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FC Bayern: Julian Nagelsmann wehrt sich gegen "Lügenbaron"-Vorwurf

Vor Rückkehr nach Leipzig  

Nagelsmann wehrt sich gegen "Lügenbaron"-Vorwurf

10.09.2021, 19:25 Uhr | t-online, dpa

FC Bayern: Julian Nagelsmann wehrt sich gegen "Lügenbaron"-Vorwurf. Seit dieser Saison Trainer beim FC Bayern: Julian Nagelsmann. (Quelle: dpa/Silas Stein)

Seit dieser Saison Trainer beim FC Bayern: Julian Nagelsmann. (Quelle: Silas Stein/dpa)

Nach der großen Münchner Shoppingtour bei RB Leipzig ist die Tonlage für das Bundesliga-Topspiel gesetzt: Vor allem Trainer Nagelsmann muss mit Unmutsbekundungen der RB-Anhänger rechnen. Doch den stört das wenig.

Julian Nagelsmann stellt sich innerlich darauf ein, dass er bei seiner Rückkehr ins Leipziger Stadion bildlich gesehen auf der Anklagebank Platz nehmen muss. Der Bayern-Coach kalkuliert am Samstag (18.30 Uhr) im Bundesliga-Topspiel gegen seinen Ex-Club und Vizemeister Unmutsäußerungen und Pfiffe der RB-Fans ein. Eine Titulierung aber wies der 34-Jährige im Vorfeld brüsk zurück: Ein "Lügenbaron" sei er nicht – trotz der ebenfalls nach München gewechselten RB-Topspieler Dayot Upamecano und Marcel Sabitzer.

"Ich zittere jetzt nicht. So schlimm ist es nicht, wenn da ein paar Leute pfeifen. Da müssten alle 34.000 pfeifen, dann ist das halt so", sagte Nagelsmann am Freitag. Er kündigte sogar an, dass er bei seiner emotionalen Rückkehr, die er trotz aller Nebengeräusche "voller Vorfreude" angehe, erneut etwas aus Sachsen entführen möchte: drei Punkte. "Es geht in erster Linie darum, das Spiel zu gewinnen", sagte der Bayern-Coach ungeachtet des Rummels rund um dieses Topspiel.

Nagelsmann holt vor dem Mini-Klassiker ein Satz ein, den er vor seinem Transfer zum deutschen Rekordmeister gesagt hatte. Er werde keinen Kleinbus mieten, um nach München zu fahren und "im Schlepptau noch den einen oder anderen guten Spieler von Leipzig zu haben".

Kahn: "Wir schwächen nicht gezielt jemanden"

Abwehrhüne Upamecano hatte tatsächlich schon vor ihm bei den Bayern unterschrieben. Aber Nagelsmann nahm neben seinem langjährigen Videoanalysten Benjamin Glück auch die Co-Trainer Dino Toppmöller und Xaver Zembrod sowie den Psychologen Maximilian Pelka mit nach Bayern. Und zuletzt verpflichteten die Münchner auch noch den von Nagelsmann sehr geschätzten RB-Kapitän Marcel Sabitzer. "Wir schwächen nicht gezielt jemanden", sagte Bayern-Chef Oliver Kahn dennoch zur großen Sommer-Shoppingtour in Leipzig. Die RB-Fans dürften auch zu Kahns Worten eine deutlich abweichende Meinung vertreten.

Nagelsmann äußerte sich am Freitag auch noch einmal zu seiner damaligen Aussage in einer Pressekonferenz: "Wenn du da sitzt und sagst, ich will auf jeden Fall sechs Spieler und auch sieben Staff-Mitglieder mitnehmen, da weiß ich nicht, ob jeder Fan dann sagt, okay, das ist besser. Würde der Fan morgen klatschen? Ich glaube nicht." Er selbst blicke auf "zwei tolle Jahre" bei RB zurück, in denen er und sein Stab den Verein gut weiterentwickelt hätten.

Leipzig auf Distanz halten

Seine Startphase in München ist gelungen, anders als die seines Nachfolgers Jesse Marsch in Leipzig mit nur drei Punkten aus drei Ligaspielen. Die Bayern können einen Titelkonkurrenten schon früh in der Saison erst mal distanzieren. Nagelsmann muss abwägen, wie er die Kräfte seiner Spieler angesichts des Champions League-Starts nur drei Tage später mit dem Gruppen-Kracher beim FC Barcelona gut verteilt. "Wir müssen überlegen, wer kann beide Partien spielen, wer eins, wer anderthalb", sagte der 34-Jährige mit Blick auf beide Topspiele.

Ob Upamecano und Sabitzer, die inklusive der Ablöse für Nagelsmann im Gesamtpaket über 70 Millionen Euro in die RB-Kasse spülten, an alter Wirkungsstätte sofort auflaufen werden, verriet der Trainer nicht. Bei Sabitzer deutete Nagelsmann zum Debüt eher einen Joker-Einsatz an. Fit sind wieder Thomas Müller und Alphonso Davies. Und auch die französischen Weltmeister Lucas Hernández und Benjamin Pavard brennen nach ihren Verletzungen auf ein Comeback im Bayern-Trikot.

Nagelsmann lobt Bayerns Flügelzange

Erfreut hat Nagelsmann die guten Länderspiel-Auftritte der beiden Außenstürmer Serge Gnabry und Leroy Sané verfolgt. "Serge darf die Bolzplatz-Mentalität gerne auch in Bundesliga und Champions League auf den Platz bringen", sagte Nagelsmann zu Gnabry. Sané bescheinigte er eine Entwicklung, die "in die richtige Richtung" gehe.

Eins sagte Nagelsmann auch noch: Pfiffe gegen ihn würden ihn im Leipziger Stadion bei der Ausführung seines Jobs an der Seitenlinie nicht beeinflussen. "Ich werde deswegen nicht ein schlechterer Trainer für das Spiel." Sein Gegenspieler Jesse Marsch setzt derweil auf positive Unterschätzung für ihn und seine Mannschaft von den Tribünen: "Meine Botschaft an die Fans ist: Kommt mit Power!"

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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