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Dortmund muss ums Weiterkommen bangen

Von t-online, sid
Aktualisiert am 15.02.2017Lesedauer: 2 Min.
Entwischt: Der Dortmunder Ousmane Dembele (rechts) hat sich gegen zwei Lissaboner durchgesetzt.
Entwischt: Der Dortmunder Ousmane Dembele (rechts) hat sich gegen zwei Lissaboner durchgesetzt. (Quelle: /ap-bilder)
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Der BVB muss ums Weiterkommen bangen: Trotz langer Überlegenheit musste sich Borussia Dortmund im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League bei Benfica Lissabon mit 0:1 (0:0) geschlagen geben. Im RĂŒckspiel am 8. MĂ€rz brauchen die Borussen nun unbedingt einen Sieg mit mindestens zwei Treffern Unterschied, um den Einzug ins Viertelfinale perfekt zu machen.

Die Borussen zeigten sich drei Tage nach der herben Liga-Pleite in Darmstadt (1:2) gut erholt. Nach einer nervösen Anfangsphase kontrollierte der Bundesliga-Vierte die Partie. Nach der Pause traten die Gastgeber verbessert auf - was sich prompt auszahlte: Kostas Mitroglou (48. Minute) brachte Lissabon etwas ĂŒberraschend in FĂŒhrung. Kurz darauf vergab Pierre-Emerick Aubameyang (58.) die grĂ¶ĂŸte Chance fĂŒr die GĂ€ste. Der BVB-TorjĂ€ger scheiterte klĂ€glich mit einem Handelfmeter an Benfica-Torwart Ederson. So blieb es beim Sieg der Portugiesen.

"Wir waren die bessere Mannschaft und hatten große Tormöglichkeiten, vor allem den Elfmeter. Wir hĂ€tten den Sieg verdient gehabt. Wir werden es im RĂŒckspiel besser machen und dann weiterkommen", sagte AndrĂ© SchĂŒrrle nach dem Schlusspfiff bei Sky.

Aubameyang scheitert klÀglich

Zu ruhig, beinahe im Tiefschlaf, kam die Elf von Trainer Thomas Tuchel aus der Kabine und kassierte prompt das 0:1. Bis dahin hatte TorhĂŒter Roman BĂŒrki einen verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig ruhigen Abend verlebt - ganz im Gegensatz zu seinem GegenĂŒber Ederson.

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Der Brasilianer sah sich in der ersten Halbzeit Aubameyang (10./38.) und Ousmane DembĂ©lĂ© (23.) gegenĂŒber, die allerdings mehr oder weniger unbedrĂ€ngt die FĂŒhrung verpassten. Die grĂ¶ĂŸte Chance auf eine bessere Ausgangsposition fĂŒr das RĂŒckspiel vergab Aubameyang jedoch im zweiten Abschnitt. Nach einem Handspiel des Serben Ljubomir Fejsa scheiterte er mit seinem schwach geschossenen Strafstoß an Ederson. Wenig spĂ€ter erlöste ihn Tuchel und brachte Nationalspieler AndrĂ© SchĂŒrrle.

Ohne Aubameyang verebbte der Dortmunder Offensivwirbel, ehe der eingewechselte Christian Pulisic mit einem abgefĂ€lschten Volleyschuss am ĂŒberragenden Ederson scheiterte (84.). Die GĂ€ste drĂŒckten Lissabon in die eigene HĂ€lfte, ohne Kapital aus der Überlegenheit zu schlagen.

Fans mĂŒssen lange vor Stadion warten

Die Dortmunder Startelf hatte mit jener aus dem "komplett vergeigten" (Sportdirektor Michael Zorc) Darmstadt-Spiel nicht mehr viel gemein. FĂŒr das zweite Europapokalduell mit Benfica nach 1963/64 (1:2/5:0) kehrten DembĂ©lĂ©, Lukasz Piszczek, Marc Bartra und KapitĂ€n Marcel Schmelzer in die Mannschaft zurĂŒck. Draußen blieben erwartungsgemĂ€ĂŸ Matthias Ginter, Emre Mor, Christian Pulisic und Dzenis Burnic. Mario Götze (muskulĂ€re Probleme) war in Dortmund geblieben.

Lissabon war am Dienstag auch in Schwarz und Gelb getaucht. Tausende Dortmunder Fans tranken und sangen sich zwischen der alten Burgfeste Sao Jorge und dem Praca do Comercio am Ufer des Tejo friedlich warm. Allerdings wurden vier Mitglieder der Dortmunder Ultragruppierung "Desperados" vor der Partie festgenommen. Laut BVB-Angaben werden die Festgenommenen, die Pyrochtechnik bei sich hatten, einem Haftrichter vorgefĂŒhrt. Auch ein Mitglied der Kölner Gruppe "Boyz" wurde festgenommen.

Nach massiven Problemen bei den Einlasskontrollen haben unterdessen zahlreiche Borussia-Fans auch lange nach Beginn der Partie vor dem Stadion ausharren mĂŒssen. "Der Ordnungsdienst von Benfica ist nach unseren Infos akut unterbesetzt", teilte der Bundesligist eine halbe Stunde nach Spielbeginn via Twitter mit. Die Verantwortung fĂŒr die Verzögerungen liege allein bei den portugiesischen Gastgebern, hieß es von Seiten der Dortmunder.

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