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Borussia Dortmund: Klopp, Watzke und Co. geben sich kämpferisch

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BVB ertränkt Pokal-Frust  

Klopp, Watzke und Co. geben sich kämpferisch

18.05.2014, 11:49 Uhr | sid, t-online.de

Borussia Dortmund: Klopp, Watzke und Co. geben sich kämpferisch. Jürgen Klopp ist sichtlich bedient. (Quelle: Reuters)

Jürgen Klopp ist sichtlich bedient. (Quelle: Reuters)

Nach der bitten Pokalpleite gegen den FC Bayern gab sich Jürgen Klopp bei der Saison-Abschlussparty des BVB im Berliner Kraftwerk schon wieder kämpferisch. "Wie doof wären wir denn, wenn wir nach zehn Monaten des Lebens, in denen wir alles gegeben haben, wegen einer Niederlage, die wir nicht einmal komplett allein verbockt haben, alles über den Haufen werfen würden", tönte der Trainer von Borussia Dortmund.

Längst kursierten unter den zahlreichen Gästen im Kraftwerk via Smartphones die Fotos von jener Schlüsselszene in der 64. Minute, als der Münchner Dante einen Kopfball von Mats Hummels angeblich sogar 40 Zentimeter hinter Torlinie klärte, aber Schiedsrichter Florian Meyer weiterspielen ließ. "Jeder hat gesehen, was passiert ist", sagte Klopp mit einem säuerlichen Grinsen.

Hummels fordert den Videobeweis

Selbst Vermutungen, Hummels habe im Abseits gestanden, wurden durch TV-Bilder entkräftet. Schon vor Mitternacht hatte der Nationalspieler selbst das Foto seines nichtgegebenen Tores bei Facebook gepostet. "Das sieht natürlich bitter aus", war darunter zu lesen. Trotzig fügte er an: "Im nächstes Jahr gibts nen Titel. Ich weiß nicht welchen, aber es gibt nen Titel!"

Der Innenverteidiger forderte verständlicherweise einmal mehr technische Hilfsmittel im Profifußball. "Ich glaube, der Videobeweis würde vieles einfacher machen", sagte Hummels.

Klopp ist bedient

Sein Coach hatte indes eine andere Sichtweise. Dafür brauche man keinen Tortechnik, der Fall sei so eindeutig gewesen, konterte Klopp. Ein Torrichter hätte gereicht. "Warum werden Torrichter in Sibirien eingesetzt und nicht im Finale bei einem der größten Verbände der Welt?", fragte der 46-Jährige sichtlich erregt auf der Pressekonferenz. Die Information, dass der Assistent an der Seitenlinie auf Tor entschieden hatte und vom schlechter postierten Meyer überstimmt worden war, gab Klopp den Rest: "Das ist ein Hammer!"

Das Tor hätte seiner Mannschaft so gut getan, ergänzte der BVB-Trainer und war sich sicher, dass die von Krämpfen geplagten Bayern das intensive Duell der Erzrivalen in der letzten halben Stunde nicht mehr gedreht hätten. Stattdessen leitete ein unpräziser Abwurf von Nationaltorhüter Roman Weidenfeller das vorentscheidende 0:1 durch Arjen Robben (107. Minute) ein. Der zweite Treffer zum 0:2-Endstand von Thomas Müller in der Nachspielzeit der Verlängerung (120.+3) hatte allenfalls statistischen Wert.

Zorc: "Das ist richtig bitter"

"Wenn das Tor gegeben worden wäre, dann wäre das ein großer Vorteil für uns gewesen. Es ist schade, dass so ein Finale durch so eine Fehlentscheidung entschieden wird. Das ist richtig bitter", sagte Sportdirektor Michael Zorc. "Ich gratuliere den Bayern, sie haben nicht unverdient gewonnen", meinte BVB-Boss Hans-Joachim Watzke und zog die Diskussion mit einer Saisonbilanz wieder auf eine sachliche Ebene.

Der BVB sei in den vergangenen vier Jahren zweimal Erster und zweimal Zweiter geworden, habe in drei Endspielen gestanden und zuletzt unter den besten acht Mannschaften in Europa. "Wir werden aus dieser Saison gestärkt hervorgehen. Es wird nicht das letzten Finale sein, das wir gegen die Bayern gespielt haben, sie werden uns nicht los werden", sagte Watzke.

"Maßstäbe gesetzt"

Man sei trotz aller Verletzungsprobleme hochzufrieden, meinte Zorc: "Diese Saison hat Maßstäbe gesetzt. Wir haben unter anderem ohne sieben Spieler aus dem Champions-League-Finale im letzten Jahr erneut das Viertelfinale erreicht."

Klopp gab auf der BVB-Party indes zu, dass sein Team im Finale nicht seine beste Leitung gezeigt habe: "Wir waren auf drei, vier Positionen nicht in Topform." Im nächsten Jahr wollen die Borussen mit verstärkter Mannschaft wieder angreifen. "Wir kommen wieder. Wir habe die Jungs dafür. Macht euch keine Gedanken", versprach Klopp den Fans und warnte die Frustgemeinde im Kraftwerk: "Und wenn ich jetzt noch einen treffe, der 'schade' sagt, dem hau' ich - das Glas aus der Hand." Und gab anschließend die Marschrichtung für die knapp 1800 Gäste vor: "So, und jetzt lasst uns den Frust wegsaufen."

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