können zum Nachdenken anregen.

Robert Lewandowski: Wechselt er etwa bald schon vom FC Bayern nach Spanien?Vergrößern des Bildes
Robert Lewandowski: Wechselt er etwa bald schon vom FC Bayern nach Spanien? (Quelle: t-online/imago-images-bilder)

Der beste Torjäger der Bundesliga will seinen Verein angeblich verlassen. Allerdings nur mit dem Einverständnis der Klubführung. Wie sollte die Riege um Boss Oliver Kahn darauf reagieren?

In der vergangenen Woche vermeldete der Pay-TV-Sender Sky, dass Robert Lewandowski den FC Bayern spätestens im Sommer 2023 und damit nach Ablauf seines aktuellen Vertrages verlassen will. Dem Bericht zufolge könnte der Toptorjäger dann im "Spätherbst" seiner Karriere im Alter von 33 Jahren doch noch zu Real Madrid wechseln – dem angeblichen Transferziel.

"Das stört mich nicht, ich glaube, das gehört zum Fußballbusiness dazu", so die Reaktion von Bayern-Trainer Julian Nagelsmann auf die Gerüchte. Und in der Tat ist Lewandowski in den vergangenen Jahren beim FC Bayern immer wieder mit einem Wechsel in Verbindung gebracht worden, ob zum FC Chelsea, zu Real oder zu Manchester City.

Immerhin: Lewandowski soll dem Bericht zufolge den FC Bayern "nur im Einvernehmen verlassen" wollen. Heißt: Sagt die Chefetage Nein, dann geht er auch nicht. Was zur Frage führt:

Sollte der FC Bayern Robert Lewandowski vor Vertragsende ziehen lassen?

Pro
Florian WichertStellvertretender Chefredakteur

Ja, unter zwei Bedingungen

Eine Stärke des FC Bayern lag in den letzten 20 Jahren oft darin, Personalplanung frühzeitig zu betreiben, einen Umbruch selbst einzuleiten, statt abzuwarten. Gerade im Sturmzentrum. Ob Giovane Elber, Roy Makaay, Luca Toni, Mario Gomez oder Miroslav Klose – alle mussten irgendwann gehen. Elber sogar als amtierender Torschützenkönig. Einen Nachfolger hatte Bayern meist längst am Haken.

Auch Lewandowski hat nach sieben überragenden Jahren bei Bayern im achten erneut die Chance auf die Torjägerkrone – um sich dann noch mal einem anderen Topklub anzuschließen. Auch hier muss Bayern das Heft des Handelns in den Händen behalten und den Abschied des alternden Angreifers gut vorbereiten. Bayern sollte den dann fast 34-Jährigen im kommenden Jahr und damit ein Jahr vor Vertragsende ziehen lassen. Wenn auch unter zwei Bedingungen.

Die erste: Es gibt noch einen Verein, der rund 50 Millionen Euro Ablöse zahlt. Die zweite: Bayern bekommt einen Topstürmer als Ersatz.

Am besten: Erling Haaland. Wenn der mit einer Lewandowski-Ablöse finanzierbar wird, muss Bayern zuschlagen – um womöglich eine ähnlich erfolgreiche und lange Ära einzuleiten, wie es die mit Lewandowski war. Im Notfall: Mauro Icardi von Paris, um die nächsten zwei, drei Jahre zu überbrücken.

Kontra
Robert HiersemannBereichsleiter Entwicklung

Nein, Bayern muss sogar über eine Verlängerung nachdenken

Torjäger Robert Lewandowski ist der beste Stürmer der Welt. Ihn vor seinem Vertragsende im Jahr 2023 ziehen zu lassen, wäre ein nicht wieder gutzumachender Fehler der Vereinsführung des FC Bayern.

Denn in 331 Pflichtpartien für den deutschen Rekordmeister erzielte der Pole 297 Tore. Eine Sensationsquote! Und vor wenigen Monaten wurde er auch noch erstmals zum Weltfußballer gewählt. Lewandowski ist eine Ausnahmeerscheinung und weiterhin topfit, denn er achtet penibel auf seine Ernährung und den idealen Schlafrhythmus. Viele Experten trauen dem durchtrainierten Torjäger zu, ähnlich lange auf Topniveau wie Cristiano Ronaldo zu spielen – also auch mit 36 Jahren noch in der Weltklasse mitzuhalten.

Schafft Lewandowski das, müssen die Bayern-Bosse im kommenden Sommer sogar darüber nachdenken, noch einmal mit ihm zu verlängern.

Und viel mehr noch: Selbst wenn er irgendwann nicht mehr auf dem höchsten Niveau mithalten kann, sollte man probieren, den Stürmer weiter an den Verein zu binden. Denn seine Erfahrung, Qualität und Strahlkraft als Weltklassestürmer sind auch in 10 oder 15 Jahren noch Gold wert – als Trainer, Klub-Botschafter oder in einer anderen ganz anderen Position.

Wer hat recht?

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Im "Zweikampf der Woche" kommentieren wöchentlich Florian Wichert (Stellvertretender Chefredakteur bei t-online) und Robert Hiersemann (Head of Fußball und Sport) aktuelle Fußballthemen.

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