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DFB-Pokal: So skurril verläuft die erste Runde

Von t-online, dpa, sle

Aktualisiert am 08.09.2020Lesedauer: 3 Min.
DFB-Pokal-Trophäe: Die erste Runde findet vom 11. bis 14. September statt.
DFB-Pokal-Trophäe: Die erste Runde findet vom 11. bis 14. September statt. (Quelle: AFLOSPORT/imago-images-bilder)
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Am Wochenende findet die erste Runde des DFB-Pokals statt. Dabei brechen die Vereine mit einer Tradition – und die Regeln für

Kleine Tribünen, spartanische Kabinen, schwieriger Rasen – die erste Runde des DFB-Pokals lebt davon, dass die großen Bundesliga-Klubs in den Stadien der kleinen Vereine antreten müssen. Doch in diesem Jahr verzichten viele kleine Vereine auf ihr Heimrecht und wechseln in die großen Arenen der Profivereine.


Neue Bundesliga-Trikots: Kann der BVB in diesem Look die Bayern schlagen?

In diesem Trikot will der BVB den nächsten Anlauf auf die deutsche Meisterschaft starten. Traditionell in Gelb-Schwarz gehalten, mit neuem Trikotsponsor: Das Internetunternehmen 1&1 wirbt 2020/21 auf der Brust der Borussia. Und verzichtet dafür sogar auf das Blau im Logo – Blau-Weiß kommt in Dortmund ja nicht so gut an.
Ausrüster Puma hat sich beim Design mit den markanten schwarzen "Blitzen" an der Architektur des U-Bahnhofs "Westfalenhallen" orientiert. Spötter fühlen sich eher an ein ähnlich gemustertes "Pokémon"-Monster erinnert.
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So spielt beispielsweise der Regionalligist 1.FC Schweinfurt aus Bayern auf Schalke in Nordrhein-Westfalen. Für Klubs wie Schweinfurt ist dieser Schritt finanziell notwendig. In Bayern wären beim Pokalspiel gegen Schalke keine Zuschauer zugelassen, in Nordrhein-Westfalen dürfen dagegen immerhin 300 Fans ins Stadion und das bedeutet Einnahmen für die Vereine, denn die Ticketerlöse werden unter beiden Vereinen gleichmäßig geteilt.

Die Partie Schalke gegen Schweinfurt ist nicht die einzige Skurrilität beim diesjährigen DFB-Pokalauftakt. t-online stellt Ihnen die wichtigsten und gravierendsten Änderungen im Überblick vor.

Verwirrung um Zuschauer im Stadion

Ob Zuschauer bei einem DFB-Pokalspiel zugelassen sind oder nicht, hängt davon ab, in welchem Bundesland das Spiel stattfindet. In Bayern dürfen keine Fans auf die Tribünen, in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen dürfen mehrere tausend Menschen ins Stadion. Wie viele Personen aber tatsächlich in die jeweilige Arena dürfen hängt also von den Behörden vor Ort ab und auch davon, ob vermehrt Einzelpersonen Tickets bestellen oder größere Gruppen. Je nachdem müssen die Abstände im Stadion anders verteilt werden und es ergeben sich unterschiedliche Zuschauerzahlen. Wie viele Zuschauer bei den Pokalpartien zugelassen sind, lesen Sie hier.

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Aufregung um Tickets

Als wäre dies nicht schon kompliziert und verwirrend genug für die Fans, sorgte die Ticketvergabe für die wenigen freien Plätze für weiteren Unmut. So waren beispielsweise die Tickets für das Spiel des MSV Duisburg gegen Borussia Dortmund bereits vergeben, bevor sie in den freien Verkauf hätten kommen können. "Auch hier sind der Stadt die Hände gebunden und wir haben eine Freigabe nur für ein 300er-Kontingent. Allerdings sind diese Tickets bereits vertraglich an die DFB-Zentralvermarktung und Sponsoring-Vereinbarungen gebunden", sagte MSV-Geschäftsführer Mohnhaupt in einer Pressemitteilung. Wie Duisburg geht es derzeit vielen Vereinen. Gespräche mit dem DFB sollen die Situation bis zum Pokalspiel klären.

Pokal-Wochenende ohne Bayern München

In der ersten Runde des DFB-Pokals ist der FC Bayern München das Los, auf das die kleinen Vereine hoffen. Diesmal hatte der Sieger des mittelrheinischen Landespokals, der FC Düren, das große Losglück. Doch die Partie findet erst einen Monat später als die anderen Erstrundenduelle statt. Durch den Gewinn des Champions-League-Titels müssen die Bayern am 24. September im Uefa-Supercup noch gegen den FC Sevilla antreten. Deshalb hatten die Münchner eine Verlegung des Pokalspiels beantragt. Die Partie wird am 15. Oktober in München nachgeholt, denn auch der FC Düren hat auf sein Heimrecht verzichtet.

Schutz vor Verletzungen

Im DFB-Pokal dürfen die Vereine auch weiterhin fünf Spieler auswechseln. Diese Regelung wurde bereits in der vergangenen Saison mit der Wiederaufnahme des Spielbetriebs eingeführt. "Unser Ziel ist es, die Gesundheit zu schützen und eine Häufung von Verletzungen zu vermeiden", sagte DFB-Vizepräsident Peter Frymth.

Die erste Hauptrunde im Überblick:

Freitag, 11. September:

TSV Havelse – FSV Mainz 05 (in Mainz)
Eintracht BraunschweigHertha BSC (beide 20.45 Uhr)

Samstag, 12. September:

1. FC Nürnberg – RB Leipzig
1860 München – Eintracht Frankfurt
FC Oberneuland – Borussia Mönchengladbach (in Mönchengladbach)
VSG Altglienicke –1. FC Köln (in Köln)
Eintracht Celle – FC Augsburg (in Augsburg)
Union Fürstenwalde – VfL Wolfsburg (in Wolfsburg)
SV Todesfelde – VfL Osnabrück
FV Engers 07 – VfL Bochum (in Bochum)
RSV Meinerzhagen – SpVgg Greuther Fürth (in Fürth) (alle 15.30 Uhr)
Karlsruher SC – Union Berlin
FC Ingolstadt – Fortuna Düsseldorf
SSV Ulm 1846 – Erzgebirge Aue (alle 18.30 Uhr)
Carl Zeiss Jena – Werder Bremen (20.45 Uhr)

Sonntag, 13. September:

Schweinfurt 05 – Schalke 04 (in Gelsenkirchen)
Hansa Rostock – VfB Stuttgart
Eintracht Norderstedt – Bayer Leverkusen (in Leverkusen)
Chemnitzer FC – TSG Hoffenheim
1. FC Kaiserslautern – Jahn Regensburg
TSV Steinbach Haiger – SV Sandhausen
1. FC Rielasingen-Arlen – Holstein Kiel (in Kiel)
SV Elversberg – FC St. Pauli
SC Wiedenbrück – SC Paderborn (alle 15.30 Uhr)
Waldhof Mannheim – SC Freiburg
SV Wehen Wiesbaden – 1. FC Heidenheim
1. FC Magdeburg – SV Darmstadt 98 (alle 18.30 Uhr)

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